KuKirin G2, G2 Pro, G2 Max und G2 Master: welche Version ist legal?

KuKirin G2 klingt erst einmal nach einem einzigen E-Scooter. Genau das ist aber das Problem. Unter der G2-Familie laufen mehrere Varianten, die sich rechtlich stark unterscheiden. Manche werden als 20-km/h-Version mit ABE beworben. Andere Varianten liegen bei 45, 55 oder 60 km/h und gehören in Deutschland nicht in den öffentlichen Straßenverkehr.
Kurz gesagt: Entscheidend ist nicht nur der Name „KuKirin G2“, sondern die exakte Version.
Wichtig: „KuKirin G2“ ist kein einzelnes Modell, sondern eine Familie. Nur eine passende 20-km/h-Version mit ABE und Versicherungskennzeichen gehört auf die öffentliche Straße. Alle schnelleren Varianten sind Sache des Privatgeländes. Prüfe immer die genaue Version — das hier ist keine Rechtsberatung.
Kurz beantwortet: Welche KuKirin G2 ist in Deutschland legal?
In Deutschland ist nur eine passende 20-km/h-Version mit ABE und Versicherungskennzeichen für den öffentlichen Straßenverkehr relevant. Bei KuKirin betrifft das nach aktueller Marktlage vor allem die Version, die als „KuKirin G2 Pro ABE“ beworben wird.
Die anderen G2-Varianten sind anders einzuordnen. KuKirin G2, G2 Pro ohne ABE-Zusatz, G2 Max und G2 Master werden online meist mit deutlich höheren Geschwindigkeiten beworben. Solche Modelle passen nicht in den normalen eKFV-Rahmen für E-Scooter im öffentlichen Verkehr.
Wichtig ist deshalb immer diese Reihenfolge:
Erst die genaue Modellversion prüfen. Dann ABE, Typenschild, Versicherungskennzeichen und 20-km/h-Ausführung kontrollieren. Erst danach lässt sich sinnvoll sagen, ob ein Scooter auf die Straße darf.
KuKirin, Kugoo und Kugoo Kirin: warum die Namen verwirren
Ein Teil der Verwirrung beginnt schon beim Markennamen. Viele ältere Angebote, Tests oder Forenbeiträge sprechen noch von Kugoo Kirin oder Kugoo. Neuere Seiten nutzen meist KuKirin. Im Alltag landen dadurch mehrere Schreibweisen nebeneinander.
Das ist für Käufer ungünstig, weil ähnliche Modelle mit verschiedenen Namen auftauchen können. Ein „Kugoo Kirin G2 Pro“ kann in Suchergebnissen neben einem „KuKirin G2 Pro“ stehen. Zusätzlich gibt es dann noch ABE-Versionen, Standardversionen und schnelle Offroad-Ausführungen.
Für die rechtliche Einordnung zählt aber nicht der alte oder neue Markenname. Entscheidend sind die Daten des konkreten Fahrzeugs:
- exakte Modellbezeichnung
- Zusatz „ABE“ oder kein Zusatz
- bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit
- Typenschild
- Betriebserlaubnis oder ABE-Nachweis
- Versicherungskennzeichen
- Ausstattung im ausgelieferten Zustand
Der Markenname allein reicht nicht.
Die G2-Familie im Überblick
Die G2-Familie ist kein einheitliches Straßenmodell. Sie ist eher eine Modellgruppe mit verschiedenen Leistungsstufen. Genau deshalb entstehen Fehlkäufe.

| Modell | Beworbene Geschwindigkeit | Beworbene Leistung | Sitz-Thema | ABE/Straße | Einordnung für Deutschland |
|---|---|---|---|---|---|
| KuKirin G2 Pro ABE | 20 km/h | 500 W | ohne Sitz prüfen | ABE-Nr. P605, erteilt 06.02.2026 — nur 20-km/h-Ausführung | mögliche Straßenversion, wenn ABE/Typenschild/Versicherung passen |
| KuKirin G2 (VMP) | 25 km/h | 500 W | nicht belegt | keine deutsche ABE; in Spanien als VMP zertifiziert | über 20 km/h — öffentliche Straße nein, Privatgelände |
| KuKirin G2 Pro (VMP) | 25 km/h | 500 W | nicht belegt | keine deutsche ABE; in Spanien als VMP zertifiziert | über 20 km/h — öffentliche Straße nein, Privatgelände |
| KuKirin G2 Pro Standard | ca. 45 km/h | ca. 600 W | je nach Angebot | keine ABE erkennbar | öffentliche Straße nein, Privatgelände |
| KuKirin G2 | ca. 45 km/h | ca. 800 W | je nach Angebot | keine ABE erkennbar | öffentliche Straße nein, Privatgelände |
| KuKirin G2 Ultra | ca. 50 km/h | Dual-Motor, 2 × 800 W | nicht belegt | keine ABE erkennbar | öffentliche Straße nein, Privatgelände |
| KuKirin G2 Max | ca. 55 km/h | ca. 1000 W | oft mit Sitz beworben | keine ABE erkennbar | öffentliche Straße nein, Privatgelände |
| KuKirin G2 Master | ca. 60 km/h | Dual-Motor, ca. 2 × 1000 W | je nach Angebot | nicht gesichert | öffentliche Straße nein, Privatgelände |
Die Rechtslage ist die eine Hälfte. Die andere ist Technik, und dort lohnt vor allem der Blick auf die Akkuenergie. Amperestunden allein sagen nämlich wenig aus. Erst wenn du Nennspannung mal Kapazität rechnest, kommt die Wattstunde heraus, und erst die macht zwei Akkus wirklich vergleichbar.
