E-Scooter Jugend Fehler Strafe: Jugendlicher reflektiert Verkehrs-Folgen
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E-Scooter Jugend: Welche Fehler im Verkehr teuer werden

Junge E-Scooter-Fahrer machen einige typische Fehler — manche kosten Geld, andere kosten Punkte, einzelne können den Versicherungsschutz betreffen. Diese Übersicht hilft Familien, Risiken realistisch einzuordnen, ohne zu verharmlosen oder zu dramatisieren.

📅 Oktober 2026⏱ 11 Min. Lesezeit👮 Verkehrsregeln · Familienlinie

E-Scooter Jugend: Häufigste Verstöße im Überblick

Junge E-Scooter-Fahrer machen im öffentlichen Verkehr einige typische Fehler, die im Erwachsenenalter seltener vorkommen. Das hängt mit Routine, Risikoeinschätzung und Gruppendynamik zusammen. Wer als Eltern die typischen Muster kennt, kann frühzeitig ansprechen, ohne hinterher mit Bussgeldern überrascht zu werden.

Typisch sind fünf Verstöße: Fahren auf dem Gehweg, Mitfahrer auf einem einsitzigen Scooter, Fahren unter Alkohol- oder Substanzeinfluss, getunte Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr und eine fehlende oder abgelaufene Versicherungsplakette. Ohne Helm zu fahren gehört nicht dazu, denn für reguläre E-Scooter nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung, also mit bauartbedingt höchstens 20 km/h, gibt es keine Helmpflicht. Für einen getunten Scooter lässt sich diese Aussage nicht übernehmen. Ein eigenes Thema ist der Helm trotzdem, weil er bei einem Sturz Kopfverletzungen mildern kann.

Die meisten dieser Verstöße werden mit Bussgeldern geahndet, manche zusätzlich mit Punkten in Flensburg. Eingetragen werden sie auch bei Jugendlichen und auch dann, wenn noch kein Führerschein vorhanden ist. Bei Jugendlichen unter 18 ist die Lage teilweise anders, weil das Jugendstrafrecht eigene Regeln hat. Pauschale Aussagen sind hier unzuverlässig.

Wichtig für die Familienlinie: Bussgelder sind nur ein Aspekt. Der zweite Aspekt ist der Versicherungsschutz. Manche Verstöße können Folgen im Verhältnis zur eigenen Haftpflichtversicherung haben: Geschädigte bekommen ihren Schaden grundsätzlich trotzdem ersetzt, aber der Versicherer kann sich das Geld unter Umständen beim Fahrer zurückholen. Ob und in welcher Höhe, hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab. Mehr Linie in E-Scooter Versicherung Vergleich.

Eine ehrliche Linie: Nicht jeder Verstoss endet vor Gericht oder bei der Versicherung. Viele werden mit einer Verwarnung oder einem kleinen Bussgeld geahndet. Wer als Familie diese realistische Einordnung vermittelt, vermeidet Panik und gleichzeitig Verharmlosung.

Auf dem Gehweg fahren

E-Scooter dürfen in Deutschland auf dem Gehweg nicht gefahren werden. Erlaubt sind Radwege, Radfahrstreifen und in deren Abwesenheit die Fahrbahn. Wer trotzdem auf dem Gehweg fährt, riskiert heute ein Verwarnungsgeld von 15 Euro, mit Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung 20 bis 30 Euro, im Wiederholungsfall auch mehr. Ab dem 1. März 2027 sind es 25 Euro, mit Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung 30 bis 40 Euro.

Junge Fahrer wählen den Gehweg oft aus Sicherheitsempfinden — die Fahrbahn wirkt riskanter, weil dort Autos fahren. Die Realität ist umgekehrt: auf dem Gehweg ist die Kollision mit Fußgängern wahrscheinlicher, und die Folgen für Fußgänger sind oft schwerer als für Autofahrer.

Eine ehrliche Familienlinie: Wenn die Fahrbahn zu gefährlich wirkt, ist der Weg nicht richtig gewählt. Eine alternative Strecke über ruhige Wohnstraßen ist die vernünftigere Antwort als das Ausweichen auf den Gehweg. Wer im Zweifel ist, steigt ab und schiebt — das ist erlaubt und sicherer.

