E-Scooter Tuning · Modellvergleich
SoFlow SO ONE PRIME vs. PRIME MAX im Vergleich
SO ONE PRIME vs. PRIME MAX: Beim Vergleich der beiden SoFlow-Modelle zeigt sich, wo
der Aufpreis der größeren Variante wirklich hingeht: bei Akku, Federung und Tragfähigkeit, nicht bei Bremsen
oder Reifen. Hier stehen die Herstellerwerte neben der Frage, was sie rechtlich tatsächlich bedeuten.
Kurz gesagt: Der SO ONE PRIME MAX hat mehr Akku, mehr Tragkraft und zusätzlich eine Hinterradfederung als
der SO ONE PRIME. Bremsen, Reifen und die genannte Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h sind bei beiden
identisch. Diese 22 km/h sind ein Shopwert, keine allgemeine Freigabe über die sonst geltende
20-km/h-Grenze hinaus. Ob ein Akkutausch zwischen den Modellen funktioniert, ist nicht belegt.
SO ONE PRIME vs. PRIME MAX: die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
Zwei E-Scooter aus derselben Baureihe, ein spürbarer Aufpreis für die größere Variante. Auf den ersten Blick sehen sich
der SO ONE PRIME und der SO ONE PRIME MAX ziemlich ähnlich. Beide stammen von der Schweizer Marke SoFlow,
beide tragen dieselbe Reifengröße, denselben Bremsenmix und dieselbe Höchstgeschwindigkeitsangabe. Der
Unterschied liegt woanders: im Akku, im Gewicht, in der Federung und in der Tragfähigkeit. Wer die SoFlow-Modellreihe
insgesamt noch nicht kennt, findet dort die Einordnung der Marke; hier geht es ausschließlich um den
direkten Vergleich SO ONE PRIME vs. PRIME MAX.
Dieser Beitrag vergleicht ausschließlich die Serienausstattung, wie sie SoFlow selbst angibt. Er ist kein
Tuning-Ratgeber und beschreibt keine Chips, Freischaltungen oder Softwareänderungen. Dafür fehlt für diese
beiden Modelle schlicht jeder Beleg. Was er leistet: eine saubere Gegenüberstellung der technischen Daten, eine
Einordnung der Herstellerangabe „22 km/h“ und eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob sich ein Akku zwischen
den beiden Geräten tauschen lässt.
| Merkmal | SO ONE PRIME | SO ONE PRIME MAX |
|---|---|---|
| Nennleistung | 350 W | 400 W |
| Spitzenleistung | 700 W | 800 W |
| Akkuenergie | 280,8 Wh | 374,4 Wh |
| Reichweite (Hersteller) | bis 35 km | bis 45 km |
| Gewicht | 20 kg | 21 kg |
| Traglast | 100 kg | 120 kg |
| Federung vorne/hinten | Doppelfederung / keine | Doppelfederung / Doppelfederung |
| Bremse vorne/hinten | Trommel / elektrisch | Trommel / elektrisch |
| Verriegelung | NFC + App | App |
| Max. Geschwindigkeit (Shopangabe) | 22 km/h | 22 km/h |
Nennleistung und Spitzenleistung: 350 zu 400, 700 zu 800 Watt
Beim Antrieb trennt die beiden Modelle ein vergleichsweise kleiner Schritt. Der SO ONE PRIME fährt mit einem
bürstenlosen Direktantrieb, der 350 Watt Nennleistung und bis zu 700 Watt Spitzenleistung liefert. Der PRIME MAX
setzt mit 400 Watt Nennleistung und 800 Watt Spitzenleistung einen Zahn höher an. Beide Hersteller-Datenblätter
nennen zusätzlich das Drehmoment: 24 Newtonmeter beim PRIME, 26 beim PRIME MAX. Ein Unterschied, der sich vor
allem an Steigungen bemerkbar macht, nicht in der Ebene.
