E-Scooter startet nicht

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E-Scooter startet nicht nach dem Laden – woran es liegt

📅 April 2026    🕐 13 Min. Lesezeit

Dein E-Scooter startet nicht, obwohl du ihn geladen hast. Das ist der Moment, in dem viele Nutzer denken: Der Akku muss kaputt sein. Aber das stimmt in vielen Fällen nicht. „Am Strom gehangen“ bedeutet nicht automatisch, dass der Akku wirklich ausreichend geladen wurde – und manchmal ist ein kurzer Ladeversuch nicht genug, um einen tief entladenen Akku aus dem Schlafmodus zu holen.

Es gibt drei Hauptursachen, wenn ein E-Scooter nicht startet obwohl er geladen wurde: Das Laden war zu kurz oder unwirksam. Der Akku steckt im Sleep-Mode oder ist tiefentladen. Oder es liegt ein Kommunikations- oder Startfehler im System vor. Dieser Artikel führt dich sauber durch alle drei – vom einfachsten Fall bis zum Servicefall, in der Reihenfolge die wirklich hilft. Den gesamten Überblick aller Fehlerbilder findest du im Diagnose-Hub: E-Scooter Probleme.

E-Scooter startet nicht nach dem Laden – was das von einem normalen Ladefehler unterscheidet

Ein normaler Ladefehler bedeutet: der Scooter lädt gar nicht erst. Das Ladegerät reagiert nicht, keine LED, kein Ladevorgang. Das ist ein eigenes Thema – mehr dazu im Artikel E-Scooter lädt nicht. Und wenn dein Scooter nach dem Laden zwar angeht, aber dann nicht fährt, ist das wiederum ein anderes Fehlerbild – mehr dazu im Artikel E-Scooter geht an aber fährt nicht.

Wenn ein E-Scooter nicht startet obwohl er geladen wurde, ist die Situation anders. Das Ladegerät hat reagiert, der Ladevorgang schien zu laufen – aber danach reagiert der Scooter trotzdem nicht auf den Einschaltknopf. Das ist ein anderes Fehlerbild. Es bedeutet: Entweder war der Ladevorgang nicht ausreichend wirksam, der Akku steckt in einem Schutzmodus, oder es liegt ein Fehler jenseits des Akkus vor.

Warum „am Strom hängen“ nicht gleichbedeutend mit „geladen“ ist

Viele Nutzer stecken den Scooter kurz ans Ladegerät und erwarten danach einen Neustart. Das greift zu kurz. Besonders bei sehr niedrigem Akkustand oder nach langer Standzeit braucht der Akku viel mehr Zeit, bevor er genug Kapazität hat, um den Startvorgang zu unterstützen. Xiaomi empfiehlt in seiner Support-Dokumentation bei Scootern, die sich nicht einschalten lassen, als ersten Schritt: mindestens 30 Minuten laden, bevor erneut gestartet wird. Das klingt simpel – und ist trotzdem in vielen Fällen die Lösung.

E-Scooter startet nicht: Die häufigsten Ursachen nach dem Laden

Wenn ein E-Scooter nach dem Laden nicht startet, liegen fast immer eine dieser vier Ursachen vor. Sie sind hier nach Wahrscheinlichkeit geordnet – fang oben an.

Zu kurz oder unwirksam geladen

Der häufigste Grund. Der Akku war so leer, dass 10 oder 15 Minuten Laden nicht gereicht haben. Das BMS braucht eine gewisse Mindestspannung, bevor es den Startvorgang freigibt. Wenn der E-Scooter nicht startet, obwohl das Ladegerät kurz angesteckt war, ist das der erste Verdächtige.

Akku im Sleep-Mode

Nach längerer Nichtnutzung oder sehr tiefer Entladung schalten manche Akkus in einen Schutzmodus – den sogenannten Sleep-Mode. In diesem Zustand reagiert der Scooter weder auf den Einschaltknopf noch auf einen normalen Ladeversuch. Das System ist nicht defekt – es schützt sich. NIU beschreibt in seiner Dokumentation, dass das BMS nach mehr als zwei Monaten ohne Laden in einen Sleep State geraten kann.