Bei besonders engen oder schlecht ausgebauten Wegen kann eine kurze Abklärung mit der lokalen Verkehrspolizei oder dem Schulträger helfen. Manche Städte haben Sonderregelungen für bestimmte Schulwege. Eine kurze Recherche im Vorfeld vermeidet spätere Diskussionen.

Eine Linie für Schulpendler steht in E-Scooter zur Schule. Der Beitrag vertieft die Linie zu Strecken-Auswahl und Sicherheitsfragen für die tägliche Pendelung.

Kein Helm, schlechte Sichtbarkeit

Für reguläre E-Scooter nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung, also mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von höchstens 20 km/h, gibt es in Deutschland keine Helmpflicht, und auch die neuen Regeln, die ab dem 1. März 2027 gelten, führen keine ein. Ohne Helm zu fahren ist mit einem solchen Scooter deshalb kein Verstoß und kostet kein Bussgeld. Ein getunter E-Scooter ist dagegen in der Regel kein Elektrokleinstfahrzeug mehr, und für ihn kann diese Aussage nicht übernommen werden. Empfehlenswert ist der Helm trotzdem, denn bei einem Sturz auf den Kopf kann er die Verletzungen mildern, die ohne ihn entstehen würden. Für die Familienlinie heißt das: Der Helm ist eine Frage der Sicherheit, nicht der Strafe.

Bei der Versicherung lohnt es sich, zwei Seiten zu trennen. Verletzt dein Kind mit dem Scooter jemand anderen, steht die Haftpflichtversicherung des Scooters für den Schaden des Geschädigten ein, mit oder ohne Helm; der Helm gehört auch nicht zu den Pflichten, die ein Haftpflichtvertrag vor einem Unfall vereinbaren darf. Anders ist es beim eigenen Schaden: Wird dein Kind von einem anderen angefahren und am Kopf verletzt, kann die Gegenseite einwenden, ein Helm hätte die Verletzung gemildert, und deshalb weniger Schadensersatz zahlen wollen. Für Radfahrer hat der Bundesgerichtshof 2014 entschieden, dass der fehlende Helm den Anspruch jedenfalls bei Unfällen bis zum Jahr 2011 grundsätzlich nicht mindert. Ob Gerichte das bei E-Scootern heute genauso sehen, lässt sich nicht sicher vorhersagen.

Schlechte Sichtbarkeit (dunkle Kleidung in der Dämmerung, fehlende Reflektoren, defekte Beleuchtung) ist ein eigenes Thema. Wer im Lichtkegel eines Autos nicht erkennbar ist, riskiert eine Kollision, die im Tageslicht nicht passiert wäre. Reflektoren am Rucksack, an den Schuhen und an der Jacke sind preiswerter als ein Krankenhausaufenthalt.

Eine sachliche Familienroutine: Helm griffbereit am Garderoben-Haken, Reflektor-Streifen am Schulranzen, kurze Funktionsprüfung der Scooter-Beleuchtung vor jeder Tour. Diese drei Routinen sind im Alltag schnell etabliert und wirken über Jahre.

Mehr Linie zur Helmwahl steht in E-Scooter Helm Sicherheit und E-Scooter Helmpflicht.

Mitfahrer auf einem Scooter

E-Scooter sind konstruktiv und rechtlich für eine Person ausgelegt. Zu zweit fahren ist verboten. Im Bußgeldkatalog steht dafür derzeit kein eigener Regelsatz; der bundeseinheitliche Tatbestandskatalog sieht ein Verwarnungsgeld von 10 Euro vor. Ab dem 1. März 2027 nennt der Bußgeldkatalog bundesweit einheitlich 25 Euro. Zusätzlich verändert sich das Fahrverhalten: längerer Bremsweg, instabiles Lenkverhalten, höhere Akku-Belastung.