| Ausführung | Motorangabe | Akku | Energie (gerechnet) | Tempo | Reichweite |
|---|---|---|---|---|---|
| G2 Pro ABE | 500 W | 48 V / 15,6 Ah | ca. 749 Wh | 20 km/h | 65 km |
| G2 (VMP) | 500 W | 48 V / 15,6 Ah | ca. 749 Wh | 25 km/h | 65 km |
| G2 Pro (VMP) | 500 W | 48 V / 15,6 Ah | ca. 749 Wh | 25 km/h | 65 km |
| G2 Pro | 600 W | 48 V / 15,6 Ah | ca. 749 Wh | 45 km/h | 58 km |
| G2 | 800 W | 48 V / 15 Ah | ca. 720 Wh | 45 km/h | 55 km |
| G2 Ultra | 2 × 800 W | 48 V / 18 Ah | ca. 864 Wh | 50 km/h | 55 km |
| G2 Max | 1 × 1000 W | 48 V / 20,8 Ah | ca. 998 Wh | 55 km/h | 70 km |
| G2 Master | 2 × 1000 W | nicht belegt | — | 60 km/h | 70 km |
Zwei Dinge fallen dabei auf. Der G2 Max hat mit rund 998 Wattstunden mehr Energie an Bord als der G2 Ultra mit etwa 864, obwohl „Ultra“ nach der größeren Nummer klingt. Dafür bringt der Ultra zwei Motoren mit und der Max nur einen. Die Namen bilden also keine Rangfolge ab, sondern verschiedene Auslegungen. Beim G2 Master ist im europäischen Shop derzeit kein Akkuwert hinterlegt, deshalb steht dort ein Strich und keine geschätzte Zahl.
Alle Werte sind als Hersteller-, Händler- oder Shopangaben zu verstehen. Gerade bei KuKirin solltest du solche Angaben nicht ungeprüft übernehmen. Für die Straße zählt nicht, was ein Shop verspricht, sondern was am Fahrzeug und in den Unterlagen nachweisbar ist.
G2 Pro ABE: die als Straßenversion beworbene Variante
Die G2 Pro ABE ist die einzige Variante, die für den Straßeneinsatz beworben wird. Eine amtliche ABE- oder Zulassungsbestätigung ersetzt das nicht — prüfe Typenschild und Unterlagen am konkreten Fahrzeug. Das macht sie grundsätzlich deutlich anders als die schnellen G2-Modelle.
Trotzdem solltest du nicht nur auf den Produktnamen vertrauen. Prüfe immer:
- Steht wirklich „ABE“ in der Modellvariante?
- Ist die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h ausgelegt?
- Gibt es ein Typenschild mit passender Angabe?
- Ist ein Versicherungskennzeichen möglich?
- Stimmen Unterlagen, Rechnung und Modellbezeichnung überein?
- Wird kein Sitz montiert oder mitgeliefert, der die eKFV-Einordnung gefährdet?
Der wichtige Punkt: G2 Pro ABE und G2 Pro Standard sind nicht dasselbe. Die eine Variante wird als Straßenversion beworben. Die andere wird online häufig als schnelle Version mit etwa 45 km/h gezeigt.
Wenn du gezielt nach der Straßenversion suchst, darfst du diese beiden nicht verwechseln.
VMP und DGT: warum 25 km/h nicht die deutsche Version sind
Seit 2026 stehen im europäischen Shop zwei Ausführungen, die es vorher nicht gab. Der G2 (VMP) und der G2 Pro (VMP) fahren beide 25 km/h. Auf den ersten Blick sieht das aus wie eine leicht schnellere Schwester der 20-km/h-Version mit ABE, und genau da fängt das Problem an. Die drei Buchstaben stehen nämlich nicht für eine Ausstattung. Sie stehen für eine Fahrzeugklasse, und zwar für eine spanische.