Für die Steigfähigkeit geben beide Produktseiten denselben Wert an: 15 Prozent, umgerechnet 8,5 Grad. Das ist
bemerkenswert, weil man bei 50 Watt mehr Nennleistung eher einen Unterschied erwarten würde. Die Erklärung liegt
wahrscheinlich im identischen Reifen- und Bremssystem beider Modelle, das die Traktionsgrenze unabhängig vom
Motor setzt. Wer die technische Entwicklung bei E-Scootern insgesamt verfolgt, findet in der Technik-Übersicht zur
IFA 2026 weitere aktuelle Antriebslösungen zum Einordnen.
Wichtig für die Einordnung: Beide Nennleistungswerte, 350 und 400 Watt, liegen unter der 500-Watt-Grenze, die
die deutsche Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung für die allgemeine Betriebserlaubnis als Elektrokleinstfahrzeug
vorsieht. An dieser Stelle hakt also nicht die Leistung, sondern, wie weiter unten gezeigt wird, die
Geschwindigkeit.
Akku und Reichweite: 280,8 zu 374,4 Wattstunden
Der größte Einzelposten des Aufpreises steckt im Akku. Der SO ONE PRIME trägt eine 36-Volt-Batterie mit
7,8 Amperestunden, zusammen 280,8 Wattstunden. Der PRIME MAX kommt auf 10,4 Amperestunden bei derselben
Spannung, also 374,4 Wattstunden. Das ist ein Plus von knapp 94 Wattstunden, umgerechnet rund 33 Prozent mehr
Energie. Die Herstellerreichweite steigt im gleichen Verhältnis: 35 Kilometer beim PRIME, 45 beim PRIME MAX.
Beide Angaben sind Laborwerte des Herstellers, keine gemessenen Alltagswerte. Körpergewicht, Fahrbahn,
Temperatur und Fahrstil drücken jede Herstellerreichweite nach unten. Das gilt für SoFlow genauso wie für
jede andere Marke. Wer wissen will, wie Batteriezellen unter Belastung altern und warum ein größerer Akku nicht
automatisch mehr Sicherheitsabstand braucht, findet das Hintergrundwissen zu thermischen Risiken in Lithium-Akkus
unabhängig von der Markenwahl erklärt.
Die Ladezeit unterscheidet sich trotz des größeren Akkus kaum: Beide Produktseiten nennen 5 bis 6 Stunden.
Das deutet auf ein leistungsstärkeres Ladegerät beim PRIME MAX hin, wird von SoFlow aber nicht gesondert
ausgewiesen.
Gewicht und Tragfähigkeit: 20 zu 21 Kilogramm, 100 zu 120 Kilogramm
Ein Kilogramm mehr Eigengewicht, aber 20 Kilogramm mehr erlaubte Zuladung. Das ist eines der auffälligsten
Verhältnisse im ganzen Vergleich. Der SO ONE PRIME wiegt 20 Kilogramm und trägt bis zu 100 Kilogramm, der
PRIME MAX wiegt 21 Kilogramm und trägt bis zu 120 Kilogramm. Der zusätzliche Akku allein erklärt das zusätzliche
Kilogramm nicht vollständig; vermutlich tragen auch der verstärkte Rahmen für die Traglast und die zweite
Federeinheit zum Mehrgewicht bei.
Für die Praxis heißt das: Wer deutlich über 90 Kilogramm wiegt oder regelmäßig mit Rucksack, Tasche oder
zweiter Person kurz mitfährt, fährt beim PRIME MAX mit mehr Reserve. Bei 100 Kilogramm Traglast ist beim
SO ONE PRIME dagegen schon bei Körpergewicht plus Gepäck Schluss. Eine ausführlichere Checkliste, was beim
Kauf eines E-Scooters neben der reinen Tragfähigkeit noch zählt, steht im Kaufratgeber für E-Scooter.
Federung: der Unterschied, der sich im Alltag zeigt
Hier liegt die zweite große Differenz. Beide Modelle haben vorne eine Doppelfederung. Der SO ONE PRIME hat
hinten gar keine Federung, der PRIME MAX dagegen dieselbe Doppelfederung wie vorne. Auf glattem Asphalt macht
das kaum einen Unterschied. Auf Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten oder schlecht sanierten Radwegen schlägt die
fehlende Hinterradfederung beim PRIME direkt in den Rücken durch, während der PRIME MAX einen Teil davon
abfedert.