Tiefentladung nach Standzeit

Wenn die Akkuspannung unter einen kritischen Schwellenwert – je nach Modell etwa 2,5 Volt pro Zelle – gefallen ist, erkennt das Ladegerät den Akku nicht mehr als ladbar. Ein tiefentladener Akku kann vom Schutzsystem so weit blockiert werden, dass der Roller zunächst gar nicht mehr startet oder lädt – besonders auffällig nach längerer Standzeit. Mehr zur Standzeit im Artikel E-Scooter Probleme nach Standzeit.

Dashboard- oder Batterie-Kommunikationsfehler

Wenn Akku und Controller nicht sauber miteinander kommunizieren, kann der E-Scooter nicht starten – selbst wenn der Akku ausreichend geladen ist. Segway nennt in seinen Self-Test-Unterlagen Battery Communication Error und abnormale Batteriezustände als konkrete Ursachen für Startprobleme nach dem Laden. Wer nach einem Update Startprobleme hat, findet im Artikel E-Scooter Update Problem weitere Hinweise. Wenn der Scooter zusätzlich instabil oder unsicher reagiert, hilft E-Scooter instabil bei der Einordnung.

Warum kurzes Laden oft nicht reicht, wenn der E-Scooter nicht startet

Das ist einer der häufigsten Fehler. Der Scooter startet nicht, du steckst ihn kurz ans Ladegerät, versuchst es nach 5 Minuten wieder – und er reagiert immer noch nicht. Das liegt nicht daran, dass das Laden gescheitert ist. Es liegt daran, dass 5 Minuten nicht reichen.

30 Minuten als realistischer Erstschritt

Xiaomi nennt in seiner Support-Dokumentation für Scooter, die sich nach niedrigem Akkustand nicht einschalten lassen, explizit: vor dem erneuten Startversuch mindestens 30 Minuten laden. Das ist der Mindestwert für einen Akku, der noch im normalen Entladebereich liegt. Bei sehr tief entladenem Akku kann es deutlich länger dauern.

Sehr niedriger Akkustand und Schutzlogik

Je tiefer der Akku entladen ist, desto länger braucht das BMS, um genug Kapazität aufzubauen, dass es den Startvorgang freigibt. Wenn die Batterie durch Tiefentladung in den Schlafmodus gegangen ist, kann ein langsames Laden sie wieder aktivieren – aber das braucht Zeit. Manchmal auch mehrere Stunden. Wer nach 10 Minuten aufgibt und den Scooter für defekt hält, hat die einfachste Lösung übersprungen.

Xiaomi Sleep-Mode bei niedrigem Akkustand

Xiaomi beschreibt zusätzlich, dass ein Scooter bei niedrigem Akkustand und längerer Nichtnutzung in einen Sleep-Mode wechseln kann. In diesem Modus startet der E-Scooter nicht, obwohl das Gerät noch funktioniert. Der Ausweg: Ladegerät anschließen, mindestens 30–60 Minuten warten, dann erneut versuchen. Das ist in vielen Fällen ausreichend. Wichtig dabei: Nicht nach 5 Minuten aufgeben und den Scooter für defekt erklären. Der Sleep-Mode ist eine Schutzfunktion, kein Fehler. Das System braucht Zeit, um wieder in den Normalbetrieb zurückzukehren – und die sollte man ihm geben.

Sleep-Mode und Tiefentladung richtig verstehen

Zwei Begriffe, die oft durcheinandergebracht werden – obwohl sie Unterschiedliches bedeuten und unterschiedliche Konsequenzen haben.

Was Sleep-Mode beim E-Scooter ist

Sleep-Mode ist ein aktiver Schutzzustand des BMS. Das System entscheidet: Der Akkustand ist so niedrig oder die Standzeit so lang, dass ein normaler Betrieb nicht sicher ist. Es schaltet aktiv ab. Der Akku ist dabei nicht kaputt – er ist in Schutzlogik. NIU dokumentiert, dass dieser Zustand nach mehr als zwei Monaten ohne Laden eintreten kann. Der Unterschied zum Defekt: Meistens kommt der Scooter nach ausreichend langem Laden wieder aus dem Sleep-Mode heraus. Wie lange das dauert, hängt vom Modell und der Tiefe der Entladung ab. Manche Akkus reaktivieren sich nach 30 Minuten, andere brauchen mehrere Stunden. Wer nach einer kurzen Wartezeit aufgibt, hat das Problem oft noch nicht wirklich gelöst.