VMP heißt Vehículo de Movilidad Personal. Das spanische Real Decreto 970/2020 definiert diese Klasse als einsitziges Elektrofahrzeug mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit zwischen 6 und 25 km/h (Real Decreto 970/2020, Anexo II). Die 25 km/h sind also weder Zufall noch Drosselung, sondern die Obergrenze der Klasse selbst. Spanien verlangt dafür ein eigenes Zertifikat von einer zugelassenen Prüfstelle. Seit dem 22. Januar 2024 muss jedes neu in Verkehr gebrachte VMP eines haben, ab dem 22. Januar 2027 auch jedes fahrende.
Für Deutschland hilft dir das alles nichts. Die eKFV verlangt eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 und nicht mehr als 20 km/h (§ 1 Absatz 1 eKFV). Ein Fahrzeug, das bauartbedingt 25 km/h läuft, fällt aus diesem Rahmen heraus. Daran ändert auch eine tadellose spanische Zertifizierung nichts, denn eine Genehmigung aus einem anderen Mitgliedstaat ersetzt die deutsche Betriebserlaubnis nicht. Eine dieser Ausführungen wird trotzdem als „street legal in Europe“ beworben. Das ist zu weit gegriffen.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Der Shop selbst erklärt nirgends, wofür VMP steht — kein Wort zu Spanien, keine Zertifikatsnummer, kein Prüflabor. Die Auflösung stammt aus dem spanischen Amtsblatt und aus dem Register der spanischen Verkehrsbehörde DGT, wo für KuKirin zwei Zertifikate stehen. Dieses Register führt die Modelle allerdings schlicht als „G2“ und „G2 Pro“, ohne Versionszusatz. Welche konkrete Hardware das Zertifikat trägt, lässt sich daraus nicht ableiten.
Und ein Modell, das ebenfalls 25 km/h fährt, gehört ausdrücklich nicht in diese Reihe. Der S1 Max trägt weder einen DGT-Hinweis noch einen Registereintrag. Warum er bei 25 km/h liegt, sagt der Anbieter nicht. Aus einer gleichen Zahl auf dem Datenblatt folgt eben noch keine gleiche Rechtslage.
G2 Pro Standard: warum 45 km/h nicht auf die Straße gehört
Der normale KuKirin G2 Pro ohne ABE-Zusatz wird online häufig mit etwa 45 km/h beworben. Damit fällt er nicht in den normalen eKFV-Rahmen für E-Scooter im öffentlichen Straßenverkehr.
Das bedeutet: Auch wenn das Fahrzeug ähnlich aussieht, ist es rechtlich nicht automatisch mit der ABE-Version vergleichbar.
Für Deutschland ist der entscheidende Unterschied nicht die Optik. Entscheidend ist, ob das Fahrzeug für den öffentlichen Straßenverkehr genehmigt ist. Eine höhere beworbene Geschwindigkeit kann für Privatgelände interessant wirken, ist aber für Straße, Radweg und öffentliche Wege problematisch.
Öffentlicher Verkehrsraum ist weiter gefasst, als viele denken. Auch frei zugängliche Parkplätze, Wege oder Betriebsgelände können darunterfallen, wenn sie faktisch für die Allgemeinheit geöffnet sind.
KuKirin G2: 45 km/h und kein normales Straßenmodell
Der KuKirin G2 wird ebenfalls häufig als schneller Scooter vermarktet. Je nach Anbieter tauchen Angaben um 45 km/h und höhere Leistungswerte auf. Für den deutschen öffentlichen Verkehr ist das der entscheidende Warnpunkt.
Ein E-Scooter im eKFV-Rahmen darf nicht einfach nach Gefühl ausgewählt werden. Er braucht die passende Bauart, die passende Geschwindigkeit, eine Betriebserlaubnis und eine Versicherungsplakette.
Fehlt dieser Nachweis, gehört das Fahrzeug nicht auf öffentliche Straßen oder Radwege.
Der KuKirin G2 kann deshalb nur dann legal im öffentlichen Verkehr genutzt werden, wenn eine konkrete, geprüfte und passende Deutschland-Version mit ABE existiert. Ohne diesen Nachweis bleibt er ein Modell für Privatgelände, Testflächen und nicht öffentliche Bereiche.
G2 Max: mehr Tempo, gleiches Rechtsproblem
Beim G2 Max wird die Abgrenzung noch klarer. Er wird online oft mit höherer Geschwindigkeit und stärkerem Antrieb beworben. Teilweise tauchen auch Sitzoptionen auf.
