Ninebot G3D Tuning: So schaltest du 45 km/h frei
Der Ninebot G3D ist ab Werk auf 20 km/h gedrosselt. Mit einem passenden Lizenz-Code lässt sich das auf bis zu 45 km/h freischalten – ausschließlich für Privatgelände und nicht öffentliche Bereiche. Diese Anleitung zeigt dir den Ablauf via WebApp und Bluetooth, plus den Rückbau-Weg.
Ninebot G3D Tuning: Was wirklich freigeschaltet wird
Der Ninebot G3D ist eines der beliebtesten Modelle aus der G3-Serie. Ab Werk fährt er 20 km/h, weil das die deutsche Straßenzulassung verlangt. Die Hardware kann aber deutlich mehr. Mit einem passenden Lizenz-Code schaltest du die volle Werks-Leistung frei: bis zu 45 km/h Maximalgeschwindigkeit. Diese Freischaltung erfolgt rein softwareseitig, ohne Hardware-Eingriff am Bike.
Der Lizenz-Code wird per WebApp oder Bluetooth ins Bike übertragen. Die Methode ist deutlich einfacher als ein Hardware-Chip-Tausch bei anderen Marken. Du brauchst kein Werkzeug, kein Öffnen des Gehäses und keine Bastel-Erfahrung. Wer einen Computer oder ein Smartphone bedienen kann, schafft die Aktivierung in 10 bis 20 Minuten. Bei iOS-Geräten brauchst du den Bluefy-Browser, weil Web-Bluetooth in Safari nicht unterstützt wird.
Die Tuning-Aktivierung ist reversibel. Wer das Bike später verkaufen oder Garantie-Ansprüche geltend machen will, kann den Originalzustand zurückherstellen. Die Rücksetzung dauert wieder 10 bis 15 Minuten. Diese Flexibilität macht den Ninebot-Tuning-Weg besonders praktisch. Eine ergänzende Linie zur grundsätzlichen Tuning-Frage gibt Tuning-Lizenzcode.
Der Code ist fahrzeuggebunden und nicht auf andere Bikes übertragbar. Wenn du ein zweites Bike kaufst, brauchst du einen neuen Code. Bei Verkauf des Bikes geht der Code üblicherweise mit, allerdings sollte der Originalzustand vor dem Verkauf wiederhergestellt sein, wenn du Garantie-Aspekte sichern willst. Die Aktivierungsdaten bleiben im BMS gespeichert und können rein technisch nicht vollständig gelöscht werden.
Pflichtformulierung Privatgelände
Tuning ist ausschließlich für eigene Fahrzeuge auf Privatgelände, Testflächen und nicht öffentlichen Bereichen gedacht. Im öffentlichen Straßenverkehr können Betriebserlaubnis, Versicherungsschutz und Garantie betroffen sein. Diese Punkte sind in jedem Einzelfall zu prüfen und hängen vom Bundesland, dem konkreten Modell und der Versicherungsleistung ab.
Was als Privatgelände gilt, ist nicht immer trivial. Eine Straße mit Schild ‚Privatweg‘ ist nicht automatisch Privatgelände, wenn sie tatsächlich von Fußgängern und Anwohnern genutzt wird. Auch Parkplätze von Supermarkt-Kätten zählen meist als öffentlich-rechtlich gewidmete Flächen, weil sie für jedermann zugänglich sind. Im Zweifel anwaltliche Beratung einholen, weil die Details vom Einzelfall abhängen.
Auf wirklich privaten Flächen ist die Sache klar. Das eigene Grundstück, ein gemieteter Privathof, eine ausgewiesene Test-Halle oder ein Privattestfeld. Hier kann der Scooter ohne Drosselung und mit voller Leistung gefahren werden. Versicherungstechnisch kann es trotzdem sinnvoll sein, eine private Unfall- oder Haftpflichtversicherung zu prüfen, die solche Aktivitäten abdeckt. Mehr Linie zur Versicherungs-Frage in E-Scooter ohne Versicherungskennzeichen.
Wer den Tuning-Eingriff macht und dann doch auf öffentlichen Straßen fährt, geht erhebliche Risiken ein. Bei Polizei-Kontrolle drohen Bußgelder, Stilllegung des Bikes und im schlimmsten Fall strafrechtliche Konsequenzen. Im Schadenfall mit Personenschäden greift keine Versicherung mehr, und du haftest persönlich in unbegrenzter Höhe. Diese Konsequenzen sind kein Schreckgespenst, sondern reale Realität. Wer das respektiert, hat keine Probleme.
