Citroën Ami Elektro-Leichtfahrzeug der Klasse L6e in Seitenansicht

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Citroën Ami: Akku, Reichweite, Führerschein und Varianten — der Modell-Deep-Dive

Wie weit fährt der Ami, welcher Führerschein reicht und für wen taugt das kleine L6e-Leichtauto? Hier bekommst du die belegten Fakten statt Datenblatt-Salat.

⏱ 12 Min. Lesezeit · Stand: August 2026

Kurz gesagt: Der Citroën Ami ist ein leichtes Elektro-Zweisitzer-Fahrzeug der Klasse L6e mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit. Er fährt mit einem 6-kW-Motor und einem 5,4-kWh-Akku bis zu 75 km weit nach WMTC. Geladen wird an der Haushaltssteckdose mit 2,3 kW in rund vier Stunden. In Deutschland reicht der Führerschein der Klasse AM, den du ab 15 Jahren machen kannst. Seit Mai 2025 ist die überarbeitete Generation bestellbar, die Technik blieb dabei weitgehend gleich.

Was der Citroën Ami ist und für wen er gedacht ist

Der Citroën Ami ist kein Auto im klassischen Sinn. Er ist ein leichtes Elektro-Zweisitzer-Fahrzeug für die Stadt. Rechtlich zählt er zur Klasse L6e, also zu den leichten vierrädrigen Kraftfahrzeugen. Damit steht er zwischen einem Roller und einem Kleinwagen. Genau diese Zwischenstellung macht ihn für viele so interessant.

Citroën baut den Ami bewusst schlicht. Er ist knapp 2,41 Meter kurz und passt fast quer in eine Parklücke. Die beiden Türen sind spiegelbildlich gleich, um Kosten zu sparen. Der Innenraum ist reduziert, aber wetterfest und beheizt. So unterscheidet er sich klar von einem offenen Roller.

Die Zielgruppe ist klar umrissen. Pendler mit kurzen Wegen finden im Ami ein günstiges, überdachtes Stadtfahrzeug. Familien nutzen ihn als Zweitwagen für Besorgungen. Und Jugendliche ab 15 Jahren dürfen ihn in Deutschland mit dem passenden Führerschein fahren. Für lange Autobahnstrecken taugt er dagegen nicht, und das ist auch nicht sein Zweck.

Wenn du mehrere kleine Elektromobile vergleichen willst, hilft dir die Übersicht der Elektro-Microcars weiter. Dort stehen der Ami und seine Wettbewerber nebeneinander. Diese Seite hier bleibt beim Ami und geht dafür in die Tiefe.

Technische Daten im Überblick (Motor, Akku, Maße)

Die Technik des Ami ist bewusst überschaubar gehalten. Ein Elektromotor treibt die Vorderräder an und leistet 6 kW, also rund 8 PS. Das Drehmoment liegt bei etwa 40 Nm, was in der Stadt für flottes Anfahren reicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist bauartbedingt auf 45 km/h begrenzt. Diese Grenze ergibt sich aus der Fahrzeugklasse, nicht aus fehlender Kraft.

Technische Daten des Citroën Ami: 5,5 kWh Akku, 6 kW Motor, 45 km/h, 75 km Reichweite
Technische Daten des Citroën Ami: 5,5 kWh Akku, 6 kW Motor, 45 km/h, 75 km Reichweite

Der Akku ist eine Lithium-Ionen-Batterie. Citroën gibt 5,4 kWh nutzbare Kapazität an, brutto sind es rund 7 kWh. Manche Datenblätter runden die Nettozahl auf 5,5 kWh, das ändert am Alltag aber wenig. Wichtiger als die dritte Nachkommastelle ist, wie du damit lädst und fährst.

Bei den Maßen zeigt sich, wie kompakt der Ami wirklich ist. Er misst rund 2,41 Meter in der Länge und etwa 1,39 Meter in der Breite. Das Leergewicht liegt bei rund 485 Kilogramm. Diese Zahlen erklären, warum der Ami so wendig ist. Die folgende Tabelle fasst die belegten Herstellerangaben zusammen.