Damit entstehen gleich zwei Probleme:
Erstens: Eine Geschwindigkeit deutlich über 20 km/h passt nicht zum normalen E-Scooter-Rahmen nach eKFV.Zweitens: Ein Sitz kann zusätzlich dazu führen, dass das Fahrzeug nicht mehr als klassischer stehender E-Scooter einzuordnen ist.
Das heißt nicht automatisch, dass jedes sitzende Elektrofahrzeug verboten ist. Es kann aber in eine andere Fahrzeugklasse rutschen. Dann wären Betriebserlaubnis, Zulassung, Versicherung und eventuell Führerscheinfragen gesondert zu prüfen.
Für den normalen Käufer ist die praktische Antwort einfach: Wenn der G2 Max mit hoher Geschwindigkeit und Sitz beworben wird, solltest du ihn nicht als normalen Straßen-E-Scooter einplanen.
G2 Master: Dual-Motor und 60 km/h sind kein Straßenargument
Der KuKirin G2 Master ist der stärkste Kandidat innerhalb der G2-Familie. Er wird häufig mit Dual-Motor, hoher Leistung und etwa 60 km/h beworben.
Das klingt technisch beeindruckend, ist aber aus deutscher Sicht gerade der kritische Punkt. Ein solcher Scooter passt nicht in den eKFV-Rahmen für normale E-Scooter. Ohne deutsche Typgenehmigung und passende rechtliche Einordnung gehört er nicht in den öffentlichen Straßenverkehr.
Manchmal liest man Hinweise wie „in Zertifizierung“ oder ähnliche Formulierungen. Solche Aussagen reichen nicht. Entscheidend ist, ob eine gültige Genehmigung nachweisbar ist und das konkrete ausgelieferte Fahrzeug genau dieser genehmigten Version entspricht.
Bis das sauber belegt ist, gilt: G2 Master nur als Offroad- beziehungsweise Privatgelände-Modell einordnen. Bei Dual-Motor-Modellen verschiebt sich die Frage ohnehin: wo aus dem Scooter ein anderes Fahrzeug wird, zeigt der Blick auf die schweren Offroad-Baureihen derselben Marke.
Woran du die legale Version erkennst
Der wichtigste Filter ist der Zusatz „ABE“. Bei KuKirin ist das aktuell der sichtbarste Hinweis auf die 20-km/h-Straßenversion.
Aber der Name allein reicht nicht. Du solltest mehrere Punkte prüfen:
- ModellnameSteht wirklich „G2 Pro ABE“ in Unterlagen, Rechnung und Produktbeschreibung?
- GeschwindigkeitWird die Version mit 20 km/h beworben und ausgeliefert?
- TypenschildGibt es am Fahrzeug ein Typenschild mit den relevanten Angaben?
- ABE-NachweisGibt es eine belastbare Betriebserlaubnis oder ABE-Information?
- VersicherungskennzeichenKannst du den Scooter regulär versichern?
- AusstattungSind Licht, Bremsen, Reflektoren und Kennzeichenhalter passend?
- SitzWird ein Sitz montiert oder mitgeliefert? Dann besonders genau prüfen.
- HändlerkanalWird eine Deutschland-Version verkauft oder ein schneller Import?
Gerade bei Marktplätzen ist Vorsicht nötig. Dort können ABE-Version und schnelle Offroad-Version nebeneinander erscheinen. Am Typenschild und an der ABE-Nummer lässt sich DE-Version und EU-Version unterscheiden, und genau daran scheitern die meisten Bestellungen.
eKFV kurz erklärt: warum 20 km/h so wichtig sind
Für normale E-Scooter im öffentlichen Straßenverkehr gilt in Deutschland der Rahmen der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung. Wichtig sind vor allem:
- bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h
- Lenk- oder Haltestange
- Betriebserlaubnis oder ABE
- Versicherungskennzeichen
- Mindestalter 14 Jahre
- Nutzung auf erlaubten Verkehrsflächen
- keine Gehwegnutzung
Deshalb ist ein schneller Scooter nicht einfach „besser“. Für den öffentlichen Verkehr kann genau das Gegenteil gelten. Je schneller und leistungsstärker ein Modell beworben wird, desto genauer musst du prüfen, ob es überhaupt in die richtige Fahrzeugklasse passt.
Ein 45- oder 60-km/h-Scooter ist kein normaler E-Scooter für den Radweg.
Privatgelände vs. öffentliche Straße
Bei schnellen KuKirin-Modellen ist die Abgrenzung besonders wichtig.
