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Microlino: Technik, Reichweite und die Klassen L6e und L7e erklärt
Zwei Sitze, eine Fronttür im Isetta-Stil und zwei Fahrzeugklassen. Hier bekommst du Akku, Reichweite, Leistung und Führerschein sauber getrennt.
Kurz gesagt: Der Microlino ist ein zweisitziges Elektro-Leichtfahrzeug von Micro Mobility aus der Schweiz. Gebaut wird er in Turin. Es gibt ihn in zwei Fahrzeugklassen: den Microlino Lite als L6e mit 45 km/h und den Microlino 2.0 als L7e mit bis zu 90 km/h. Je nach Akku mit 5,5, 10,5 oder 15 kWh liegt die WMTC-Reichweite zwischen rund 93 und 228 Kilometern. Welche Klasse passt, hängt an Führerschein und Einsatz. Die Klasse steckt in der Ausführung, nicht im Markennamen. Preise nennen wir nicht, die prüfst du im Fachhandel.
Was der Microlino ist: Marke, Herkunft und Fronttür-Konzept
Der Microlino ist ein kleines Elektroauto für zwei Personen. Entwickelt hat ihn Micro Mobility Systems aus der Schweiz. Das ist dieselbe Firma, die für ihre Tretroller bekannt wurde. Gebaut wird der Wagen in Turin in Italien. Die Herkunft ist also schweizerisch, die Fertigung italienisch.
Auffällig ist das Design mit der Tür an der Front. Du steigst vorn ein, nicht seitlich. Dieses Konzept erinnert bewusst an die BMW Isetta aus den 1950er-Jahren. Die Fronttür spart Platz zum Nachbarauto und passt zum Stadtgedanken. Genau darin liegt der Reiz für enge Parklücken.
Technisch ist der Microlino ein Leichtfahrzeug, kein vollwertiger Pkw. Er zielt auf kurze Wege in der Stadt und im Umland. Zwei Menschen und etwas Gepäck passen hinein, mehr nicht. Wer ein Familienauto sucht, ist hier falsch. Wer ein wendiges Stadtfahrzeug will, findet ein klares Konzept.
Diese Seite geht beim Microlino in die Tiefe. Eine Übersicht aller Elektro-Microcars nebeneinander findest du in unserer Übersicht der Elektro-Microcar-Modelle. Dort stehen die Marken im Vergleich, hier erklären wir ein Modell genau.
Microlino Lite (L6e) vs. Microlino 2.0 (L7e): der Klassenunterschied
Den Microlino gibt es in zwei Varianten mit unterschiedlicher Fahrzeugklasse. Das ist der wichtigste Punkt vor jedem Kauf. Der Microlino Lite fällt in die Klasse L6e. Das ist ein leichtes vierrädriges Kraftfahrzeug mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der Microlino 2.0 fällt in die Klasse L7e und fährt bis zu 90 km/h.

Die Klasse steckt in der Ausführung, nicht im Markennamen. Der gleiche Grundkörper trägt beide Varianten. Unterschiedlich sind vor allem Leistung, zulässige Höchstgeschwindigkeit und Papiere. Deshalb darfst du nie pauschal sagen „ein Microlino fährt 90″. Es kommt auf die konkrete Version und deren Papiere an.
Für die Einordnung lohnt ein Blick in die allgemeine Klassenkunde. Grundlagen zu beiden Klassen erklärt unser Beitrag zu L6e- und L7e-Fahrzeugen und Führerschein. Dort steht, was die Klassen technisch und rechtlich trennt.
Für dich heißt der Unterschied konkret zwei Dinge. Erstens die Reisegeschwindigkeit: 45 km/h reichen in der Stadt, außerorts wird es zäh. Zweitens der Führerschein, denn beide Klassen haben eigene Anforderungen. Beides klären wir weiter unten Schritt für Schritt.