SoFlow selbst beschreibt das auf der PRIME-MAX-Seite ähnlich und nennt den Unterschied „spürbar mehr Komfort
als beim SO ONE PRIME“: eine Anbieterangabe, keine unabhängige Messung, aber mechanisch plausibel: Zwei
Federeinheiten statt einer reduzieren die Stoßbelastung auf beiden Achsen. Komfort gehört zu den Kriterien, die
beim Erstkauf häufig unterschätzt werden; eine Einordnung dazu liefert der Beitrag Fehlkauf beim E-Scooter vermeiden.
Bremsen und Reifen: identische Technik bei beiden Modellen
Bei Bremsen und Reifen gibt es keinen Unterschied. Beide Modelle bremsen vorne mechanisch über eine
Trommelbremse und hinten elektrisch, beide rollen auf 11 × 2,5 Zoll großen, schlauchlosen Reifen. Auch die
Schutzklasse ist identisch: IPX5 bei beiden Produktseiten. Das bedeutet Schutz gegen Strahlwasser aus jedem
Winkel, aber keine Freigabe für Untertauchen oder dauerhaften Starkregenbetrieb. Eine Unterscheidung, die
viele Käufer falsch verstehen und die ausführlich in der Einordnung zur IP-Schutzklasse bei
Regen erklärt wird.
Verschleißteile wie Bremsbeläge oder Reifen sind bei beiden Modellen baugleich, was die Ersatzteilsuche
später erleichtern sollte, vorausgesetzt, SoFlow führt sie tatsächlich im eigenen Ersatzteilprogramm. Generelle
Hinweise dazu, worauf es bei Service und Ersatzteilen bei E-Scootern ankommt, stehen im Beitrag Service und Ersatzteile beim
E-Scooter.
App, Ortung und Verriegelung: NFC nur beim SO ONE PRIME
Beide Modelle binden sich an dieselbe SoFlow-App, über die sich Fahrmodi einstellen, Statistiken abrufen und
Firmware-Updates einspielen lassen. Beide sind außerdem über Android Find Hub und Apple Find My auffindbar,
auch offline, eine Ortungsfunktion, die mit einer elektronischen Verriegelung nichts zu tun hat, aber oft in
einen Topf geworfen wird.
Bei der Verriegelung selbst gibt es tatsächlich einen Unterschied. Der SO ONE PRIME führt im Abschnitt „Smart
Cockpit“ ein eigenes Merkmal namens „NFC Lock/Unlock“. Beim PRIME MAX steht an derselben Stelle „APP Lock/Unlock“,
ohne NFC-Nennung. Beide Produktseiten beschreiben zusätzlich unter „Connectivity“ ein identisches „App Lock“:
den Scooter per Swipe in der SoFlow-App sperren und entsperren, ohne Schlüssel oder Passwort. Die naheliegende
Lesart: Der PRIME bietet zwei Wege zum Verriegeln, NFC-Chip und App, der PRIME MAX nur den App-Weg. Eine
ausdrückliche Aussage, dass der PRIME MAX hardwareseitig keinen NFC-Chip besitzt, macht SoFlow auf der
Produktseite nicht; belegt ist nur, dass NFC dort nicht beworben wird. Wer sich grundsätzlich fragt, wie viel
eine elektronische Verriegelung gegen Diebstahl tatsächlich bringt, findet eine realistische Einschätzung im
Beitrag E-Scooter gestohlen: was jetzt
zählt.
Lieferstand und Markteinführung: zwei neue Typen im selben Fenster
Beide Modelle werden auf den jeweiligen Produktseiten mit demselben Auslieferungsdatum beworben. SoFlow
führt beide gleichzeitig als neue Produktlinie unter der Marke SO ONE ein, nicht als Nachfolger eines
bestehenden Modells. Das ist insofern bemerkenswert, als Hersteller neue Scooter sonst meist gestaffelt
vorstellen. Hier kommen Basis- und Max-Variante im selben Zeitfenster.