Unterschied zwischen leerem, gealtertem und tiefentladenem Akku

Das ist eine wichtige Unterscheidung, die viele nicht kennen. Ein leerer Akku lässt sich im Normalfall wieder laden. Ein gealterter Akku nimmt noch Ladung an, verliert aber Kapazität und Spannung unter Belastung schneller als früher. Ein tiefentladener Akku dagegen kann vom Schutzsystem so weit blockiert werden, dass der Roller zunächst gar nicht mehr startet oder lädt. Das ist keine Abstufung von schlimm zu schlimmer – es sind drei verschiedene Zustände mit verschiedenen Lösungen. Wenn dein E-Scooter nicht startet, ist die erste Frage: Welcher dieser drei Zustände ist wahrscheinlich?

Wann Service nötig werden kann

Wenn der Akku nach mehreren Stunden Laden immer noch keine Reaktion zeigt, ist eine echte Tiefentladung wahrscheinlich. Wenn ein Akku unter 2,5 Volt pro Zelle fällt, beginnt die Kupferfolie, die den Minuspol bildet, sich aufzulösen. In diesem Stadium ist ein Fachbetrieb nötig. Eigenversuche an tiefentladenen Akkus sind gefährlich. Mehr zur Einordnung im Ratgeber E-Scooter Defekt erkennen.

Wenn der E-Scooter nicht startet, obwohl der Akku geladen ist

Hier wird es komplexer. Der Akku hat ausreichend Kapazität. Das Ladegerät hat korrekt geladen. Und trotzdem startet der E-Scooter nicht. Dann liegt das Problem in der Kommunikation zwischen den Systemen – nicht im Ladevorgang selbst.

Dashboard-Kommunikationsfehler

Wenn das Dashboard nicht korrekt mit dem Controller kommuniziert, kann der Startbefehl nicht sauber übertragen werden. Segway nennt in seinen Selbsttest-Unterlagen Dashboard-Kommunikationsfehler als konkrete Ursache für Startprobleme – auch nach einem Ladevorgang. Das System hat Strom, die Anzeige reagiert möglicherweise sogar – aber der Antrieb kommt nicht frei.

Battery Communication Error

Ein Battery Communication Error bedeutet: Akku und Controller sprechen nicht sauber miteinander. Das kann dazu führen, dass der E-Scooter nicht startet, obwohl der Akku physisch geladen ist. Segway listet diesen Fehlertyp in seinen Self-Test-Dokumenten als bekannte Fehlerquelle. In manchen Fällen hilft ein Neustart – Scooter aus, 30 Sekunden warten, erneut einschalten. Wenn der Fehler bleibt, ist ein Fachbetrieb nötig.

Abnormale Batteriezustände

Segway beschreibt darüber hinaus den Zustand „abnormal battery conditions“ – ein Sammelbegriff für interne Batteriezustände, die außerhalb der Toleranz liegen. Das kann ein unbalanciertes Zellenbild, ein Temperaturproblem oder ein BMS-Kommunikationsfehler sein. Wenn das BMS einen Fehler registriert, wird der Startvorgang blockiert, um den Akku zu schützen. Der E-Scooter startet nicht – obwohl er geladen wirkt. Das ist ein klarer Servicefall.

Temperatur als unterschätzter Faktor

Neben Tiefentladung und Sleep-Mode gibt es einen weiteren Grund, warum ein E-Scooter nach dem Laden nicht startet, der selten diskutiert wird: Temperatur. Lithium-Akkus haben enge Toleranzfenster für Laden und Entladen. Wenn der Scooter in einer sehr kalten Umgebung geladen wurde – unter 5 °C – kann das BMS den Ladevorgang zwar zulassen, aber die Kapazität ist deutlich geringer als erwartet. Das Ergebnis: Der Ladevorgang schien abgeschlossen, aber der Akku hat nicht die Kapazität, die das Display anzeigt.

