Ausom E-Scooter in Deutschland: ABE, L1 und Tuning-Fit prüfen
Ist der Ausom L1 in Deutschland legal?
Ausom ist eine aufstrebende Marke mit Offroad-Optik. Der L1 ist das bekannteste Modell. Er steht für die typische Versionsfalle. Es gibt eine ABE-Variante für die Straße und eine stärkere Import-Variante für Privatgelände.
Eine pauschale Aussage „Ausom ist legal“ gibt es nicht. Entscheidend ist die konkrete Ausführung samt Unterlagen. Verkauft wird Ausom vor allem über den eigenen Shop und große Marktplätze.
L1 ABE gegen Import-Version
Die ABE-Version des L1 ist mit 500 Watt und 20 km/h ausgelegt. Sie wird in Deutschland als straßenzugelassen beworben und hat Blinker. Die Import-Version hat rund 800 Watt und etwa 45 km/h. Diese schnellere Variante hat hier keine ABE.
Beide sehen sich sehr ähnlich. Auf Marktplätzen stehen sie oft direkt nebeneinander. Prüfe deshalb genau, welche Leistung und welches Tempo im Datenblatt stehen.
| Variante | Leistung | Tempo | Rechtsstatus |
|---|---|---|---|
| L1 ABE | 500 Watt | 20 km/h | beworben mit ABE, Straße nach Prüfung |
| L1 Import | rund 800 Watt | rund 45 km/h | keine DE-ABE, nur Privatgelände |

Weitere Modelle: DT2 Pro und L2
Neben dem L1 gibt es stärkere Modelle. Der DT2 Pro erreicht eine Spitzenleistung von rund 2900 Watt. Die L2-Reihe liegt mit bis zu 3200 Watt Spitze noch darüber. Diese Modelle sind klar im Offroad- und Performance-Bereich angesiedelt.
Für den öffentlichen Verkehr in Deutschland sind sie in der Regel nicht zugelassen. Sie gehören auf eigenes Privatgelände. Wer einen Alltags-Scooter für die Straße sucht, bleibt besser bei der ABE-Version des L1.
Was die ABE-Angabe wirklich bedeutet
Ausom und Händler bewerben den L1 ABE mit einer Straßenzulassung. Im Umlauf ist dazu eine ABE-Nummer. Das ist zunächst eine Anbieterangabe.
Ein amtlicher Nachweis ist erst die Eintragung in der KBA-Liste. Bis das im Einzelfall geprüft ist, gilt: beworben mit ABE, laut Anbieter. Prüfe als Käufer die Datenbestätigung deines konkreten Geräts. Sie verbindet das Fahrzeug mit der ABE und ist für die Versicherung nötig.

20 km/h, Versicherung und Bußgeld
Die ABE-Version fährt bauartbedingt 20 km/h. Für den öffentlichen Verkehr brauchst du ein gültiges Versicherungskennzeichen. Eine Haftpflicht gibt es ab rund 20 Euro im Jahr.
Wer mit der Import-Version ohne ABE auf der Straße fährt, riskiert mehr als ein Verwarnungsgeld. Fahren ohne Betriebserlaubnis kostet 70 Euro. Fehlt der Versicherungsschutz, liegt eine Straftat nach § 6 PflVG vor.
Tuning-Fit und Privatgelände
Rund um den L1 kursieren Wege, das Tempo zu erhöhen, etwa über ein Menü im Display oder eine NFC-Funktion. Eine Anleitung dazu findest du bei uns nicht. Wichtig ist die Folge: Wer die ABE-Version schneller macht, hebt die Betriebserlaubnis auf.
Für Ausom gibt es keine eigene saubere Freischalt-Lösung in unserem Sortiment. Tuning beziehungsweise die Nutzung veränderter Fahrzeuge kommt nur für eigene Fahrzeuge auf Privatgelände, Testflächen und in nicht öffentlichen Bereichen in Betracht. Im öffentlichen Verkehr können Betriebserlaubnis, Versicherungsschutz und Haftung betroffen sein.
Vor dem Kauf: Version prüfen
Lies das Datenblatt genau. Stehen 500 Watt, 20 km/h und eine Datenbestätigung, deutet das auf die ABE-Version. Stehen 800 Watt und 45 km/h, ist es die Import-Variante ohne Straßenzulassung.
Frag im Zweifel nach der ABE-Nummer und der Datenbestätigung. Achte auf den Verkäufersitz und eine deutsche Rechnung. Fehlt der Nachweis, lässt sich der Roller nicht sauber versichern.
Risiko-Ampel für den Ausom L1
Die folgende Einordnung zeigt, wann ein Ausom-Angebot entspannt und wann es kritisch ist. Sie bewertet die Version, nicht die Marke.
Grün: belegte 20-km/h-/ABE-Version
Eine L1-ABE-Version mit 500 Watt, 20 km/h und vorhandener Datenbestätigung ist die saubere Wahl für die Straße. Versicherbarkeit und Kennzeichen sind dann in der Regel möglich.
Gelb: Import oder unklare Version
Fehlt die Datenbestätigung oder ist die Version unklar, geh überlegt vor. Frag nach, bevor du bestellst, und nutze das Gerät nicht auf der Straße, solange der Nachweis fehlt.
Rot: entdrosselt, Offroad oder 45 km/h
Eine entdrosselte oder eine 45-km/h-Import-Version gehört nicht in den öffentlichen Verkehr. Hier sind Betriebserlaubnis, Versicherung und Haftung betroffen. Solche Fahrzeuge bleiben dem Privatgelände vorbehalten.
Service, Ersatzteile und Rückgabe
Vor der Kaufentscheidung lohnt der Blick über die Technik hinaus. Fordere die ABE-Nummer und die Datenbestätigung an und prüfe das Rückgaberecht, falls der Nachweis fehlt.
Kläre außerdem, wie Ersatzteile und Service erreichbar sind und ob ein deutscher Vertrieb dahintersteht. Die Versicherung sollte vor der ersten Fahrt stehen, nicht erst danach.
Wann eine andere Marke sinnvoller ist
Der Ausom L1 punktet mit Offroad-Optik und Federung zum kleinen Preis. Sein Schwachpunkt ist die Versionsverwirrung und die nicht amtlich belegte ABE.
Wer maximale Sicherheit bei der Zulassung will, ist mit etablierten Marken wie Ninebot, Xiaomi oder NAVEE besser beraten. Dort ist die deutsche Version klar gekennzeichnet. Für diese Marken gibt es zudem saubere, modellbezogene Lösungen für die Nutzung auf Privatgelände.

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