Voraussetzungen vor dem Tuning
Vor der Tuning-Aktivierung brauchst du einige Voraussetzungen. Erstens: dein Bike muss ein echtes Ninebot G3D sein. Die Seriennummer beginnt mit einem spezifischen Muster, das du in der App oder am Rahmen findest. Bei No-Name-Imitaten funktioniert der Code nicht. Zweitens: das Bike muss aktuelle Firmware haben, weil ältere Versionen manchmal nicht kompatibel sind. Ein Firmware-Check über die App klärt den Stand.
Du brauchst einen funktionierenden Computer mit modernem Browser (Chrome, Edge, Firefox neueste Versionen) oder ein Smartphone mit Bluetooth. Bei iOS-Geräten brauchst du Bluefy-Browser, der Web-Bluetooth unterstützt. Safari auf iPhone hat diese Funktion nicht. Bei Android funktioniert Chrome ohne Zusatz-App. Der Computer-Weg ist meist stabiler und empfehlenswerter, weil Smartphone-Bluetooth manchmal abbricht.
Der Bike-Akku sollte mindestens 30 Prozent geladen sein, besser 50 Prozent. Bei niedrigem Akkustand kann die Aktivierung fehlschlagen oder unvollständig sein. Außerdem brauchst du eine stabile Internetverbindung, weil der Lizenz-Code online validiert wird. WLAN ist besser als mobile Daten, weil die Verbindung stabiler ist. Mit diesen Voraussetzungen ist der Erfolg fast garantiert.
Praktisch lohnt sich auch ein ruhiger Arbeitsplatz ohne Ablenkungen. Du solltest 15 bis 30 Minuten ungestört arbeiten können. Bei Unterbrechungen im Aktivierungs-Vorgang kann es zu Fehlern kommen. Auch sollten andere Bluetooth-Geräte in der Nähe aus sein, damit es keine Verbindungs-Konflikte gibt. Diese kleinen Vorbereitungen machen den Unterschied zwischen reibungsloser Aktivierung und stundenlanger Fehlersuche.
Lizenz-Code: Bestellung und Aktivierung
Der Lizenz-Code wird im Fachhandel oder Online-Shop bestellt. Wichtig bei der Bestellung: du gibst die Bike-Seriennummer an, weil der Code fahrzeuggebunden ist. Die Seriennummer findest du in der Ninebot-App unter Bike-Info oder am Rahmen unter dem Trittbrett. Der Verkäufer generiert dann einen passenden Code, der nur auf dein konkretes Bike funktioniert.
Die Lieferzeit ist meist sehr kurz, oft per E-Mail innerhalb weniger Minuten oder Stunden. Im Shop-Bereich prüfst du die Preise direkt, weil sie je nach Modell und Anbieter variieren. Bei vertrauenswürdigen Anbietern bekommst du auch Support-Leistungen mit dazu, was bei Aktivierungs-Problemen hilfreich ist. Günstige No-Name-Anbieter haben oft schlechteren Support, was im Problemfall ärgerlich wird.
Beim Empfang des Codes solltest du ihn sicher aufbewahren. Eine Kopie in einem Cloud-Speicher und eine zweite an einem anderen Ort. Wer den Code verliert, kann das Bike nach Werkseinstellungs-Reset nicht erneut aktivieren, ohne neuen Code zu kaufen. Diese kleine Vorsicht spart spätere Ärger. Mehr Linie zum Tuning-Verständnis in Was passiert beim Tuning technisch.
Vor der Aktivierung lohnt sich ein letzter Check der Bestelldaten. Ist die Seriennummer richtig übermittelt? Stimmt das Bike-Modell überein? Ist der Code für die Firmware-Version geeignet? Ein kurzer Vergleich mit der Bestellbestätigung dauert 2 Minuten und verhindert Aktivierungs-Fehler. Bei Diskrepanzen sofort den Verkäufer kontaktieren, bevor du die Aktivierung versuchst.