Bei einem Sturz mit zwei Personen kommen mehrere Fragen zusammen. Wer verletzt wird, auch die mitfahrende Person, kann Ansprüche gegen Halter und Fahrer haben, und dafür steht grundsätzlich die Haftpflichtversicherung des Scooters ein. Ob der Versicherer sich das Geld danach beim Fahrer zurückholen kann, folgt nicht automatisch aus dem Verstoß, sondern hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab. Pauschale Aussagen sind unzuverlässig.

In der Jugendgruppe wirkt das Mitfahren oft harmlos. ‚Wir fahren ja nur kurz, der Weg ist nicht weit.‘ Rechtlich macht die Strecke keinen Unterschied: Auch ein 200-Meter-Mitfahren ist verboten, und wenn etwas passiert, stellen sich dieselben Haftungsfragen.

Eine ehrliche Linie für junge Fahrer: Mitfahren nur, wenn der Mitfahrer auf einem eigenen Fahrzeug ist. Wer keinen Scooter dabei hat, geht zu Fuß, nimmt den Bus oder wird abgeholt. Diese Linie ist nicht spaßfeindlich, sondern verantwortlich.

Mehr Linie zu Gruppendynamik steht in E-Scooter Gruppendruck. Der Beitrag erklärt, wie junge Fahrer in der Gruppe ihre eigene Linie halten können.

Alkohol und Substanzen

Für E-Scooter im öffentlichen Verkehr gelten ähnliche Promillegrenzen wie für Autofahrer. Wer alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss fährt, riskiert Bussgelder, Punkte in Flensburg, die auch ohne Führerschein eingetragen werden, und im Wiederholungsfall den Führerschein-Entzug. Bei Jugendlichen unter 21 gilt die 0,0-Promille-Regelung als zusätzliche Verschärfung.

Was im konkreten Fall passiert, hängt von Promille-Wert, Verhalten und Beobachtung durch die Polizei ab. Bei Auffälligkeiten im Verkehr (Schlangenlinien, Sturz, Unfall) wird in der Regel ein Atemalkoholtest gemacht, bei Verdacht auf Drogen ein Blutverlauf.

Versicherungstechnisch ist die Lage besonders heikel. Gegenüber Geschädigten bleibt der Haftpflichtversicherer auch bei einem Schaden unter Alkohol- oder Drogeneinfluss grundsätzlich in der Pflicht. Den Fahrer kann er danach aber unter Umständen in Regress nehmen, in der Regel bis höchstens 5.000 Euro; ob und in welcher Höhe, hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab. Ein pauschales ‚die zahlt schon‘ gilt für den Fahrer deshalb nicht. Mehr Linie in E-Scooter Alkohol Promille.

Eine ehrliche Familienlinie: bei Unsicherheit nicht fahren. Anruf bei den Eltern, öffentliche Verkehrsmittel, Schieben des Scooters — alles ist besser als ein Vorfall mit Atemalkohol oder Drogen. Eine Abholzusage ohne Vorwurf ist eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen.

Bei konkreten Vorfällen ist anwaltliche Beratung der richtige Weg. Eine Erstberatung kostet wenig und liefert eine ehrliche Einschätzung. Internet-Foren sind keine geeignete Quelle bei rechtlichen Auswirkungen von Alkohol- oder Drogendelikten.

Getunte Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr

Tuning am E-Scooter ist für viele junge Fahrer attraktiv, weil es Tempo verspricht und in der Gruppe als Status gilt. Im öffentlichen Verkehr ist die Lage aber heikel. Die folgende Kurzform ordnet nur den Einsatzrahmen ein. Sie ersetzt nicht die Prüfung der konkreten Fahrzeug-, Zulassungs- und Versicherungssituation und ist keine Erlaubnis für einen bestimmten Ort. Tuning ausschließlich für eigene Fahrzeuge auf Privatgelände, Testflächen und nicht öffentlichen Bereichen. Nicht für den öffentlichen Straßenverkehr. Privatgelände allein reicht nicht: Je nach Fahrzeug- und Versicherungseinordnung kommt nur ein tatsächlich nichtöffentlicher, wirksam abgegrenzter Bereich in Betracht.