Merkmal Wert (Hersteller-/ADAC-Angabe) Einordnung
Fahrzeugklasse L6e (leichtes vierrädriges Kfz) nach VO (EU) 168/2013
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h bauartbedingt begrenzt
Motorleistung 6 kW (rund 8 PS), etwa 40 Nm Vorderradantrieb
Akku 5,4 kWh nutzbar (Lithium-Ionen) brutto rund 7 kWh; Netto teils auf 5,5 gerundet
Reichweite bis 75 km nach WMTC, Alltag geringer
Laden Haushaltssteckdose 2,3 kW, rund 4 Std. 0–100 %, Ladezeit temperaturabhängig
Länge / Breite rund 2,41 m / 1,39 m sehr kompaktes Stadtformat
Sitzplätze 2 Zweisitzer ohne Rücksitze

Die Tabelle macht die Idee des Ami sichtbar. Er ist auf die Stadt zugeschnitten, nicht auf die Fernstrecke. Alle Werte sind Hersteller- oder ADAC-Angaben, keine eigenen Messungen. Einzelne Zahlen können sich je Modelljahr leicht verschieben. Prüfe die aktuellen Daten deshalb am Konfigurator, bevor du dich festlegst.

Akku, Reichweite und Laden im Alltag

Die Reichweite ist beim Ami die wichtigste Alltagszahl. Citroën nennt bis zu 75 km nach WMTC. WMTC steht für einen Prüfzyklus, der die Reichweite genormt ermittelt. Im echten Alltag liegt der Wert fast immer darunter. Kälte, Steigungen, Zuladung und dein Fahrstil ziehen die Reichweite spürbar nach unten.

Für die Stadt reicht das trotzdem gut aus. Die meisten Stadtwege sind kürzer als 20 km am Tag. Damit fährst du oft mehrere Tage, bevor du überhaupt laden musst. Der Ami ist als Kurzstreckenfahrzeug konzipiert, nicht als Reisewagen. Wer täglich 60 km Landstraße fährt, ist mit ihm falsch beraten.

Beim Laden bleibt der Ami erfrischend einfach. Ein Ladekabel ist fest im Fahrzeug verstaut und kommt in jede Haushaltssteckdose. Die Ladeleistung liegt bei 2,3 kW, ein voller Ladezyklus von 0 auf 100 Prozent dauert rund vier Stunden. Du brauchst keine Wallbox und keinen Starkstromanschluss. Diese Alltagstauglichkeit ist ein echtes Kaufargument.

Rechne trotzdem konservativ, statt dich auf den Bestwert zu verlassen. Plane im Winter etwa ein Viertel weniger Reichweite ein. Lade den Ami am besten über Nacht, dann startest du morgens immer voll. Der Akkuverlust bei Kälte ist überwiegend reversibel und kehrt bei Wärme zurück. So bleibt das kleine Fahrzeug im Alltag verlässlich.

Fahrzeugklasse L6e einfach erklärt

Der Ami ist ein L6e-Fahrzeug, und dieser Buchstaben-Zahlen-Code entscheidet fast alles. L6e bezeichnet ein leichtes vierrädriges Kraftfahrzeug nach der EU-Verordnung 168/2013. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 45 km/h begrenzt. Das Leergewicht darf bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Und die Motorleistung ist gedeckelt.

Wichtig ist die Abgrenzung nach oben. L7e-Fahrzeuge sind schwerer, dürfen mehr leisten und fahren oft schneller. Der Ami gehört klar zu L6e, nicht zu L7e. Diese Unterscheidung solltest du nicht überlesen. Sie bestimmt, welchen Führerschein du brauchst und ab welchem Alter du fahren darfst.

Für den Alltag heißt L6e vor allem eins: Stadtfahrzeug mit klaren Grenzen. Du darfst nicht auf die Autobahn und nicht auf Kraftfahrstraßen. Dafür genügt ein einfacher Führerschein, und die Versicherung ist meist günstig. Wer die Klasse versteht, versteht auch, warum der Ami so gebaut ist. Er ist ein bewusst begrenztes Werkzeug für die Stadt.

Die genauen Unterschiede zwischen den Klassen erklärt die Seite zu den Fahrzeugklassen L6e und L7e im Detail. Dort siehst du, wo der Ami einsortiert ist und was das für dich bedeutet. Diese Klassenlogik ist die Grundlage für den nächsten Abschnitt.

Welcher Führerschein reicht und ab welchem Alter

Für den Ami reicht in Deutschland die Führerscheinklasse AM. Das ist die Klasse für Mopeds, leichte Roller und eben leichte vierrädrige Fahrzeuge. Die Rechtsgrundlage steht in § 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Das Mindestalter für die Klasse AM liegt in Deutschland bei 15 Jahren. Damit ist der Ami eines der wenigen Fahrzeuge, das Jugendliche früh legal fahren dürfen.