Aktivierung per WebApp Schritt für Schritt
Die WebApp-Methode funktioniert am Computer. Du öffnest die Aktivierungs-WebApp im Browser, gibst deinen Code ein und folgst der Anleitung. Die WebApp verbindet sich per Web-Bluetooth mit deinem Bike, sobald du auf ‚Verbinden‘ klickst. Dein Bike muss eingeschaltet und in Reichweite sein (max. 5 Meter, am besten 1-2 Meter). Die Verbindung dauert 10 bis 30 Sekunden.
Nach erfolgreicher Verbindung zeigt die WebApp die Bike-Daten an: Modell, Seriennummer, aktuelle Firmware-Version. Prüfe die Daten kurz und bestätige, dass alles passt. Dann startest du die Aktivierung durch Klick auf den entsprechenden Button. Der eigentliche Aktivierungs-Vorgang dauert 1 bis 3 Minuten. Während dieser Zeit darfst du das Bike nicht ausschalten und den Computer nicht verschieben.
Nach erfolgreicher Aktivierung zeigt die WebApp eine Bestätigung. Dein Bike ist jetzt freigeschaltet auf 45 km/h Maximalgeschwindigkeit. Du kannst die WebApp schließen und das Bike normal starten. Eine erste Probefahrt auf einem Privatgelände bestätigt den Erfolg. Bei Fehlern (Verbindung bricht ab, Code nicht akzeptiert) lohnt sich der Neustart von Computer und Bike und ein erneuter Versuch.
Praktisch bewahrst du die Aktivierungs-Bestätigung in einem Cloud-Speicher auf. Sie dokumentiert, dass die Aktivierung erfolgreich war. Bei späteren Fragen oder Reklamationen ist diese Doku wertvoll. Wer ohne Doku arbeitet, hat es im Streitfall mit dem Verkäufer schwerer. Diese Routine ist Standard für alle Software-Aktivierungen, nicht nur für Bikes.
Aktivierung per Bluetooth und Bluefy
Bei iOS-Geräten brauchst du Bluefy-Browser, weil Safari Web-Bluetooth nicht unterstützt. Bluefy ist eine kostenlose App im App Store, die einen Browser mit Web-Bluetooth-Funktion bietet. Du installierst Bluefy, öffnest die Aktivierungs-WebApp im Bluefy-Browser und folgst der gleichen Anleitung wie beim Computer. Die Bedienung ist identisch.
Bei Android funktioniert Chrome direkt ohne Zusatz-App. Du öffnest Chrome, gehst zur Aktivierungs-WebApp und folgst den Schritten. Prüfe vorher, dass Bluetooth im Smartphone aktiviert ist und Standort-Berechtigung (die manchmal nötig ist, weil Bluetooth-Scanning das verlangt). Bei Verbindungs-Problemen WLAN und Bluetooth kurz aus- und wieder einschalten.
Smartphone-Aktivierung ist praktisch unterwegs, aber bei Verbindungs-Problemen etwas frustrierender als am Computer. Wenn du erstmals tunst, lohnt sich die Computer-Methode. Bei späteren Rücksetzungen oder Re-Aktivierungen ist Smartphone oft praktischer, weil du nicht zum Computer gehen musst. Wer beide Wege kennt, ist flexibel. Mehr Linie zum Tuning-Sicherheit in Welche Lösung ist am sichersten.
Bei der Bluetooth-Aktivierung musst du dein Bike physisch vor dir haben. Es muss eingeschaltet sein, der Bildschirm muss aktiv sein, und es muss in unmittelbarer Nähe (max. 2 Meter) zum Smartphone sein. Bei zu großer Entfernung bricht die Bluetooth-Verbindung ab. Auch Hindernisse wie Wände können Störungen verursachen. Eine ruhige, offene Umgebung ist ideal für die Aktivierung.
Erfolgskontrolle nach der Aktivierung
Nach der Aktivierung lohnt sich eine erste Probefahrt auf einem übersichtlichen Privatgelände. Du startest vorsichtig, prüfst die Beschleunigung und steigerst die Geschwindigkeit langsam. Bei korrekt aktiviertem Bike kommst du jetzt auf 35 bis 45 km/h, je nach Akku-Stand und Fahrer-Gewicht. Wer einen GPS-Tacho oder eine Bike-App nutzt, kann die echte Geschwindigkeit verifizieren.