Im öffentlichen Straßenverkehr können getunte Fahrzeuge Betriebserlaubnis, Versicherungsschutz und Garantie betreffen. Der Haftpflichtvertrag endet nicht schon dadurch, dass die Betriebserlaubnis erlischt; ob der Versicherer nach einem Unfall bei dir Rückgriff nehmen kann, hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab. Pauschale ‚das merkt eh keiner‘-Aussagen sind unzuverlässig.

Bei einer Polizeikontrolle kann ein getunter Scooter auffallen, vor allem durch höhere Geschwindigkeit oder veränderte Display-Anzeige. Im Schadensfall wird der Tuning-Stand von Werkstatt-Diagnose-Tools erkannt, oft auch nach einem versuchten Rückbau. Diese Spuren bleiben.

Eine ehrliche Familienlinie: Tuning nur für einen tatsächlich nichtöffentlichen, wirksam abgegrenzten Bereich akzeptieren, im öffentlichen Verkehr den Originalzustand. Wer dort experimentieren möchte, kann das. Wer den Scooter zur Schule oder zur Arbeit fährt, fährt im Original. Diese Trennung ist klar und im Alltag tragfähig.

Mehr Linie zu Tuning-Risiken in Gefahr billiger Tuning-Lösungen und Welche Lösung ist am sichersten.

Fehlende Versicherungsplakette

Jeder versicherungspflichtige E-Scooter braucht eine Haftpflichtversicherung, und die Versicherungsplakette ist der Nachweis dafür. Fehlt die Haftpflichtversicherung, ist das Fahren nach § 6 in Verbindung mit § 30 PflVG strafbar, und strafbar kann auch sein, wer die Fahrt gestattet. Fehlt bei laufendem Vertrag nur die gültige Plakette, ist das eine Ordnungswidrigkeit.

Für die fehlende Plakette bei laufendem Vertrag sieht der Bußgeldkatalog 40 Euro vor, für den Halter, der die Fahrt zulässt, ebenfalls 40 Euro. Ernst wird es, wenn wirklich keine Haftpflichtversicherung besteht: Dann steht bei einem Schaden kein Haftpflichtversicherer für dich ein, und Halter und Fahrer haften mit ihrem eigenen Geld. Geschädigte können sich in diesem Fall zwar an einen gesetzlichen Entschädigungsfonds wenden, aber nur nachrangig: wenn sie weder von Halter, Eigentümer oder Fahrer noch von einer anderen Versicherung Ersatz bekommen.

Die Plakette gilt jeweils für ein Verkehrsjahr, das am 1. März beginnt, und muss deshalb jedes Jahr neu besorgt werden. Wer das verpasst, fährt ab dem 1. März mit abgelaufener Plakette und je nach Vertrag auch ohne Versicherungsschutz. Ein Eintrag im Familienkalender oder eine Erinnerung in der Banking-App ist die einfachste Vorsorge.

Beim Kauf eines gebrauchten Scooters lohnt der Blick auf Plakette und Vertrag. Eine laufende Haftpflichtversicherung geht beim Verkauf grundsätzlich auf den Käufer über, der Verkauf muss dem Versicherer aber unverzüglich angezeigt werden, und Käufer wie Versicherer können den Vertrag danach kündigen. Wer gebraucht kauft, klärt deshalb vor der ersten Fahrt, ob der alte Vertrag weiterläuft oder ein eigener nötig ist.

Eine Linie zur Versicherungsfrage steht in Versicherung E-Scooter Schaden. Der Beitrag erklärt das Vorgehen bei Schadensfällen mit konkreten Hinweisen zur Dokumentation.

E-Scooter Jugend: Wenn ein Verstoss bemerkt wurde

Wenn ein Verstoss bemerkt oder geahndet wird (Polizeikontrolle, Bussgeldbescheid), gilt für Familien eine ruhige Reihenfolge. Erstens: nichts spontan zugeben, das im Bescheid nicht steht. Zweitens: den Bescheid sorgfältig lesen und Fristen dokumentieren. Drittens: bei Unsicherheit anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen.

Bei Jugendlichen unter 18 ist die rechtliche Lage teilweise anders als bei Erwachsenen. Das Jugendstrafrecht kennt eigene Regelungen, oft mit Erziehungsmaßnahmen statt Geldstrafen. Was im konkreten Fall gilt, sollte mit einer fachlichen Beratung geklärt werden.