Abmessungen, Gewicht und die Isetta-Fronttür
Der Microlino ist bewusst kurz gehalten. Er ist deutlich kürzer als ein Kleinwagen und trotzdem ein geschlossenes Auto mit Dach. Das macht ihn in der Stadt handlich und beim Parken flexibel. Zwei Sitzplätze stehen nebeneinander, dahinter liegt der Kofferraum. Ein Rücksitz fehlt bewusst.
Die Fronttür ist das prägende Merkmal der Karosserie. Sie öffnet nach vorn samt Lenksäule. Dadurch steigst du auch bei knappem Seitenabstand bequem aus. Das Prinzip stammt von der historischen Isetta. Der Microlino übersetzt es in ein modernes Elektro-Leichtfahrzeug.
Beim Gewicht bleibt der Wagen im Rahmen eines Leichtfahrzeugs. Das niedrige Leergewicht ist Teil des Konzepts, weil es Reichweite und Handling hilft. Die Zuladung ist entsprechend begrenzt auf zwei Personen und leichtes Gepäck. Wer sperrige Ware transportiert, plant besser anders. Für Einkauf und Pendeln reicht der Stauraum meist aus.
Akku und Reichweite im Überblick
Der Microlino 2.0 ist mit drei Akkugrößen erhältlich. Die kleine Batterie hat 5,5 kWh und schafft laut Hersteller rund 93 Kilometer. Die mittlere hat 10,5 kWh und kommt auf etwa 177 Kilometer. Die große hat 15 kWh und erreicht bis zu 228 Kilometer. Alle Werte sind nach dem WMTC-Zyklus gemessen.

Der Microlino Lite nutzt kleinere Akkuoptionen. Laut Hersteller-Konfigurator gibt es ihn mit 5,5 kWh für rund 95 Kilometer und mit 11 kWh für rund 200 Kilometer. Beide Werte sind Reichweiten nach dem WMTC-Zyklus. Mehr Akku bedeutet auch beim Lite mehr Gewicht und längere Ladezeit.
Wichtig ist das Verständnis hinter den Zahlen. Mehr Akku bedeutet mehr Reichweite, aber auch mehr Gewicht und Ladezeit. Für reine Stadtfahrten reicht oft die kleinste Stufe. Für tägliche Strecken ins Umland lohnt die mittlere oder große Batterie. Die WMTC-Angabe ist dabei ein Laborwert, kein Alltagsversprechen.
Reichweite in der Praxis: WMTC gegen Alltag
Die WMTC-Reichweite ist ein genormter Zyklus, kein Straßentest. In der Praxis fährst du selten genau so. Tempo, Zuladung, Heizung und Streckenprofil ziehen an der Reichweite. Als grobe Faustregel liegen realistische Werte oft bei 60 bis 85 Prozent des Laborwertes. Das ist eine Einordnung, keine garantierte Zahl.
Rechne das einmal für die große Batterie durch. 228 Kilometer WMTC bedeuten grob 137 bis 194 Kilometer Alltag. Bei der mittleren Batterie mit 177 Kilometern landest du grob bei 106 bis 150 Kilometern. Für ein Stadtfahrzeug ist das solide. Für lange Autobahnetappen war der Microlino nie gedacht.
Deine Fahrweise ist der größte Hebel. Gleichmäßiges Rollen im Stadttempo spart spürbar Strom. Vollgas, viele Ampelstarts und Kälte kosten dagegen. Wer knapp kalkuliert, wählt die nächstgrößere Batterie oder plant eine Ladepause ein. Sicherheitspuffer schlägt Optimismus, gerade im Winter.
Laden: Anschluss, Ladezeit und Alltag
Der Microlino lädt an einer normalen Haushaltssteckdose. Das ist der Alltagsvorteil eines kleinen Akkus. Du brauchst keine teure Wallbox zwingend, eine geerdete Steckdose genügt für die Grundversorgung. Über Nacht ist der Wagen so meist wieder voll. Wer eine Wallbox oder Ladesäule nutzt, lädt entsprechend schneller.
Die Ladezeit hängt an Akkugröße und Anschluss. Ein größerer Akku braucht länger als der kleine. Für den typischen Stadtnutzer reicht das nächtliche Laden zu Hause aus. Unterwegs an öffentlichen Punkten ist der Microlino kein Schnelllader im Pkw-Sinn. Er ist auf das gemütliche Laden zwischen den Fahrten ausgelegt.