Die Beschleunigung ist spürbar stärker als im Originalzustand. Aus dem Stand kommst du sportlicher in Fahrt, an Steigungen hast du mehr Drehmoment, beim Anfahren an einer Kreuzung (auf Privatgelände) geht es schneller. Diese Effekte sind klar messbar und deutlich erlebbar. Wenn du sie nicht spürst, ist etwas mit der Aktivierung schiefgegangen. In diesem Fall lohnt sich Kontakt zum Verkäufer.
Auch das Display sollte den geänderten Status anzeigen. Manche Bikes zeigen den neuen Modus mit einem Symbol oder einer Anzeige. Wenn du dir unsicher bist, ob die Aktivierung erfolgreich war, schaue in der Ninebot-App. Sie zeigt die aktuellen Bike-Einstellungen und kann die Werks-Versus-Getuntem-Modus oft anzeigen. Bei Unklarheiten ist der Verkäufer-Support die erste Anlaufstelle.
Bei Sicherheits-Aspekten lohnt sich die Investition in Helm, Knie- und Ellenbogen-Schoner für Privatgelände-Sessions. Bei 45 km/h sind Stürze deutlich gefährlicher als bei 20 km/h. Auch eine kontrollierte Probe-Routine ist wichtig: erste Fahrten mit reduziertem Tempo, langsame Steigerung. Wer das volle Potenzial sofort ausnutzt, riskiert Stürze in unbekannten Fahrcharakteristiken. Mehr Linie zu Performance-Themen in Mehr Leistung beim E-Scooter.
Rückbau auf Werkseinstellungen
Wer das Bike später verkaufen oder Garantie-Ansprüche geltend machen will, sollte den Originalzustand wiederherstellen. Die Rückbau-Methode ist meist die gleiche WebApp, mit einem entsprechenden Reset-Button. Du verbindest dich wie bei der Aktivierung und führst dann die Rücksetzung durch. Der Vorgang dauert wieder 1 bis 3 Minuten.
Nach erfolgreicher Rücksetzung ist das Bike wieder im Werkszustand mit 20 km/h Maximalgeschwindigkeit. Die Aktivierungs-Daten werden im BMS gelöscht, der Bike-Status ist wie ab Werk. Diese Rücksetzung ist wichtig vor dem Verkauf, weil sie dem Käufer einen sauberen Originalzustand bietet. Auch für Garantie-Ansprüche ist der Originalzustand oft Voraussetzung.
Allerdings: Bestimmte Aktivierungs-Spuren bleiben rein technisch im BMS gespeichert. Eine forensische Prüfung könnte das nachweisen. Für normale Garantie-Ansprüche reicht der Rückbau aber meistens. Wer sich sicher sein will, sollte vor wichtigen Werkstatt-Terminen den Rückbau machen und das Bike im Originalzustand übergeben. Der Mechaniker sieht dann nur die Werks-Einstellungen.
Bei Re-Aktivierung nach Rückbau brauchst du den Original-Code wieder. Wenn du ihn aufbewahrt hast, funktioniert die Re-Aktivierung sofort. Wer den Code verloren hat, muss einen neuen kaufen. Diese Erkenntnis macht klar, warum die Code-Aufbewahrung so wichtig ist. Eine kleine Disziplin mit großer praktischer Wirkung.
Garantie, Versicherung und Sicherheit
Die Garantie geht mit dem Tuning meist weg. Ninebot schließt Tuning-Eingriffe explizit aus den Garantie-Bedingungen aus. Wer einen Defekt hat und Garantie-Anspruch geltend machen will, muss vorher den Originalzustand wiederherstellen. Bei modellfremder Defekten (z.B. einem klassischen Akku-Defekt nach 2 Jahren) ist das oft trotzdem schwierig, weil der Hersteller den Tuning-Eingriff im BMS-Log sieht.
Die Versicherung ist ein weiteres Thema. Auf öffentlichen Straßen ist das getunte Bike nicht zugelassen. Bei einem Unfall mit Personenschäden auf öffentlicher Straße haftest du persönlich in unbegrenzter Höhe, weil der Versicherungsschutz erlischt. Diese Konstellation kann existenziell werden. Auf Privatgelände ist das anders, aber auch dort solltest du dich versicherungstechnisch informieren.