Bei Bussgeldbescheiden gibt es eine Einspruchsfrist (in der Regel 14 Tage). Wer den Bescheid akzeptiert, zahlt und ist fertig. Wer einlegt, sollte das nicht spontan tun — eine kurze Beratung vorab klärt, ob der Einspruch sinnvoll ist.

Wichtig für Eltern: Eine ehrliche Linie zwischen Konsequenz und Unterstützung ist tragfähiger als reine Bestrafung. Wer dem Jugendlichen hilft, die Situation zu verstehen und mit Folgen umzugehen, baut Vertrauen auf. Wer nur sanktioniert, riskiert, dass der nächste Verstoss verschwiegen wird.

Beratungsstellen sind keine letzte Option. Verkehrsbildungs-Programme, Schulsozialarbeit oder Verbraucherzentralen sind oft kostenlos und liefern eine ehrliche Einordnung. Wer das früh nutzt, vermeidet, dass kleine Themen zu großen werden.

Familienlinie: Prävention statt Strafe

Prävention wirkt besser als Strafe nach einem Vorfall. Wer als Familie die typischen Verstöße kennt und früh anspricht, kann viele davon verhindern. Ein ehrliches Gespräch am Esstisch ist effektiver als zehn Belehrungen nach dem Bussgeld.

Drei Bausteine bilden eine praktikable Familienlinie. Erstens: regelmäßige offene Gespräche über Verkehrserlebnisse des jungen Fahrers (was lief gut, was war schwierig). Zweitens: gemeinsame Probefahrten auf neuen Strecken. Drittens: eine ehrliche Abholzusage ohne Vorwurf bei Unsicherheit oder Notfall.

Eine sichtbare Familienregel am Kühlschrank ist tragfähiger als gesprochene Vereinbarungen. ‚Helm immer. Reflektoren immer. Bei Unsicherheit anrufen.‘ Drei Sätze, die der Jugendliche jeden Morgen sieht.

Bei wiederholten Verstößen lohnt sich eine ehrliche Standortbestimmung. Vielleicht ist der Schulweg zu anspruchsvoll, vielleicht passt das Tempo-Profil nicht, vielleicht ist der Freundeskreis ein Faktor. Eine ruhige Analyse hilft mehr als Strafverschärfung.

Verwandte Linien für Familien: E-Scooter Jugendliche, Jugendliche E-Scooter Pendeln und E-Scooter Regeln Recht Sicherheit.

Eine letzte Familienlinie: Verstöße sind oft Lernmomente, nicht Charakterurteile. Wer mit dem Jugendlichen ruhig darüber spricht, was passiert ist und wie es beim nächsten Mal anders laufen kann, baut Vertrauen auf, das auch in anderen Lebensbereichen trägt.

Bei wiederholten Vorfällen lohnt sich eine ehrliche Standortbestimmung. Liegt es am Schulweg? Am Freundeskreis? An der Tagesform? Eine kurze Analyse hilft mehr als Strafverschärfung, und der Jugendliche fühlt sich verstanden statt verurteilt.

Verkehrsbildungs-Programme an Schulen sind in vielen Bundesländern verfügbar. Wer als Eltern aktiv darauf hinwirkt, kann viel präventive Wirkung erzielen. Ein einzelner Verkehrsbildungs-Nachmittag kostet wenig und bleibt jungen Menschen oft jahrelang in Erinnerung.

Eine ehrliche Linie zum Schluss: Die meisten Jugendlichen sind verantwortungsvolle Verkehrsteilnehmer. Wer aus Einzelfällen pauschale Verbote ableitet, übersieht das. Eine ruhige, vertrauensvolle Familienlinie wirkt mehr als jede Strafverschärfung.

Ein wichtiger Hinweis für Eltern: Strafzettel im Briefkasten sind oft die erste Information über einen Verstoss. Wer ruhig reagiert und mit dem Jugendlichen ehrlich spricht, kommt weiter als jemand, der dramatisiert. Junge Menschen schätzen, wenn Eltern eine Sache sachlich angehen.

