Offroad-E-Scooter als Symbol fuer Ausom-Versionen und ABE
Ausom · Markenradar

Ausom E-Scooter in Deutschland: ABE, L1 und Tuning-Fit prüfen

Stand Juni 2026 · Lesezeit ca. 5 Min.

Kurz beantwortet: Beim Ausom L1 entscheidet die Version. Die ABE-Variante hat 500 Watt, ist auf 20 km/h ausgelegt und wird als straßenzugelassen beworben. Daneben gibt es eine Import-Version mit rund 800 Watt und etwa 45 km/h ohne deutsche ABE. Gleiche Optik, zwei verschiedene Rechtswelten. Prüfe immer die konkrete Ausführung.

Ist der Ausom L1 in Deutschland legal?

Ausom ist eine aufstrebende Marke mit Offroad-Optik. Der L1 ist das bekannteste Modell. Er steht für die typische Versionsfalle. Es gibt eine ABE-Variante für die Straße und eine stärkere Import-Variante für Privatgelände.

Eine pauschale Aussage „Ausom ist legal“ gibt es nicht. Entscheidend ist die konkrete Ausführung samt Unterlagen. Verkauft wird Ausom vor allem über den eigenen Shop und große Marktplätze.

L1 ABE gegen Import-Version

Die ABE-Version des L1 ist mit 500 Watt und 20 km/h ausgelegt. Sie wird in Deutschland als straßenzugelassen beworben und hat Blinker. Die Import-Version hat rund 800 Watt und etwa 45 km/h. Diese schnellere Variante hat hier keine ABE.

Beide sehen sich sehr ähnlich. Auf Marktplätzen stehen sie oft direkt nebeneinander. Prüfe deshalb genau, welche Leistung und welches Tempo im Datenblatt stehen.

Wichtig: Die Zahl 5.000 taucht oft im Zusammenhang mit Ausom auf. Das ist ein Suchbegriff rund um das Modell L1, kein Wattwert. Die ABE-Version hat 500 Watt.
Variante Leistung Tempo Rechtsstatus
L1 ABE 500 Watt 20 km/h beworben mit ABE, Straße nach Prüfung
L1 Import rund 800 Watt rund 45 km/h keine DE-ABE, nur Privatgelände
Infografik: Ausom L1 ABE-Version gegen Import und Offroad
Ausom L1 ABE-Version gegen Import und Offroad

Weitere Modelle: DT2 Pro und L2

Neben dem L1 gibt es stärkere Modelle. Der DT2 Pro erreicht eine Spitzenleistung von rund 2900 Watt. Die L2-Reihe liegt mit bis zu 3200 Watt Spitze noch darüber. Diese Modelle sind klar im Offroad- und Performance-Bereich angesiedelt.

Für den öffentlichen Verkehr in Deutschland sind sie in der Regel nicht zugelassen. Sie gehören auf eigenes Privatgelände. Wer einen Alltags-Scooter für die Straße sucht, bleibt besser bei der ABE-Version des L1.

Was die ABE-Angabe wirklich bedeutet

Ausom und Händler bewerben den L1 ABE mit einer Straßenzulassung. Im Umlauf ist dazu eine ABE-Nummer. Das ist zunächst eine Anbieterangabe.

Ein amtlicher Nachweis ist erst die Eintragung in der KBA-Liste. Bis das im Einzelfall geprüft ist, gilt: beworben mit ABE, laut Anbieter. Prüfe als Käufer die Datenbestätigung deines konkreten Geräts. Sie verbindet das Fahrzeug mit der ABE und ist für die Versicherung nötig.

Infografik: Ausom Deutschland-Check
Ausom Deutschland-Check

20 km/h, Versicherung und Bußgeld

Die ABE-Version fährt bauartbedingt 20 km/h. Für den öffentlichen Verkehr brauchst du ein gültiges Versicherungskennzeichen. Eine Haftpflicht gibt es ab rund 20 Euro im Jahr.

Wer mit der Import-Version ohne ABE auf der Straße fährt, riskiert mehr als ein Verwarnungsgeld. Fahren ohne Betriebserlaubnis kostet 70 Euro. Fehlt der Versicherungsschutz, liegt eine Straftat nach § 6 PflVG vor.

Tuning-Fit und Privatgelände

Rund um den L1 kursieren Wege, das Tempo zu erhöhen, etwa über ein Menü im Display oder eine NFC-Funktion. Eine Anleitung dazu findest du bei uns nicht. Wichtig ist die Folge: Wer die ABE-Version schneller macht, hebt die Betriebserlaubnis auf.

Für Ausom gibt es keine eigene saubere Freischalt-Lösung in unserem Sortiment. Tuning beziehungsweise die Nutzung veränderter Fahrzeuge kommt nur für eigene Fahrzeuge auf Privatgelände, Testflächen und in nicht öffentlichen Bereichen in Betracht. Im öffentlichen Verkehr können Betriebserlaubnis, Versicherungsschutz und Haftung betroffen sein.