Sicherheits-technisch ist 45 km/h auf einem E-Scooter eine deutlich höhere Belastung als die normalen 20 km/h. Bremsen, Reifen, Federung und Rahmen sind für diese Geschwindigkeiten ausgelegt, aber an der oberen Grenze. Helm ist Pflicht, gute Schutzkleidung sehr empfehlenswert. Bei Stürzen bei 40+ km/h sind die Verletzungen deutlich schwerer als bei langsamerer Fahrt.
Für Anfänger im Tuning ist eine vorsichtige Probe-Routine wichtig. Erste Fahrten mit reduziertem Tempo, langsame Steigerung, immer auf übersichtlichem Privatgelände. Vermeide steile Berg-Abfahrten, Bord-Steine und Unebenheiten in den ersten Fahrten. Wer das Bike kennt, kann später anspruchsvollere Strecken fahren. Aber die Lernkurve sollte nicht zu steil sein. Mehr Linie zu Risiken in Gefahr billiger Tuning-Lösungen.
Häufige Fehler beim Ninebot G3D Tuning
Der häufigste Fehler ist die falsche Seriennummer bei der Bestellung. Wer die Nummer ungenau abliest oder einen Zahlendreher hat, bekommt einen Code, der nicht funktioniert. Eine sorgfältige Abschrift, am besten als Foto, verhindert diesen Fehler. Bei Unsicherheit zweimal abgleichen. Der Code-Verkäufer kann meist nicht ändern, wenn der Code einmal generiert wurde.
Ein zweiter Fehler ist das Aktivieren bei zu niedrigem Akku-Stand. Unter 30 Prozent kann der Vorgang unvollständig sein, was zu Funktions-Störungen führt. Eine kurze Lade-Pause vor der Aktivierung verhindert das. Auch Aktivierungs-Versuche während des Ladens können Störungen verursachen. Lade-Vorgang abbrechen, Bike vom Stromkabel trennen, dann aktivieren.
Bei Bluetooth-Verbindungen ist die nächste typische Fehlerquelle eine instabile Verbindung. Das Bike ist zu weit weg, andere Bluetooth-Geräte stören, oder das Smartphone ist unter Akku-Stress. Eine ruhige Umgebung mit Bike direkt vor dem Computer/Smartphone löst die meisten Verbindungs-Probleme. Bei wiederholten Abbrüchen lieber den Computer-Weg wählen, der stabiler ist.
Ein letzter häufiger Fehler ist mangelnde Doku. Wer Code, Aktivierungs-Bestätigung und Bike-Daten nicht aufbewahrt, hat im Problemfall keine Belege. Eine kleine digitale Sammlung im Cloud-Speicher reicht. Bei Reklamationen oder Rücksetzungen ist diese Doku gold wert. Wer das ignoriert, kann bei Problemen schwer Unterstützung bekommen.
Modellgrenzen: Was G3D wirklich kann
Mehr Linie zum Akku-Verhalten in Akku laden und lagern.
Der Ninebot G3D ist auf 45 km/h ausgelegt – mehr ist hardware-technisch nicht möglich. Wer 50 km/h oder mehr will, muss zum größeren Modell GT3 oder GT3 Pro greifen. Innerhalb der G3-Serie gibt es noch G3, G3E und G3 Max, die alle auf 45 km/h freigeschaltet werden können. Die Unterschiede liegen bei Akku-Kapazität, Federung und Ausstattungsdetails, nicht bei der Maximalgeschwindigkeit.
Bei der Reichweite hilft die Tuning-Aktivierung nicht direkt. Im Gegenteil: bei höherer Geschwindigkeit verbrauchst du mehr Strom, die Reichweite sinkt entsprechend. Wer 45 km/h dauerhaft fährt, hat etwa 30 bis 40 Prozent weniger Reichweite als bei 20 km/h. Wer das weiß, kalkuliert seine Touren entsprechend.
Auch andere Bike-Parameter bleiben unberührt. Bremsen, Beleuchtung, Federung, Reifen – alles ist wie ab Werk. Die Aktivierung ändert nur die Software-Drosselung der Maximalgeschwindigkeit und Beschleunigung. Wer mehr Komfort oder Reichweite will, braucht andere Maßnahmen: bessere Federung, größerer Akku, sportlichere Reifen.