Fahrzeugklasse L6e und Führerschein AM ab 15 Jahren für den Citroën Ami
Fahrzeugklasse L6e und Führerschein AM ab 15 Jahren für den Citroën Ami

Wer bereits eine höhere Klasse hat, darf ebenfalls fahren. Die Klasse AM ist im Autoführerschein der Klasse B automatisch enthalten. Auch ältere Klassen wie die frühere Klasse 3 schließen den Ami mit ein. Du brauchst also nicht extra einen neuen Schein, wenn du schon Auto fährst. Für Fahranfänger unter 18 ist die Klasse AM aber oft der einfachste Einstieg.

Achte auf die Feinheiten beim Mindestalter. Bundesweit gilt für AM ein Mindestalter von 15 Jahren. Manche Bundesländer hatten das über Modellversuche erprobt, inzwischen gilt es einheitlich. Wichtig: In Deutschland ist AM ab 15, nicht ab 16. Diese Zahl solltest du dir merken, weil sie in anderen Ländern abweichen kann.

Wenn du unsicher bist, welcher Schein für kleine Elektromobile gilt, lohnt der Blick darauf, welcher Führerschein für Microcars nötig ist. Dort ist die Zuordnung nach Klasse und Alter aufgeschlüsselt. Der Ami dient dabei als typisches L6e-Beispiel. Diese Einordnung ist redaktionell, sie ersetzt keine Rechtsberatung.

Die Varianten: Buggy, Pop, My Ami Cargo und Sondereditionen

Der Ami tritt nicht nur in einer Form auf. Citroën bietet mehrere Varianten an, die auf derselben Basis aufbauen. Die Technik bleibt dabei praktisch gleich, es ändert sich vor allem der Charakter. Diese Kinder des Ami sprechen unterschiedliche Käufer an. Welche Namen aktuell im Konfigurator stehen, prüfst du am besten direkt beim Hersteller.

Die Basisidee steckt im normalen Ami, oft als Pop-Ausführung angeboten. Er ist die günstige, praktische Stadtvariante mit farbigen Akzenten. Darüber hinaus gab und gibt es den My Ami Buggy als freches Freizeitmodell. Der Buggy verzichtet auf feste Türen und setzt auf einen robusten Look. Er ist eher Lifestyle als reines Zweckfahrzeug.

Für Gewerbe und Transport gibt es den My Ami Cargo. Bei ihm entfällt der Beifahrersitz zugunsten einer Ladefläche. So entsteht ein kleiner Lieferwagen für die letzte Meile. Handwerker und Kurierdienste nutzen ihn für kurze Wege in der Stadt. Damit deckt der Ami auch einen gewerblichen Bedarf ab.

Dazu kamen über die Jahre mehrere Sondereditionen. Die frühere Rip-Curl-Edition mit maritimem Design ist ein bekanntes Beispiel. Solche Editionen wechseln je nach Modelljahr und sind oft limitiert. Verlasse dich deshalb nicht auf eine feste Liste. Die aktuelle Palette steht immer im Konfigurator des Herstellers.

Was die überarbeitete Generation seit 2025 ändert

Ende 2024 zeigte Citroën auf dem Pariser Salon einen überarbeiteten Ami. In Deutschland ist diese Version seit dem 6. Mai 2025 bestellbar. Wichtig für die Einordnung: Es handelt sich um ein Facelift, nicht um eine neue Plattform-Generation. Die Grundtechnik mit 6-kW-Motor und 5,4-kWh-Akku blieb weitgehend unverändert. Das ist bewusst so gewählt, um den Preis niedrig zu halten.

Sichtbar sind vor allem die Änderungen am Design. Die Front bekam ein frischeres Gesicht und neue Leuchtgrafiken. Auch im Innenraum gab es kleine Aufwertungen bei Ablagen und Bedienung. Wer den alten und den neuen Ami nebeneinander stellt, erkennt die Unterschiede sofort. Unter dem Blech blieb aber vieles beim Bewährten.

Für dich als Käufer ist die Botschaft einfach. Du bekommst ein aufgefrischtes Fahrzeug, aber keine völlig neue Technik. Reichweite, Klasse und Führerschein-Anforderung bleiben identisch. Das ist kein Nachteil, sondern Teil des Konzepts. Der Ami soll bezahlbar und einfach bleiben, statt jedes Jahr teuer neu erfunden zu werden.