Kälte und zu niedrige Ladekapazität

Bei Temperaturen unter 0 °C kann die nutzbare Kapazität eines Lithium-Akkus um bis zu 30 % sinken. Wer den Scooter nachts in einem unbeheizten Keller oder einer kalten Garage geladen hat und morgens feststellt, dass der E-Scooter nicht startet, sollte das Gerät erst auf Raumtemperatur bringen. 15–20 °C sind ideal. Dann erst erneut laden und starten. In vielen Fällen hilft das sofort. Geduld ist hier wichtiger als weitere Probierversuche – ein kalter Akku braucht einfach Zeit.

Hitze als Schutzauslöser

Auch zu hohe Temperaturen können das BMS dazu bringen, den Startvorgang zu blockieren. Wenn der Scooter im Sommer direkt aus der prallen Sonne ans Ladegerät gesteckt wird, kann die Akkutemperatur so hoch sein, dass das System aktiv schützt. In diesem Fall hilft: Scooter im Schatten abkühlen lassen, dann erneut versuchen. Das gleiche gilt nach einer langen intensiven Fahrt im Hochsommer. Wenn der E-Scooter nicht startet obwohl er gerade geladen wurde und es sehr warm ist: 15–20 Minuten warten. Mehr ist oft nicht nötig.

Temperaturprobleme erkennen und vom Defekt trennen

Wie erkennst du ein Temperaturproblem? Das Muster ist meist saisonal oder situationsabhängig. Im Winter häufiger. Im Sommer nach langer Sonneneinstrahlung. Der Scooter wirkt normal – kein Error-Code, keine Beschädigung – aber der E-Scooter startet nicht. Nach dem Aufwärmen auf Raumtemperatur funktioniert es wieder. Das ist keine Fehlfunktion, das ist Physik. Wenn das Problem dagegen wetterunabhängig und regelmäßig auftritt, ist ein strukturelles Problem wahrscheinlicher. Mehr zur Abgrenzung von Fahrproblemen und Systemfehlern im Artikel E-Scooter Fahrproblem.

Selbst-Check: Was du prüfen kannst, wenn dein E-Scooter nach dem Laden nicht startet

✅ Schritt für Schritt – E-Scooter startet nicht nach dem Laden

Von einfach nach komplex. Stopp, sobald du einen Treffer findest.

  1. Ladezeit prüfen. Wie lange war der Scooter am Ladegerät? Weniger als 30 Minuten? → Ladegerät erneut anstecken, mindestens 30–60 Minuten warten. Dann neuer Versuch.
  2. LED am Ladegerät beobachten. Zeigt sie Ladeaktivität? Springt sie sofort auf Grün? Wenn ja → Akku möglicherweise im Sleep-Mode oder tiefentladen. Länger laden.
  3. Ladeport sichtbar prüfen. Verschmutzung, Feuchtigkeit, Beschädigungen? Nur visuell – nicht mit Werkzeug öffnen.
  4. Neustart versuchen. Scooter aus, 30 Sekunden warten, erneut einschalten. Bei manchen Kommunikationsfehlern reicht das.
  5. Standzeit prüfen. War der Scooter länger als 4–6 Wochen ohne Laden? → Tiefentladung oder Sleep-Mode wahrscheinlich. Mehrere Stunden laden, dann erneut versuchen.
  6. Display und Error-Codes prüfen. Zeigt das Display beim Einschalten etwas? Code notieren und im Hersteller-Manual nachschlagen.
  7. Alles ohne Treffer? Hersteller-Support oder Fachbetrieb. Nicht weiter selbst suchen.

Wenn dein E-Scooter nach dem Laden nicht startet und alle Punkte unauffällig sind: Das braucht ein Diagnosegerät.

Wenn der Scooter grundsätzlich nicht mehr angeht – auch nicht nach Laden – hilft der Artikel E-Scooter geht nicht mehr an. Wenn der Ladevorgang selbst abbricht, lies den Artikel E-Scooter Ladeabbruch. Wenn du außerdem Probleme nach langer Nichtnutzung hast, gibt E-Scooter Probleme nach Standzeit weitere Orientierung.

Wann du stoppen und Service nutzen solltest

Es gibt Situationen, in denen Weiterprobieren nichts bringt – und in denen es sogar riskant wird. Wenn dein E-Scooter nicht startet und du eines der folgenden Muster erkennst, ist der Fachbetrieb der nächste Schritt.