Bei der Bremsleistung lohnt sich besondere Aufmerksamkeit. Die Werks-Bremsen sind für 20 km/h dimensioniert, funktionieren aber meist auch bei 45 km/h. Allerdings ist der Bremsweg deutlich länger und die Brems-Belastung höher. Wer regelmäßig bei Tempo-Maximum fährt, sollte die Bremsen oft prüfen und Beläge früher tauschen. Mehr Linie zur Brems-Pflege in Kleines Problem oder Defekt.
Quick-Zusammenfassung
Ninebot G3D Tuning erlaubt die Freischaltung von 45 km/h Maximalgeschwindigkeit, ausschließlich für Privatgelände und nicht öffentliche Bereiche. Die Aktivierung erfolgt per Lizenz-Code über WebApp am Computer oder Bluetooth-Browser am Smartphone (Bluefy auf iOS). Der Vorgang dauert 15 bis 30 Minuten und ist reversibel.
Voraussetzungen: echtes Ninebot G3D mit aktueller Firmware, Bike-Akku mindestens 30 Prozent geladen, stabile Internet-Verbindung, kompatibler Browser (Chrome, Edge, Firefox am Computer; Bluefy auf iOS; Chrome auf Android). Der Lizenz-Code wird mit der Bike-Seriennummer bestellt und ist fahrzeuggebunden. Rückbau auf Werkseinstellungen ist jederzeit möglich.
Garantie fällt mit dem Tuning meist weg, Versicherung auf öffentlichen Straßen erlischt. Bei Unfällen mit Personenschäden drohen unbegrenzte Haftung und strafrechtliche Konsequenzen, wenn das Bike auf öffentlicher Straße getuntet gefahren wird. Auf Privatgelände gilt das nicht, aber Helm und Schutzkleidung sind bei 45 km/h dringend empfohlen. Reichweite reduziert sich um 30-40 Prozent bei dauerhafter Tempo-Maximum-Fahrt. Stand Mai 2026, keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit fachliche Beratung.

Im Markenradar weiterlesen:
- Ninebot E-Scooter mit ABE und D-Versionen
- Performance-E-Scooter und Privatgelände
- E-Scooter-Marken und Straßenzulassung
FAQ – Ninebot G3D Tuning
Darf ich mein getuntes Ninebot G3D auf der Straße fahren?
Nein. Tuning ist ausschließlich für Privatgelände gedacht. Im öffentlichen Straßenverkehr erlischt die Betriebserlaubnis und der Versicherungsschutz.
Was kostet ein Lizenz-Code für den G3D?
Im Shop prüfen, weil Preise variieren. Wichtig: Code ist fahrzeuggebunden und nicht übertragbar. Bei Verlust neuen Code kaufen.
Wie lange dauert die Aktivierung?
15 bis 30 Minuten je nach Erfahrung. Erste Aktivierung am Computer einfacher, spätere Rücksetzungen oder Re-Aktivierungen oft am Smartphone.
Was passiert mit der Garantie?
Fällt meist weg. Wer Garantie-Anspruch geltend machen will, sollte vorher Originalzustand wiederherstellen. Auch dann kann Tuning-Spur im BMS-Log gefunden werden.
Wie schnell fährt der G3D nach dem Tuning?
Bis zu 45 km/h, je nach Akku-Stand und Fahrer-Gewicht. Beschleunigung spürbar stärker als im Werks-Zustand. Reichweite reduziert sich entsprechend.
Brauche ich Bluefy auf dem iPhone?
Ja, weil Safari Web-Bluetooth nicht unterstützt. Bluefy ist eine kostenlose App im App Store. Auf Android funktioniert Chrome direkt.
Kann ich den Tuning-Code wieder zurückbauen?
Ja, Rückbau auf Werkseinstellungen ist jederzeit per WebApp möglich. Re-Aktivierung später braucht wieder den Original-Code, also gut aufbewahren.
Redaktion tuning-lizenz.de
Unabhängiger Informationsblog der WebTrades GmbH. Letztes Update Mai 2026. Tuning-Produkte für E-Scooter und E-Bikes ausschließlich für eigene Fahrzeuge auf Privatgelände, Testflächen und nicht öffentlichen Bereichen: roll-werk.com.
Helme, Schlösser, Reflektoren und Pflege
Sichere Ausrüstung und Zubehör im Shop von roll-werk.com — Preise und Verfügbarkeit immer dort prüfen.
Zum Shop → roll-werk.com