Plane das Laden nach deinem Tagesrhythmus. Wer eine feste Steckdose am Stellplatz hat, tankt praktisch nebenbei. Ohne eigenen Ladepunkt wird die Sache aufwendiger. Kläre diese Frage vor dem Kauf ehrlich. Ein Elektro-Leichtfahrzeug ohne verlässliche Lademöglichkeit macht im Alltag wenig Freude.
Leistung: Nenndauerleistung, Peak und was die Klasse bestimmt
Bei der Leistung musst du zwei Werte strikt trennen. Die Nenndauerleistung ist die Leistung, die der Motor dauerhaft abgibt. Die Spitzenleistung ist der kurze Maximalwert beim Beschleunigen. Für die Fahrzeugklasse zählt die Nenndauerleistung, nicht der Peak. Diese Trennung entscheidet über die ganze Einordnung.
Beim Microlino Lite als L6e liegt die Nenndauerleistung bei 6 kW. Das ist genau die Klassengrenze für L6e. Zusammen mit den 45 km/h ergibt das die Einstufung als leichtes Vierrad. Die Spitzenleistung darf kurzfristig höher liegen, ändert aber die Klasse nicht. Entscheidend bleibt der Dauerwert.
Beim Microlino 2.0 als L7e sitzt der Motor hinten. Belegt ist eine Spitzenleistung von rund 12,5 kW. Die exakte Nenndauerleistung der 2.0-Version solltest du am Hersteller-Datenblatt prüfen. Wir nennen sie hier nicht als feste Zahl, weil nur der Peak sauber belegt ist. Warum diese Trennung so wichtig ist, erklärt unser Beitrag zu Nenndauerleistung und Peak bei E-Fahrzeugen.
Führerschein: welche Klasse du für Lite und 2.0 brauchst
Der Führerschein hängt an der Fahrzeugklasse, nicht am Markennamen. Für den Microlino Lite als L6e brauchst du die Klasse AM. Diese Klasse ist in einem normalen Autoführerschein der Klasse B enthalten. In Deutschland beginnt AM ab 15 Jahren, im Inland zunächst begrenzt bis zum 16. Geburtstag. Danach gilt sie regulär.
Für den Microlino 2.0 als L7e greift eine andere Regel. Schwere Vierräder der Klasse L7e fährst du mit der Klasse B1 oder mit der Klasse B. Wer einen Pkw-Führerschein hat, ist damit in der Regel abgedeckt. Die genauen Voraussetzungen richten sich nach deinem Führerscheindatum und deinen Klassen.
Die maßgebliche Grundlage ist die Fahrerlaubnisverordnung. Nach § 6 FeV knüpft die nötige Klasse an Bauart, Höchstgeschwindigkeit und Nenndauerleistung an. Genau deshalb ist die Trennung von Lite und 2.0 so wichtig. Details zum Microcar-Führerschein findest du im Beitrag zu Führerschein und Zulassung beim Microcar. Das hier ist eine redaktionelle Einordnung, keine Rechtsberatung.
Zulassung, Versicherung und Betriebserlaubnis je Klasse
Auch bei der Zulassung trennen sich die beiden Klassen. Für L6e-Leichtfahrzeuge reicht in der Regel ein Versicherungskennzeichen. Das ist dasselbe System wie beim Mofa oder Kleinkraftrad. Für L7e-Fahrzeuge greift dagegen die normale Zulassung mit Kennzeichen und Papieren. Die Fahrzeugklasse steht dabei in der Zulassungsbescheinigung, der CoC.
Die Versicherung folgt der jeweiligen Klasse. Für den Lite bekommst du das Versicherungskennzeichen bei einem Versicherer. Für den 2.0 läuft es über die reguläre Kfz-Versicherung. Bei serienmäßigen, korrekt zugelassenen Fahrzeugen ist das unkritisch. Du meldest das Fahrzeug so an, wie es der Hersteller ausliefert.