Wiederholtes Nichtstarten trotz ausreichend Laden

Wenn der E-Scooter nach dem Laden nicht startet, du mehrere Stunden gewartet hast, die Temperatur stimmt und es trotzdem keinen Erfolg gibt, ist Tiefentladung oder ein strukturelles Problem wahrscheinlich. Mehr Eigenversuche bringen nichts. Ein Fachbetrieb kann mit einem Diagnosegerät in kurzer Zeit klären, was ein Nutzer zu Hause nicht sehen kann. Das Gleiche gilt, wenn dein Scooter nach mehreren Ladezyklen immer seltener startet – das ist ein klares Muster, das auf Akkuverschleiß hindeutet.

Error-Codes oder ungewöhnliche Anzeigen

Wenn das Display beim Einschaltversuch einen Code oder ein Warnsymbol zeigt, ist das ein wertvoller Hinweis – kein Grund zur Panik. Code notieren, im Hersteller-Manual des Modells nachschlagen. Error-Codes sind modellspezifisch: Was bei Segway Code 21 bedeutet, gilt nicht für Xiaomi oder NIU. Nie raten – immer im offiziellen Handbuch nachschlagen oder beim Hersteller-Support anfragen.

Ungewöhnliche Wärme, Geruch oder sichtbare Schäden

Wenn der Akku sich ungewöhnlich warm anfühlt, es nach verbranntem Kunststoff oder Chemie riecht, oder sichtbare Verformungen am Akkugehäuse zu sehen sind: sofort aufhören. Ladegerät trennen, Scooter abstellen, Hersteller-Support kontaktieren. Das sind keine harmlosen Signale. Lithium-Akkus können bei Schäden eine Wärmereaktion auslösen – das ist ein Sicherheitsrisiko, kein technisches Detail. Ob das Problem als kleiner Fehler oder echter Defekt einzuordnen ist, erklärt der Ratgeber E-Scooter Defekt erkennen.

Nach einem Update oder Firmware-Wechsel

Wenn der E-Scooter nach einem Update nicht mehr startet – also das Problem unmittelbar nach einem Firmware-Wechsel aufgetaucht ist – ist das kein zufälliger Zusammenhang. Software-Updates können die BMS-Parameter verändern und in seltenen Fällen Kommunikationsprobleme auslösen. In diesem Fall: Hersteller-Support kontaktieren und das Update als mögliche Ursache benennen.

Fazit: E-Scooter startet nicht nach dem Laden – systematisch vorgehen

Wenn ein E-Scooter nicht startet obwohl er geladen wurde, ist in den meisten Fällen nicht der Akku kaputt. Die häufigste Ursache ist zu kurzes Laden. Die zweithäufigste ist ein Sleep-Mode oder eine Tiefentladung nach längerer Standzeit. Dann kommt Temperatur – oft unterschätzt, aber sehr häufig. Erst danach kommen echte Kommunikations- oder Systemfehler. Diese Reihenfolge zu kennen ist der entscheidende Unterschied zwischen einem unnötigen Servicetermin und einer Lösung in 30 Minuten zu Hause.

Die Lösung beginnt immer mit dem Einfachsten: Ladegerät anschließen, mindestens 30–60 Minuten warten, Temperatur prüfen, erneut versuchen. Wenn der E-Scooter trotzdem nicht startet – Standzeit prüfen, Error-Codes lesen, Fachbetrieb aufsuchen. Wer diese Reihenfolge einhält, spart sich in vielen Fällen einen unnötigen Servicetermin. Und wer wissen möchte, ab wann es kein kleines Problem mehr ist, findet im Ratgeber E-Scooter Defekt erkennen eine klare Entscheidungsgrundlage.

Wenn dein Scooter grundsätzlich nicht angeht – auch ohne vorherigen Ladeversuch – hilft der Artikel E-Scooter geht nicht mehr an. Wenn der Ladevorgang selbst abbricht, lies den Artikel E-Scooter Ladeabbruch. Grundlegende Ladeprobleme ohne vorherigen Startversuch behandelt E-Scooter lädt nicht. Und wenn du den Scooter nach langer Standzeit wieder in Betrieb nehmen möchtest, gibt der Artikel E-Scooter Probleme nach Standzeit konkrete Hinweise. Ob der Scooter nach einem Update plötzlich Probleme macht, behandelt E-Scooter Update Problem.