Alltag, Reichweiten-Realität und Grenzen

Im Stadtalltag spielt der Ami seine Stärken voll aus. Er parkt dort, wo größere Autos scheitern, und wendet auf engstem Raum. Die 45 km/h reichen im Stadtverkehr fast überall aus. Auf Tempo-30-Zonen und Hauptstraßen schwimmst du problemlos mit. Erst außerhalb der Stadt wird die Höchstgeschwindigkeit zur echten Grenze.

Die Reichweiten-Realität solltest du nüchtern sehen. Der WMTC-Wert von 75 km ist ein Bestwert unter Idealbedingungen. Im Winter, mit Heizung und bei zügiger Fahrt, bleiben eher deutlich weniger. Für den typischen Pendelweg ist das kein Problem. Für spontane Ausflüge über Land ist es dagegen schnell zu knapp.

Auch beim Komfort musst du Abstriche akzeptieren. Der Ami ist laut, einfach gefedert und im Innenraum spartanisch. Er ist ein Nutzfahrzeug für die Stadt, kein leiser Reisewagen. Wer das weiß, wird selten enttäuscht. Wer einen leisen Kleinwagen erwartet, sollte sich das gut überlegen.

Ein Wort zur Nutzung außerhalb der Straße. Der Ami ist ein zugelassenes Serienfahrzeug für den öffentlichen Verkehr. Anders als bei getunten Fahrzeugen ist Privatgelände hier kein Thema. Grundsätzlich gilt aber: Ein nicht zugelassenes oder verändertes Fahrzeug gehört nicht in den öffentlichen Verkehrsraum. Für den serienmäßigen Ami stellt sich diese Frage nicht.

Sicherheit, Ausstattung und Komfort im Ami

Beim Thema Sicherheit musst du die Fahrzeugklasse im Kopf behalten. Ein L6e-Fahrzeug wird nicht wie ein Pkw crashgetestet. Der Ami hat keine Airbags und nur eine einfache Karosseriestruktur. Er bietet mehr Schutz als ein Roller, aber weniger als ein Kleinwagen. Diese Einordnung ist wichtig, damit du die Erwartungen richtig setzt.

Die Ausstattung ist auf das Nötige reduziert. Der Ami hat ein wetterfestes Dach, Türen und eine Heizung. Ein festes Infotainment-System fehlt, stattdessen dockst du dein Smartphone an. Diese Sparsamkeit hält den Preis niedrig. Sie passt zum Charakter als einfaches Stadtfahrzeug.

Beim Komfort zählt vor allem die Wetterfestigkeit. Anders als auf einem Roller sitzt du trocken und windgeschützt. Das ist im Alltag ein großer Unterschied, gerade bei Regen und Kälte. Die Sitze sind einfach, aber für Kurzstrecken ausreichend. Für lange Fahrten ist der Ami schlicht nicht gemacht.

Die Plattform-Schwestern Topolino und Rocks kurz erklärt

Der Ami steht technisch nicht allein da. Innerhalb des Stellantis-Konzerns teilt er sich die Plattform mit zwei Schwestermodellen. Der Fiat Topolino im Detail und der Opel Rocks basieren auf derselben Technik. Sie nutzen denselben Antrieb, denselben Akku und dieselbe Grundkarosserie. Unterschiede gibt es vor allem beim Design und bei den Details.

Der Fiat Topolino gibt sich betont mediterran und verspielt. Wie sich der Opel Rocks als Schwestermodell positioniert, liest du auf seiner eigenen Seite nach. Alle drei fahren aber gleich schnell und gehören zur selben L6e-Klasse. Für dich heißt das: Die Wahl ist am Ende eine Frage von Optik und Angebot. Die Technik nimmt sich zwischen den Geschwistern kaum etwas.

Einen vollen Vergleich der drei Modelle findest du nicht hier. Dieser Deep-Dive bleibt bewusst beim Ami und geht dafür in die Tiefe. Der direkte Dreikampf zwischen Ami, Topolino und Rocks gehört in die Microcar-Übersicht. Fiat Topolino und Opel Rocks sind hier nur als Plattform-Schwestern genannt. Wer sie gegeneinander abwägen will, ist in der Modell-Übersicht besser aufgehoben.