Beratungsstellen für Verkehrsfragen sind in vielen Städten verfügbar. Wer einen ersten Hinweis braucht, kann dort kostenlos und vertraulich Hilfe bekommen. Eine ehrliche Familienlinie umfasst auch das Wissen, wann man externe Hilfe in Anspruch nimmt.

Bei wiederholten Verstößen im Schulwegkontext ist eine Abstimmung mit der Schule sinnvoll. Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Eltern können gemeinsam eine ehrliche Lösung finden. Schule und Familie als Verbündete sind oft effektiver als jeder allein.

Ein letzter wichtiger Punkt: Bussgeld ist eine Geldstrafe, kein Charakterurteil. Wer als Familie diesen Unterschied vermittelt, hilft dem Jugendlichen, aus dem Vorfall zu lernen, ohne sein Selbstwertgefühl zu beschädigen. Ehrliche Lernmomente tragen Jahre.

FAQ – E-Scooter Jugend Fehler Strafe

Welche Verstöße sind bei jungen Fahrern am häufigsten?

Typisch sind Gehweg-Fahren, Mitfahrer, Fahren unter Alkohol oder Drogen, getunte Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr und eine fehlende Plakette. Ohne Helm zu fahren ist bei einem regulären E-Scooter nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung mit bauartbedingt höchstens 20 km/h dagegen kein Verstoß, weil es für ihn keine Helmpflicht gibt; für einen getunten Scooter lässt sich das nicht übernehmen. Empfehlenswert ist der Helm trotzdem.

Wie hoch sind die Bussgelder?

Variieren je nach Verstoss zwischen 10 und mehreren hundert Euro. Bei Alkohol- oder Drogendelikten höher, oft mit Punkten und im Wiederholungsfall mit Führerschein-Folgen.

Gilt das Jugendstrafrecht?

Bei Jugendlichen unter 18 oft ja. Das Jugendstrafrecht kennt eigene Regelungen mit Schwerpunkt auf Erziehung statt Bestrafung. Anwaltliche Beratung im Einzelfall sinnvoll.

Was passiert mit der Versicherung bei einem Verstoss?

Hängt vom Vertrag und Verstoss ab. Gegenüber Geschädigten bleibt der Haftpflichtversicherer grundsätzlich in der Pflicht; ob er sich das Geld danach beim Fahrer zurückholen kann, hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab. Pauschale Aussagen sind unzuverlässig.

Sollten wir den Bussgeldbescheid einfach zahlen?

Nicht zwingend. Erstens Bescheid lesen, Fristen dokumentieren, bei Unsicherheit anwaltliche Beratung. Eine Erstberatung kostet wenig.

Wie kann ich als Eltern präventiv wirken?

Regelmäßige offene Gespräche, gemeinsame Probefahrten, ehrliche Abholzusage ohne Vorwurf. Sichtbare Familienregel am Kühlschrank ist effektiver als beiläufige Erinnerungen.

Wo finde ich seriose Hilfe?

Verkehrsbildungs-Programme, Schulsozialarbeit, Verbraucherzentralen, anwaltliche Beratung bei konkreten Folgen. Internet-Foren sind keine geeignete Quelle für rechtliche Fragen.

TL

Redaktion tuning-lizenz.de

Informationsblog der WebTrades GmbH. Letztes Update Oktober 2026. Tuning-Produkte für E-Scooter und E-Bikes: roll-werk.com. RollWerk ist ein Online-Shop der WebTrades GmbH. Wenn wir auf passende RollWerk-Produkte verlinken, besteht daher eine wirtschaftliche Verbindung. Unsere fachliche Bewertung und die rechtliche Einordnung sollen davon unabhängig bleiben.

Hinweis: Stand Oktober 2026. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Rechts-, Versicherungs- oder medizinische Beratung. Aussagen zu Haftung, Versicherung und Strafbarkeit hängen vom Einzelfall, dem Vertrag und der aktuellen Rechtsprechung ab. Bei konkreten Vorfällen lohnt sich anwaltliche oder fachliche Beratung. Alle Angaben ohne Gewähr.

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