Lieferdaten bei neuen E-Scooter-Modellen verschieben sich in der Praxis häufig, besonders wenn eine
Typgenehmigung oder eine Serienfertigung noch nicht abgeschlossen ist. Ein realistischer Umgang mit solchen
Terminankündigungen gehört zur Kaufentscheidung dazu; wie Marketingaussagen und tatsächliche Verfügbarkeit bei
E-Scootern häufig auseinanderlaufen, zeigt der Beitrag E-Scooter: Marketing gegen
Realität. Wer kurzfristig kaufen will, sollte den Liefertermin direkt beim Shop zum Kaufzeitpunkt erneut
prüfen, nicht die Angabe aus diesem Beitrag fortschreiben.
Genehmigte Fahrzeugausführungen: was die ABE-Zuordnung bedeuten soll
Auf keiner der beiden Produktseiten taucht im sichtbaren Inhalt eine Betriebserlaubnis-Nummer auf. Ein Abgleich mit einer Behördenliste ordnet dem SO ONE PRIME die Kennung P700 und dem PRIME MAX
die Kennung P701 zu. Diese Zuordnung ist in der
vorliegenden Prüfung nicht eigenständig am amtlichen KBA-Bestand nachvollzogen worden – eine
Einzeldatenabfrage im Typenschein-Register lässt sich nicht automatisch abrufen, sondern
erfordert eine manuelle Suche im Browser. Bis diese Nachprüfung vorliegt, gilt P700/P701 als unbestätigte
Angabe aus zweiter Hand, nicht als eigenständig geprüfte Tatsache dieses Beitrags.
Unabhängig vom konkreten Aktenzeichen lässt sich ein Punkt bereits jetzt sauber einordnen: Für ein
Elektrokleinstfahrzeug mit mehr als 20 Kilometern pro Stunde bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit kommt die
allgemeine Betriebserlaubnis nach der deutschen Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung nicht in Betracht. Diese
Verordnung setzt die Grenze ausdrücklich bei „nicht mehr als 20 km/h“. Ein Fahrzeug, das schneller zugelassen
werden soll, braucht deshalb eine andere Zulassungsgrundlage, etwa eine Einzelbetriebserlaubnis oder eine
EU-Kleinserien-Typgenehmigung mit entsprechenden Auflagen. Wie man die ABE-Nummer eines konkreten Modells selbst
nachschlägt, erklärt der Beitrag E-Scooter-Zulassung: ABE-Nummer finden und
Modelle prüfen Schritt für Schritt.
22 km/h auf der Herstellerseite: keine allgemeine Rechtsaussage
Beide Produktseiten nennen unter „Technische Daten“ dieselbe Zahl: 22 km/h als maximale Geschwindigkeit.
Diese Zahl verdient eine saubere Trennung, weil sie leicht missverstanden wird. Die 22 km/h sind ein
Herstellerwert für genau diese zwei Produkte in genau dieser Konfiguration. Sie sind keine allgemein
erlaubte bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit für E-Scooter in Deutschland, und sie sind erst recht kein
rechtlicher Spielraum, den man auf andere Modelle übertragen könnte.
Die allgemeine Grenze für die einfache, erlaubnisfreie Zulassung als Elektrokleinstfahrzeug liegt nach
deutschem Recht bei 20 Kilometern pro Stunde. Ein Fahrzeug, das mit 22 km/h beworben wird, liegt oberhalb dieser
Schwelle und braucht folglich eine eigene, über die allgemeine Regel hinausgehende Zulassungsgrundlage, damit es
auf öffentlichen Straßen fahren darf. Ob und mit welchen Auflagen genau diese 22 km/h durch eine gültige
Einzelbetriebserlaubnis oder Typgenehmigung gedeckt sind, lässt sich nur anhand des amtlichen
Zulassungsdokuments zum konkreten Fahrzeug feststellen. Dieses Dokument liegt für den vorliegenden Vergleich
nicht vor. Wer einen SO ONE PRIME oder PRIME MAX kauft und auf öffentlichen Straßen fahren möchte, sollte sich
deshalb vor dem Kauf die gültige ABE-Nummer und die zugehörige Auflage vom Händler vorlegen lassen, statt sich
auf die Shopangabe „22 km/h“ allein zu verlassen.