Marktstatus und Verfügbarkeit in Deutschland

Der Ami ist in Deutschland regulär erhältlich. Citroën bietet ihn über das Händlernetz und online an. Die überarbeitete Generation ist seit Mai 2025 bestellbar. Damit ist der Ami eines der wenigen Microcars mit stabilem Vertrieb hierzulande. Anders gedachte Leichtfahrzeuge wie der Microlino mit geschlossener Kabine verfolgen ein eigenes Konzept und sprechen andere Käufer an.

Zum Preis machen wir hier bewusst keine Angaben. Preise, Aktionen und mögliche Abo-Modelle ändern sich laufend. Sie hängen vom Modelljahr, der Variante und der Ausstattung ab. Prüfe deshalb immer im Fachhandel oder am Konfigurator, was aktuell gilt. Feste Zahlen aus einem Artikel wären hier schnell veraltet.

Beachte auch die Liefer- und Wartezeiten. Bei gefragten Varianten oder Sondereditionen kann es dauern. Der Cargo für Gewerbekunden hat teils eigene Bestellwege. Kläre vor der Bestellung, welche Variante wann verfügbar ist. So vermeidest du böse Überraschungen bei der Lieferung.

Kaufkriterien: worauf du beim Ami achten solltest

Vor dem Kauf lohnt eine ehrliche Bedarfsprüfung. Frag dich zuerst, wie lang deine typischen Wege sind. Bleiben sie meist unter 20 km, ist der Ami ideal. Fährst du regelmäßig über Land oder Autobahn, ist er die falsche Wahl. Die Reichweite und die 45 km/h setzen hier klare Grenzen.

Danach entscheidet die passende Variante. Brauchst du zwei Sitze oder eine Ladefläche wie beim Cargo? Willst du ein praktisches Stadtauto oder das freche Buggy-Design? Diese Frage bestimmt, welches Kind des Ami zu dir passt. Prüfe dabei, welche Varianten im aktuellen Modelljahr überhaupt angeboten werden.

Der dritte Punkt ist der Führerschein. Kläre, ob du oder deine Kinder die Klasse AM oder B besitzen. Für Jugendliche ab 15 Jahren kann der Ami der Einstieg in die Mobilität sein. Rechne den Aufwand für den Führerschein in deine Entscheidung ein. Ohne passenden Schein steht der Ami nur in der Einfahrt.

Zuletzt zählen die praktischen Details. Passt der Ami in deine Parksituation und an deine Steckdose? Reicht dir die einfache Ausstattung ohne Airbags und Infotainment? Kannst du mit dem Geräuschniveau und der schlichten Federung leben? Wer diese Fragen ehrlich beantwortet, kauft selten am eigenen Bedarf vorbei.

Für wen sich der Citroën Ami wirklich lohnt

Der Ami ist ein Spezialist, kein Alleskönner. Er glänzt genau dort, wo andere Fahrzeuge zu groß oder zu teuer sind. In der Stadt, auf kurzen Wegen und beim Parken ist er kaum zu schlagen. Als Zweitwagen, Pendlerfahrzeug oder Einstieg für Jugendliche ergibt er viel Sinn. Als einziges Auto einer Familie taugt er dagegen selten.

Seine Grenzen sind ehrlich und leicht zu erkennen. Die Reichweite ist auf die Stadt zugeschnitten, nicht auf die Fernstrecke. Die 45 km/h halten dich von Autobahn und Kraftfahrstraße fern. Der Komfort ist einfach, die Sicherheit liegt unter der eines Pkw. Wer das akzeptiert, bekommt ein ehrliches, günstiges Stadtmobil.

Am Ende passt der Ami zu einem klaren Nutzungsprofil. Kurze Wege, wetterfest, wendig und einfach zu laden. Wenn dein Alltag so aussieht, ist er eine überzeugende Wahl. Wenn nicht, führen dich die Microcar-Übersicht und die Klassenseiten zu passenderen Optionen. Prüfe die aktuellen Werte und Varianten immer am Original, bevor du dich entscheidest.

Wie weit fährt der Citroën Ami wirklich?

Citroën nennt bis zu 75 km nach dem WMTC-Prüfzyklus. Das ist ein Bestwert unter Idealbedingungen. Im Alltag liegt die Reichweite fast immer darunter, im Winter deutlich. Kälte, Steigungen, Zuladung und Fahrstil ziehen den Wert nach unten. Für kurze Stadtwege reicht die Reichweite trotzdem gut aus.