Heikel wird es erst bei Veränderungen am Fahrzeug. Umbauten an Motor, Leistung oder Höchstgeschwindigkeit können die Betriebserlaubnis nach § 19 StVZO berühren. Das ist ein konditionaler Fall, kein Automatismus. Ein serienmäßiger Microlino ist auf den öffentlichen Stadtverkehr ausgelegt und braucht kein Tuning. Fahre ein verändertes oder nicht zugelassenes Fahrzeug nicht im öffentlichen Verkehrsraum, sondern nur auf echtem Privatgelände.
Alltag: Stadtverkehr, Parken, Zuladung und Kofferraum
Im Stadtverkehr spielt der Microlino seine Stärken aus. Er ist kurz, wendig und leicht zu überblicken. Enge Gassen und knappe Lücken sind sein Zuhause. Durch die Fronttür steigst du auch bei geringem Seitenabstand aus. Genau dafür wurde das Konzept gebaut.
Beim Parken hilft die kurze Länge doppelt. Der Wagen passt in Lücken, die einem Kleinwagen zu klein sind. Ähnlich knapp bewegt sich in dieser Klasse nur der Citroën Ami. In manchen Städten lässt sich das quer nutzen, sofern es die Regeln vor Ort erlauben. Das musst du örtlich prüfen, denn Parkregeln sind kommunal. Pauschal versprechen lässt sich das nicht.
Die Zuladung ist auf zwei Personen und Gepäck begrenzt. Hinter den Sitzen liegt ein Kofferraum für Einkäufe und Taschen. Für den Wocheneinkauf zu zweit reicht das meist. Sperrige oder schwere Ladung sprengt das Konzept. Wer regelmäßig viel transportiert, braucht ein anderes Fahrzeug.
Winter und Kälte: was mit der Reichweite passiert
Kälte kostet bei jedem E-Fahrzeug Reichweite. Der Grund liegt in der Batteriechemie. Bei niedrigen Temperaturen arbeiten die Zellen langsamer und mit höherem Innenwiderstand. Zusätzlich zieht die Heizung Strom. Beides zusammen senkt die nutzbare Reichweite im Winter spürbar.
Als grobe Orientierung sinkt die Reichweite bei Kälte deutlich. Je nach Temperatur sind Verluste im zweistelligen Prozentbereich üblich. Das ist beim Microlino nicht anders als bei anderen kleinen E-Autos. Wichtig: Dieser Verlust ist überwiegend reversibel. Bei wärmeren Temperaturen kehrt die Kapazität weitgehend zurück.
Praktisch heißt das: Im Winter planst du kürzere Etappen und mehr Puffer. Wer knapp kalkuliert, wählt ohnehin die größere Batterie. Ein geschützter Stellplatz und Laden über Nacht helfen zusätzlich. So startest du morgens mit voller und weniger ausgekühlter Batterie. Das dämpft den Kälteeffekt merklich.
Marktstatus in Deutschland 2026: Importeur, Händler, Leasing
Der Microlino wird in Deutschland offiziell vertrieben. Den Import verantwortet Astara Mobility Deutschland. Über das Händlernetz sind bundesweit rund 40 Standorte angebunden. Das ist deutlich mehr als in der Frühphase der Marke. Verfügbarkeit und Lieferzeiten prüfst du am besten direkt beim Händler.
Neben dem Kauf gibt es Leasing-Angebote. Für Privatkunden ist seit Mitte 2026 ein Privat-Leasing über Creditplus verfügbar. Für Gewerbekunden läuft Leasing über Santander. Die genauen Konditionen nennen wir bewusst nicht. Preise, Raten und Laufzeiten prüfst du im Fachhandel und beim Anbieter.
Marktstatus heißt aber auch: Angebote ändern sich. Was heute gilt, kann morgen anders aussehen. Verlasse dich nicht auf ältere Zahlen aus dem Netz. Frage Verfügbarkeit, Ausstattung und Konditionen aktuell ab. Eine Kaufzusage geben wir hier ausdrücklich nicht.