Diese Trennung ist kein Misstrauen gegenüber SoFlow als Hersteller. Sie folgt schlicht daraus, dass eine
Shop-Spezifikation und eine amtliche Zulassung zwei unterschiedliche Dinge sind, auch wenn sie am Ende
hoffentlich zueinander passen. Andere Marken mit eigener ABE, etwa Navee, zeigen in der Praxis, wie diese
beiden Ebenen zusammenspielen können. Ein Vergleich dazu steht im Beitrag Navee E-Scooter mit
ABE.
Akkutausch zwischen SO ONE PRIME und PRIME MAX: was belegt ist und was nicht
Beide Akkus laufen mit derselben Nennspannung von 36 Volt. Das weckt die naheliegende Frage, ob sich ein
PRIME-MAX-Akku in einen SO ONE PRIME einbauen lässt oder umgekehrt, zum Beispiel, um nachträglich mehr
Reichweite zu bekommen. Die Antwort an dieser Stelle ist unbequem, aber ehrlich: nicht nachgewiesen.
Gleiche Nennspannung bedeutet nicht automatisch gleiche Mechanik, gleiches Batteriemanagementsystem oder
gleiche Steuergeräte-Kommunikation. Ein Akku muss mechanisch in das Gehäuse passen, elektrisch zum
Ladecontroller kompatibel sein und vom Fahrzeugcontroller als gültig erkannt werden. Für keinen dieser drei
Punkte liegt zum Zeitpunkt dieses Beitrags ein Beleg vor: weder ein technisches Datenblatt, das Steckerbild und
BMS-Protokoll beider Akkus vergleicht, noch eine Herstellerfreigabe, noch ein öffentlich einsehbares
PRIME-Handbuch mit Ersatzteilnummern. Ein aktuell abrufbarer Downloadbereich mit markenübergreifenden Anleitungen
listet andere, ältere SO-ONE-Modelle, aber keine eindeutig als PRIME oder PRIME MAX
bezeichneten Unterlagen.
Wer vorhat, einen Akku zwischen den Modellen zu tauschen, sollte das vor dem Kauf direkt beim Hersteller
klären und sich nicht auf die gemeinsame Nennspannung verlassen. Dieser Beitrag behauptet weder, dass ein
Tausch funktioniert, noch, dass er ausgeschlossen ist. Beide Aussagen wären ohne Beleg unseriös.
SO ONE PRIME vs. PRIME MAX: für wen lohnt sich welches Modell
Wer vor allem eine kurze, flache Stadtstrecke fährt, selten Gepäck mitnimmt und beim Preis stärker auf den
Einstieg achtet, bekommt mit dem SO ONE PRIME einen vollwertigen E-Scooter mit 35 Kilometern Herstellerreichweite
und doppelter NFC- und App-Verriegelung. Wer dagegen regelmäßig längere Strecken fährt, mehr Gewicht
transportiert oder auf schlechteren Wegunterlagen unterwegs ist, bekommt beim PRIME MAX für den Aufpreis echten
Gegenwert: knapp ein Drittel mehr Akkuenergie, 20 Kilogramm mehr Traglast und eine zweite Federeinheit, die sich
im Rücken bemerkbar macht.
Im Marktumfeld steht SoFlow damit nicht allein. Auch andere Marken mit amtlich genehmigten E-Scootern, etwa
Xiaomi, bieten vergleichbare Leistungs- und Reichweitenstufen innerhalb derselben Modellfamilie an; eine
Einordnung dazu liefert der Beitrag Xiaomi E-Scooter mit
ABE. Der Vergleich SO ONE PRIME vs. PRIME MAX zeigt vor allem eines: Ein höherer Preis bei SoFlow bedeutet
hier keine kosmetische Modellpflege, sondern einen klar benennbaren technischen Gegenwert, und gleichzeitig
keine zusätzliche rechtliche Freiheit gegenüber dem Basismodell, denn beide tragen laut Herstellerangabe
dieselbe Höchstgeschwindigkeit und müssten dieselbe Zulassungshürde nehmen.