Alle weiteren Diagnose-Artikel findest du im Diagnose-Hub für E-Scooter Probleme.

FAQ – E-Scooter startet nicht nach dem Laden

Warum startet mein E-Scooter trotz Laden nicht?

Wenn dein E-Scooter nicht startet obwohl er geladen wurde, sind die häufigsten Ursachen: zu kurzes Laden (unter 30 Minuten), ein Akku im Sleep-Mode nach langer Standzeit, eine Tiefentladung oder ein Kommunikationsfehler zwischen Akku und Controller. Fang mit der einfachsten Lösung an: Ladegerät erneut anschließen, mindestens 30–60 Minuten warten, dann erneut versuchen.

Reicht kurzes Laden aus, wenn der E-Scooter nicht startet?

Nein – besonders bei niedrigem Akkustand oder nach langer Standzeit nicht. Xiaomi empfiehlt in seiner Support-Dokumentation mindestens 30 Minuten laden, bevor nach einem Startproblem erneut versucht wird. Bei Tiefentladung kann es sogar mehrere Stunden dauern, bis das BMS genug Kapazität hat, um den Startvorgang freizugeben.

Was ist ein Sleep-Mode beim E-Scooter?

Sleep-Mode ist ein aktiver Schutzzustand des BMS. Bei sehr niedrigem Akkustand oder nach langer Nichtnutzung schaltet das System aktiv ab, um den Akku zu schützen. NIU dokumentiert, dass dieser Zustand nach mehr als zwei Monaten ohne Laden eintreten kann. Der Akku ist dabei nicht defekt – er schützt sich. Lösung: Ladegerät anschließen und ausreichend lange warten.

Ist das schon Tiefentladung, wenn der E-Scooter nicht startet?

Nicht zwingend. Ein E-Scooter startet nicht auch dann, wenn der Akku einfach zu leer für den Startvorgang ist – das ist kein Tiefentladungs-Defekt, sondern ein normaler Zustand. Tiefentladung liegt vor, wenn die Spannung unter einen kritischen Schwellenwert gefallen ist und das BMS den Ladevorgang blockiert. Das passiert vor allem nach sehr langer Standzeit ohne Nachladen.

Wann ist ein Servicefall wahrscheinlicher?

Ein Servicefall ist wahrscheinlich, wenn: der E-Scooter nach mehreren Stunden Laden immer noch nicht startet; wenn ein Error-Code erscheint den du nicht einordnen kannst; wenn der Akku sich ungewöhnlich warm anfühlt oder riecht; oder wenn der Scooter einen Sturz hatte oder nass war. Mehr Eigenversuche helfen dann nicht weiter.

Was bedeutet Battery Communication Error beim E-Scooter?

Ein Battery Communication Error bedeutet, dass Akku und Controller nicht korrekt miteinander kommunizieren. Segway nennt diesen Fehler in seinen Selbsttest-Unterlagen als Ursache dafür, dass ein E-Scooter nicht startet – obwohl der Akku geladen ist. In manchen Fällen hilft ein Neustart. Wenn der Fehler bestehen bleibt, ist ein Fachbetrieb mit Diagnosegerät nötig.

Kann ein Reset helfen, wenn der E-Scooter nach dem Laden nicht startet?

In manchen Fällen ja. Wenn das BMS in einem Fehlerzustand hängt, kann ein einfacher Neustart – Scooter aus, 30 Sekunden warten, wieder einschalten – das Problem lösen. Manche Modelle haben zusätzlich einen Reset-Ablauf im Handbuch beschrieben. Wichtig: Nur den Reset durchführen, der im Handbuch des eigenen Modells steht. Eigenversuche an Akkuverbindungen oder internen Bauteilen sind keine sinnvolle Option.

Redaktion tuning-lizenz.de

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Hinweis: Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Fachberatung. Sleep-Mode-Verhalten und Fehlercodes sind modellabhängig – prüfe immer die Herstellerdokumentation deines Modells. Bei Verdacht auf Akkuschäden oder ungewöhnliche Wärmeentwicklung nicht weiter laden – Fachbetrieb aufsuchen. Stand: April 2026.

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