Welchen Führerschein brauche ich für den Citroën Ami?

In Deutschland genügt die Führerscheinklasse AM nach § 6 FeV. Sie gilt für Mopeds und leichte vierrädrige Fahrzeuge wie den Ami. Wer die Klasse B oder eine ältere höhere Klasse hat, darf ebenfalls fahren, weil AM darin enthalten ist. Einen zusätzlichen Schein brauchst du dann nicht.

Ab welchem Alter darf man den Ami in Deutschland fahren?

Das Mindestalter für die Klasse AM liegt in Deutschland bei 15 Jahren. Damit dürfen auch Jugendliche den Ami legal fahren. In anderen Ländern kann das Mindestalter abweichen. Für den deutschen Straßenverkehr gilt: AM ab 15, nicht ab 16. Ohne gültige Fahrerlaubnis ist die Nutzung nicht erlaubt.

Wie lange lädt der Citroën Ami?

Der Ami lädt an einer normalen Haushaltssteckdose in rund vier Stunden. Das Ladekabel ist fest im Fahrzeug verstaut. Die Ladeleistung liegt bei 2,3 kW. Eine Wallbox oder ein Starkstromanschluss ist nicht nötig. Die genaue Ladezeit hängt von der Batterietemperatur ab.

Welche Fahrzeugklasse hat der Ami, L6e oder L7e?

Der Ami gehört zur Klasse L6e, den leichten vierrädrigen Kraftfahrzeugen nach VO (EU) 168/2013. Er ist ausdrücklich kein L7e-Fahrzeug. Die Höchstgeschwindigkeit ist bauartbedingt auf 45 km/h begrenzt. Diese Klasse bestimmt Führerschein und Mindestalter. Sie ist der wichtigste rechtliche Rahmen für den Ami.

Welche Varianten des Citroën Ami gibt es?

Es gibt die praktische Basis, oft als Pop, den freizeitorientierten My Ami Buggy und den My Ami Cargo mit Ladefläche. Dazu kamen Sondereditionen wie die frühere Rip-Curl-Ausführung. Die Technik bleibt über alle Varianten weitgehend gleich. Welche Modelle aktuell verfügbar sind, prüfst du am Konfigurator des Herstellers.

Darf der Citroën Ami auf die Autobahn?

Nein. Der Ami erreicht bauartbedingt nur 45 km/h und ist damit zu langsam für Autobahnen und Kraftfahrstraßen. Diese Straßen setzen eine höhere Mindestgeschwindigkeit voraus. Der Ami ist ein reines Stadt- und Kurzstreckenfahrzeug. Für Fernstrecken ist er weder gedacht noch zugelassen.

Ist der Ami ein Auto oder ein Leichtfahrzeug?

Rechtlich ist der Ami kein Pkw, sondern ein leichtes vierrädriges Kraftfahrzeug der Klasse L6e. Er steht zwischen Roller und Kleinwagen. Er bietet ein Dach, Türen und eine Heizung, aber keine Pkw-typische Sicherheitsausstattung wie Airbags. Deshalb solltest du ihn als Leichtfahrzeug einordnen, nicht als vollwertiges Auto.

Was hat sich mit dem Facelift 2025 geändert?

Der überarbeitete Ami ist in Deutschland seit dem 6. Mai 2025 bestellbar. Die Änderungen betreffen vor allem Design und Details, nicht die Technik. Motor, Akku und Reichweite blieben weitgehend gleich. Es handelt sich um ein Facelift, nicht um eine neue Plattform-Generation. Führerschein und Klasse ändern sich dadurch nicht.

Hinweis: Dieser Beitrag liefert allgemeine Informationen zum Citroën Ami, seiner Technik und seiner Fahrzeugklasse, keine Rechtsberatung. Technische Werte, Reichweiten nach WMTC, Varianten und Führerschein-Anforderungen prüfst du vor dem Kauf an der Original-Quelle beim Hersteller und im Fachhandel. Preise nennen wir bewusst nicht. Der Ami ist ein zugelassenes L6e-Serienfahrzeug für den öffentlichen Verkehr; Tuning oder Entdrosselung ist hier kein Thema. Grundsätzlich gilt: Ein nicht zugelassenes oder verändertes Fahrzeug gehört nicht in den öffentlichen Verkehrsraum, sondern nur auf echtes Privatgelände.

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