Vor dem Kauf: Version prüfen

Lies das Datenblatt genau. Stehen 500 Watt, 20 km/h und eine Datenbestätigung, deutet das auf die ABE-Version. Stehen 800 Watt und 45 km/h, ist es die Import-Variante ohne Straßenzulassung.

Frag im Zweifel nach der ABE-Nummer und der Datenbestätigung. Achte auf den Verkäufersitz und eine deutsche Rechnung. Fehlt der Nachweis, lässt sich der Roller nicht sauber versichern.

Risiko-Ampel für den Ausom L1

Die folgende Einordnung zeigt, wann ein Ausom-Angebot entspannt und wann es kritisch ist. Sie bewertet die Version, nicht die Marke.

Grün: belegte 20-km/h-/ABE-Version

Eine L1-ABE-Version mit 500 Watt, 20 km/h und vorhandener Datenbestätigung ist die saubere Wahl für die Straße. Versicherbarkeit und Kennzeichen sind dann in der Regel möglich.

Gelb: Import oder unklare Version

Fehlt die Datenbestätigung oder ist die Version unklar, geh überlegt vor. Frag nach, bevor du bestellst, und nutze das Gerät nicht auf der Straße, solange der Nachweis fehlt.

Rot: entdrosselt, Offroad oder 45 km/h

Eine entdrosselte oder eine 45-km/h-Import-Version gehört nicht in den öffentlichen Verkehr. Hier sind Betriebserlaubnis, Versicherung und Haftung betroffen. Solche Fahrzeuge bleiben dem Privatgelände vorbehalten.

Service, Ersatzteile und Rückgabe

Vor der Kaufentscheidung lohnt der Blick über die Technik hinaus. Fordere die ABE-Nummer und die Datenbestätigung an und prüfe das Rückgaberecht, falls der Nachweis fehlt.

Kläre außerdem, wie Ersatzteile und Service erreichbar sind und ob ein deutscher Vertrieb dahintersteht. Die Versicherung sollte vor der ersten Fahrt stehen, nicht erst danach.

Wann eine andere Marke sinnvoller ist

Der Ausom L1 punktet mit Offroad-Optik und Federung zum kleinen Preis. Sein Schwachpunkt ist die Versionsverwirrung und die nicht amtlich belegte ABE.

Wer maximale Sicherheit bei der Zulassung will, ist mit etablierten Marken wie Ninebot, Xiaomi oder NAVEE besser beraten. Dort ist die deutsche Version klar gekennzeichnet. Für diese Marken gibt es zudem saubere, modellbezogene Lösungen für die Nutzung auf Privatgelände.

Infografik: Ausom Risiko-Ampel: ABE, Import, entdrosselt
Ausom Risiko-Ampel: ABE, Import, entdrosselt

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Häufige Fragen

Ist der Ausom L1 ABE wirklich zugelassen?
Die ABE-Version wird mit 20 km/h als straßenzugelassen beworben. Ob im Einzelfall eine amtliche ABE vorliegt, zeigt die Datenbestätigung. Bis dahin gilt die Angabe als beworben mit ABE.
Darf ich die 800-Watt-Version in Deutschland fahren?
Die Import-Version mit rund 45 km/h hat keine deutsche ABE. Im öffentlichen Verkehr ist sie nicht zugelassen. Sie gehört auf Privatgelände.
Hat der L1 5.000 Watt?
Nein. Die Zahl 5.000 ist ein Suchbegriff rund um das Modell, kein Wattwert. Die ABE-Version hat 500 Watt, die Import-Version rund 800 Watt.
Was ist der DT2 Pro?
Der DT2 Pro ist ein stärkeres Offroad-Modell mit rund 2900 Watt Spitzenleistung. Er ist in Deutschland in der Regel nicht straßenzugelassen und gehört auf Privatgelände.
Kann ich den L1 ABE schneller machen?
Nicht für den öffentlichen Verkehr. Eine Freischaltung hebt die Betriebserlaubnis auf. Danach ist die Nutzung nur auf Privatgelände möglich.
Woran erkenne ich die ABE-Version?
Achte auf 500 Watt, 20 km/h und eine Datenbestätigung. Stehen 800 Watt und 45 km/h im Datenblatt, ist es die Import-Variante.
Was droht beim Fahren ohne ABE?
Fahren ohne Betriebserlaubnis kostet 70 Euro. Fehlt durch eine Manipulation der Versicherungsschutz, liegt eine Straftat nach § 6 PflVG vor.
Gibt es für Ausom eine Tuning-Lösung im Shop?
Für Ausom gibt es keine eigene Freischalt-Lösung. Wer eine saubere, modellbezogene Lösung für Privatgelände sucht, prüft besser Ninebot, Xiaomi oder NAVEE.
TL

Redaktion tuning-lizenz.de

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