Bevor du dich für eines der beiden Modelle entscheidest, lohnt sich noch ein Blick auf die Punkte, die dieser
Vergleich bewusst offenlässt: die Kurzform ordnet nur den Einsatzrahmen ein. Sie ersetzt nicht die Prüfung der
konkreten Fahrzeug-, Zulassungs- und Versicherungssituation und ist keine Erlaubnis für einen bestimmten Ort
oder eine bestimmte Nutzung.
Merksatz: SO ONE PRIME vs. PRIME MAX heißt vor allem: mehr Akku, mehr Tragkraft, eine
zweite Federeinheit, nicht mehr Rechte im Straßenverkehr. Die Shopangabe „22 km/h“ ist ein Herstellerwert,
keine allgemeine Freigabe über die sonst geltende 20-km/h-Grenze. Ein Akkutausch zwischen den Modellen ist
nicht belegt. Tuning ausschließlich für eigene Fahrzeuge auf Privatgelände, Testflächen und nicht
öffentlichen Bereichen. Nicht für den öffentlichen Straßenverkehr. Privatgelände allein reicht nicht:
Entscheidend ist, dass der Bereich tatsächlich nichtöffentlich und – soweit die jeweilige Rechtsgrundlage
dies verlangt – wirksam eingefriedet oder für die Öffentlichkeit aufgrund einer Zugangsbeschränkung nicht
zugänglich ist.
Häufige Fragen
Was unterscheidet den SO ONE PRIME vom PRIME MAX am stärksten im Alltag?
Die Hinterradfederung und die Akkugröße. Der PRIME MAX federt hinten, der PRIME nicht, und sein Akku
trägt rund ein Drittel mehr Energie. Beide Punkte spürst du vor allem auf längeren oder holprigeren
Strecken, weniger auf der kurzen, glatten Pendelstrecke.
Kann ich den Akku des PRIME MAX im SO ONE PRIME verwenden?
Nicht nachgewiesen. Beide Akkus haben dieselbe Nennspannung von 36 Volt, aber das sagt nichts über
Steckermechanik, Batteriemanagementsystem oder die Erkennung durch den Fahrzeugcontroller aus. Ohne
technisches Datenblatt oder Herstellerfreigabe lässt sich das nicht seriös beantworten.
Bedeuten die angegebenen 22 km/h, dass beide Modelle schneller fahren dürfen als andere E-Scooter?
Nein. Die 22 km/h sind ein Herstellerwert für diese beiden Produkte, keine allgemeine Rechtsgrenze. Die
deutsche Regelung für die einfache Zulassung als Elektrokleinstfahrzeug liegt bei nicht mehr als 20 km/h.
Ein Fahrzeug mit höherer Geschwindigkeit braucht eine eigene Zulassungsgrundlage, deren Nachweis beim
konkreten Fahrzeug liegen muss.
Haben beide Modelle eine eigene Betriebserlaubnis?
Ein Abgleich mit einer Behördenliste ordnet dem SO ONE PRIME und dem PRIME MAX unterschiedliche
Kennungen zu. Diese Zuordnung ist in diesem Beitrag nicht eigenständig am amtlichen Bestand
geprüft worden und wird deshalb als offener Punkt behandelt, nicht als gesicherte Tatsache.
Lässt sich der SO ONE PRIME oder PRIME MAX nachträglich tunen?
Dafür gibt es keinen Beleg. Es ist kein Tuning-Chip, keine Entsperr-App und keine Herstellerfreigabe für
eine höhere Geschwindigkeit bekannt. Eine nachträgliche Änderung würde zudem die genehmigte Konfiguration
des Fahrzeugs verändern und damit die Betriebserlaubnis in der Regel beenden.
Welches Modell eignet sich besser für längere Pendelstrecken?