Tuning beziehungsweise Nutzung ausschließlich für eigene Fahrzeuge auf Privatgelände, Testflächen und nicht öffentlichen Bereichen.
Privatgelände bedeutet aber nicht automatisch „irgendein Feldweg“ oder „ein leerer Parkplatz“. Entscheidend ist, ob die Fläche wirklich nicht öffentlich zugänglich ist und ob du die Erlaubnis des Eigentümers hast.
Öffentliche Straßen, Radwege, Gehwege, Parks, frei zugängliche Parkplätze oder allgemein befahrbare Wege sind keine Spielwiese für schnelle Offroad-Scooter.
Wenn ein Modell keine ABE, keine Versicherung und keine passende Zulassung hat, gehört es dort nicht hin. Die schnelle Version ist damit nicht wertlos — wo ein Scooter ohne Zulassung fahren darf, ist eine Frage der Fläche und ihrer Freigabe.
Checkliste vor dem Kauf
Bevor du einen KuKirin G2, G2 Pro, G2 Max oder G2 Master bestellst, solltest du diese Punkte abhaken:
- Exakte Modellversion notieren.
- Prüfen, ob „ABE“ wirklich Teil der Variante ist.
- Geschwindigkeit kontrollieren: 20 km/h oder deutlich mehr?
- Typenschild und ABE-Angabe prüfen.
- Versicherbarkeit vor dem Kauf klären.
- Auf Sitzoptionen achten.
- Shop-Claims nicht ungeprüft übernehmen.
- Kein Modell nur wegen hoher Leistung kaufen.
- Prüfen, ob du es wirklich legal nutzen kannst.
- Bei Unsicherheit nicht bestellen.
Die wichtigste Frage lautet nicht: „Wie schnell ist der Scooter?“Die wichtigste Frage lautet: „Darf ich genau diese Version dort fahren, wo ich sie nutzen will?“
Typische Fehlkäufe bei der G2-Familie
Viele Fehlkäufe entstehen, weil Käufer nur den Modellnamen sehen.
Typische Denkfehler sind:
- „G2 Pro ist G2 Pro.“
- „Wenn ein großer Elektronikhändler eine ABE-Version verkauft, gilt das für alle G2 Pro.“
- „45 km/h sind nur ein Sportmodus.“
- „Ein Sitz ist nur Zubehör und rechtlich egal.“
- „Wenn der Scooter versendet wird, darf ich ihn auch fahren.“
- „Privatgelände heißt jeder Weg ohne Autos.“
Genau diese Annahmen sind gefährlich. Bei KuKirin ist die exakte Version entscheidend. Der gleiche Modellstamm kann in einer 20-km/h-Straßenversion und in einer schnellen Offroad-Version auftauchen.
Fazit: KuKirin G2 ist nicht automatisch legal oder illegal
Die KuKirin-G2-Familie ist spannend, aber rechtlich erklärungsbedürftig. Es gibt eine als ABE-Version beworbene 20-km/h-Variante. Daneben stehen mehrere schnelle Modelle, die für den deutschen öffentlichen Verkehr nicht wie normale E-Scooter behandelt werden können.
Für dich heißt das:
Nicht der Markenname entscheidet.Nicht die Optik entscheidet.Nicht die höchste beworbene Geschwindigkeit entscheidet.
Entscheidend sind Modellversion, ABE, Typenschild, Versicherbarkeit und 20-km/h-Ausführung.
Wenn diese Punkte nicht sauber passen, gehört der Scooter nicht auf öffentliche Straßen oder Radwege.
Häufige Fragen
Welche KuKirin G2 hat eine Straßenzulassung?
Was ist der Unterschied zwischen G2 Pro ABE und G2 Pro?
Ist der KuKirin G2 Master in Deutschland legal?
Darf ich den KuKirin G2 Max auf der Straße fahren?
Woran erkenne ich die 20-km/h-Version?
Brauche ich ein Versicherungskennzeichen?
Ist Kugoo Kirin G2 Pro dasselbe wie KuKirin G2 Pro?
Was passiert, wenn ich ohne ABE auf der Straße fahre?
Kann ich einen schnellen KuKirin G2 legal nutzen?
Ist ein Sitz beim E-Scooter erlaubt?
Quellen (Stand Juni 2026): eKFV und KBA-Informationen zu ABE/Elektrokleinstfahrzeugen; offizieller KuKirin-Vertrieb und Datenblätter; Händler-/Marktangaben (als „beworben mit“ gekennzeichnet); Fachpresse zur Einordnung. Angaben sind Hersteller-/Marktangaben und vor der Nutzung am konkreten Fahrzeug zu prüfen.