Der Microlino im Feld der Elektro-Microcars
Der Microlino ist nicht allein in seinem Segment. Rund um die kleinen Elektro-Leichtfahrzeuge tummeln sich mehrere Modelle. Bekannt sind etwa der Fiat Topolino, der Citroën Ami und der Opel Rocks. Diese Fahrzeuge zielen ähnlich auf kurze Stadtwege ab. Sie unterscheiden sich aber in Klasse, Reichweite und Charakter.
Der Microlino hebt sich durch zwei Dinge ab. Erstens die geschlossene Karosserie mit fester Tür statt offener Seitenteile. Zweitens die Wahl zwischen L6e und L7e mit bis zu 90 km/h. Reine L6e-Konkurrenten wie der Opel Rocks fahren nur 45 km/h. Wer außerorts unterwegs ist, findet im 2.0 einen echten Vorteil.
Ein direkter Modellvergleich sprengt diese Seite. Sie geht dafür beim Microlino in die Tiefe. Wenn du mehrere Marken nebeneinander sehen willst, hilft die Sammelübersicht weiter. Einen Überblick über das gesamte Ressort bietet der Bereich E-Moto und leichte Elektrofahrzeuge. Eigene Detailseiten zu Topolino, Ami und Rocks findest du bereits im selben Ressort verlinkt.
Technische Daten im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die belegten Eckdaten zusammen. Sie trennt die beiden Klassen sauber. Reichweiten sind WMTC-Werte des Herstellers, keine Alltagsgarantie. Preise stehen bewusst nicht in der Tabelle.
| Merkmal | Microlino Lite | Microlino 2.0 |
|---|---|---|
| Fahrzeugklasse | L6e (leichtes Vierrad) | L7e (schweres Vierrad) |
| Höchstgeschwindigkeit | 45 km/h | bis 90 km/h |
| Leistung | 6 kW Nenndauerleistung | Peak rund 12,5 kW |
| Akku-Optionen | 5,5 und 11 kWh | 5,5 · 10,5 · 15 kWh |
| Reichweite (WMTC) | 95 km bzw. 200 km | 93 · 177 · 228 km |
| Sitzplätze | 2 | 2 |
| Führerschein | AM (in B enthalten) | B1 bzw. B |
| Kennzeichen | Versicherungskennzeichen | reguläre Zulassung |
Die Tabelle zeigt den Kern der Kaufentscheidung. Lite heißt 45 km/h, einfacher Führerschein und Versicherungskennzeichen. 2.0 heißt bis 90 km/h, größere Akkuwahl und reguläre Zulassung. Welche Zeile für dich zählt, hängt an Strecke und Führerschein. Die reinen Zahlen ersetzen keinen Blick auf das aktuelle Datenblatt.
Kaufkriterien: worauf du bei Klasse, Akku und Einsatz achtest
Vor dem Kauf lohnt eine ehrliche Prüfung deiner Wege. Beginne bei der Geschwindigkeit. Fährst du nur in der Stadt, reichen 45 km/h und damit der Lite. Musst du außerorts mithalten, brauchst du den 2.0 mit bis zu 90 km/h. Diese Entscheidung steht ganz am Anfang.
Danach kommt die Akkufrage. Wähle die Batterie nach deiner typischen Tagesstrecke, mit Puffer für Kälte. Für kurze Stadtwege reicht die kleine Stufe. Für tägliche Fahrten ins Umland lohnt die mittlere oder große Batterie. Denk daran, dass mehr Akku auch mehr Gewicht und Ladezeit bedeutet.
Prüfe außerdem deine Lademöglichkeit und deinen Führerschein. Ohne verlässlichen Ladepunkt am Stellplatz wird der Alltag mühsam. Kläre, ob deine Führerscheinklasse zur gewünschten Variante passt. Zum Schluss klärst du Verfügbarkeit und Konditionen beim Händler. Wer diese Punkte durchgeht, trifft selten die falsche Wahl.
Wie schnell fährt der Microlino?