Der PRIME MAX, allein wegen der höheren Herstellerreichweite von bis zu 45 statt 35 Kilometern und der
zusätzlichen Federung. Beide Werte sind Laborangaben; im Alltag liegt die tatsächliche Reichweite je nach
Gewicht, Temperatur und Fahrstil darunter.
Was bedeutet die Schutzklasse IPX5 für den Einsatz bei Regen?
Beide Modelle sind gegen Strahlwasser aus jedem Winkel geschützt, aber nicht gegen Untertauchen oder
stehendes Wasser gedacht. Eine tiefere Pfütze oder eine Durchfahrt durch Wasser über der Achse ist auch
bei IPX5 ein Risiko für die Elektronik.
Wie unterscheidet sich die Verriegelung der beiden Modelle?
Der SO ONE PRIME nennt ausdrücklich NFC Lock/Unlock als eigenes Merkmal, zusätzlich zur App-Sperre. Beim
PRIME MAX wird an dieser Stelle nur App Lock genannt. Beide Modelle lassen sich über die SoFlow-App per
Swipe sperren und entsperren.
Einordnung: wo die Regeln stehen
Die folgenden Blöcke fassen zusammen, welche Angaben aus diesem Vergleich direkt von den Herstellerseiten
stammen, welche aus einer vorab erstellten Übersicht übernommen und noch nicht eigenständig verifiziert sind, und welche
Rechtsgrundlage für die 22-km/h-Einordnung herangezogen wurde.
Herstellerangaben SoFlow
SoFlow mobility GmbH, Produktseite „SO ONE PRIME“, https://www.soflow.com/de/produkt/so-one-prime/,
abgerufen am 28.10.2026. Enthält Nennleistung, Spitzenleistung, Drehmoment, Akkudaten, Reichweite,
Gewicht, Traglast, Federung, Bremsen, Reifen, Schutzklasse, Licht, Verriegelung, Konnektivität, Maße und
Liefertermin.
SoFlow mobility GmbH, Produktseite „SO ONE PRIME MAX“,
https://www.soflow.com/de/produkt/so-one-prime-max/, abgerufen am 28.10.2026. Gleicher Umfang wie oben,
für das MAX-Modell.
eKFV und Zulassungsrecht
§ 1 Absatz 1 der Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr (eKFV),
gesetze-im-internet.de/ekfv/__1.html, abgerufen am 28.10.2026: Elektrokleinstfahrzeuge im Sinne der
Verordnung sind Kraftfahrzeuge mit „einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h und
nicht mehr als 20 km/h“ und einer Nenndauerleistung von „nicht mehr als 500 Watt“. Diese Fundstelle trägt
die Aussage, dass 22 km/h oberhalb der Grenze für die allgemeine Betriebserlaubnis als
Elektrokleinstfahrzeug liegt. Sie trägt keine Aussage darüber, welche andere Zulassungsgrundlage im
Einzelfall für SO ONE PRIME oder PRIME MAX tatsächlich vorliegt.
Offene Punkte für die Live-Prüfung
Die Zuordnung der Zulassungskennungen zu SO ONE PRIME und PRIME MAX stammt aus einem Abgleich mit einer
privaten Behördenliste und ist in diesem Beitrag nicht eigenständig am
amtlichen Bestand gegengelesen worden. Vor einer Veröffentlichung ist eine Browser-gestützte Nachprüfung
der amtlichen Kennung erforderlich, weil sich die Kennung nicht automatisch abrufen ließ, sondern eine manuelle Suche im Browser nötig gewesen wäre.
Ebenso ungeprüft: ob ein öffentlicher Downloadbereich mit PRIME-/PRIME-MAX-Handbüchern
existiert und ob ein Akkutausch zwischen beiden Modellen technisch funktioniert. Beide Punkte werden im
Beitrag ausdrücklich als „nicht nachgewiesen“ behandelt.
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Hinweis: Dieser Beitrag liefert allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Herstellerangaben sind als
solche gekennzeichnet, nicht als unabhängig geprüfte Messwerte. Alle Angaben ohne Gewähr (Stand: Oktober
2026).