Das hängt von der Variante ab. Der Microlino Lite als L6e fährt 45 km/h. Der Microlino 2.0 als L7e fährt bis zu 90 km/h. Die Klasse steckt in der Ausführung, nicht im Markennamen. Prüfe deshalb immer die konkrete Version und ihre Papiere.
Welchen Führerschein brauche ich für den Microlino?
Für den Lite als L6e brauchst du die Klasse AM, die in Klasse B enthalten ist. Für den 2.0 als L7e brauchst du B1 oder B. Die nötige Klasse richtet sich nach Bauart, Höchstgeschwindigkeit und Nenndauerleistung. Das ist eine redaktionelle Einordnung, keine Rechtsberatung.
Wie groß ist die Reichweite des Microlino?
Beim Microlino 2.0 liegt die WMTC-Reichweite je nach Akku bei 93, 177 oder 228 Kilometern. Der Lite kommt laut Hersteller-Konfigurator auf rund 95 bis 200 Kilometer. Das sind Laborwerte nach WMTC. Im Alltag sind oft 60 bis 85 Prozent davon realistisch.
Was ist der Unterschied zwischen Lite und 2.0?
Der Lite ist ein L6e-Leichtfahrzeug mit 45 km/h und 6 kW Nenndauerleistung. Der 2.0 ist ein L7e-Fahrzeug mit bis zu 90 km/h und größerer Akkuwahl. Sie unterscheiden sich in Führerschein, Kennzeichen und Reisegeschwindigkeit. Der Grundkörper ist ähnlich, die Einstufung nicht.
Ist der Microlino ein Auto oder ein Quad?
Rechtlich ist der Microlino ein leichtes bzw. schweres vierrädriges Kraftfahrzeug, also ein L6e- oder L7e-Fahrzeug. Umgangssprachlich ist er ein kleines Elektroauto mit Dach und Tür. Ein klassisches Quad ist er nicht. Die genaue Klasse steht in seinen Zulassungspapieren, dem CoC.
Wie viele Sitzplätze hat der Microlino?
Der Microlino hat zwei Sitzplätze nebeneinander. Einen Rücksitz gibt es nicht. Hinter den Sitzen liegt ein Kofferraum für Einkäufe und Gepäck. Das Fahrzeug ist für zwei Personen und leichtes Gepäck ausgelegt.
Wo wird der Microlino gebaut?
Die Marke gehört zu Micro Mobility Systems aus der Schweiz. Die Produktion findet in Turin in Italien statt. Die Herkunft ist also schweizerisch, die Fertigung italienisch. Das Fronttür-Design ist von der historischen Isetta inspiriert.
Gibt es den Microlino in Deutschland zu kaufen oder zu leasen?
Ja. Den Import verantwortet Astara Mobility Deutschland mit einem Netz von rund 40 Händlern. Privat-Leasing ist seit Mitte 2026 über Creditplus verfügbar, Gewerbe-Leasing über Santander. Verfügbarkeit und Konditionen prüfst du im Fachhandel. Preise nennen wir hier bewusst nicht.
Ab welchem Alter darf man den Microlino fahren?
Das hängt an der Klasse und der Führerscheinklasse. Für den Lite als L6e gilt die Klasse AM, die in Deutschland ab 15 Jahren beginnt. Für den 2.0 als L7e brauchst du B1 oder B mit dem dafür üblichen Mindestalter. Die genauen Regeln richten sich nach deinem Führerschein.
Hinweis: Dieser Beitrag liefert allgemeine Informationen zu Technik, Klassen und Reichweite, keine Rechtsberatung. Reichweiten sind WMTC-Herstellerwerte, im Alltag liegen sie darunter. Die Nenndauerleistung des 2.0 prüfst du am Hersteller-Datenblatt. Verfügbarkeit und Konditionen prüfst du im Fachhandel, Preise nennen wir nicht. Ein serienmäßiger Microlino ist für den öffentlichen Stadtverkehr zugelassen. Fahre ein verändertes oder nicht zugelassenes Fahrzeug nur auf echtem Privatgelände und in nichtöffentlichen Bereichen.
