Elektrisches Foilboard gleitet auf einem Tragflügel über ruhigem Wasser

Elektro-Wassersport · Marken-Datencheck

Fliteboard im Datencheck: Modelle, Technik, Einordnung

Was die Marke Fliteboard heute an eFoil-Boards, Akkus und Antrieben führt. Hier bekommst du die Herstellerdaten neutral aufbereitet, ohne eigenen Praxistest.

⏱ 13 Min. Lesezeit · Stand: August 2026

Kurz gesagt: Ein Fliteboard ist ein elektrisches Foilboard, kurz eFoil, aus dem australischen Byron Bay. Die aktuelle Board-Generation reicht vom stabilen Einsteigerbrett bis zum kleinen Race-Board. Angetrieben wird es je nach Wahl per Flite Jet oder Flite Propeller. Den Strom liefert ein Flitecell-Wechselakku, gesteuert wird über den wasserdichten Flite Controller. Dieser Beitrag ist ein Datencheck auf Basis von Herstellerangaben, kein eigener Fahrtest. Alle Werte sind Hersteller- oder Handelsangaben mit Stand 2026. Preise nennen wir nicht, die prüfst du im Fachhandel.

Fliteboard im Überblick: Marke, Herkunft und Marktposition

Fliteboard ist ein Hersteller elektrischer Foilboards aus Australien. Die Marke sitzt im Küstenort Byron Bay. Laut eigener Angabe werden die Boards dort entworfen. Vertrieb und Service laufen über ein globales Händlernetz mit Büros in Nordamerika, Europa und Australien. Ein eFoil hebt bei Fahrt auf einem Tragflügel aus dem Wasser. Den großen Überblick zum elektrischen Wassersport findest du im Ratgeber-Hub.

Die Marke gehört zur Brunswick Corporation, einem großen Konzern für Wassersport. Diese Anbindung ist eine Herstellerangabe und ordnet Fliteboard im Premium-Segment ein. Der Markt für eFoils ist jung und stark markengetrieben. Fliteboard zählt hier zu den bekanntesten Namen. Andere Marken wie Lift oder Waydoo spielen ebenfalls mit, bleiben in diesem Datencheck aber außen vor. Wie sich die Hersteller unterscheiden, zeigt unser Marken-Systemvergleich.

Wir schauen bewusst nur auf belegbare Herstellerdaten. Ein eigener Praxistest steckt nicht dahinter. Das heißt: Werte zu Tempo, Fahrzeit und Gewicht stammen vom Hersteller oder aus dem Fachhandel. Wir prüfen sie auf Konsistenz und ordnen sie ein. So bekommst du eine neutrale Grundlage, statt einer Werbebroschüre. Den gleichen neutralen Blick bietet der Aerofoils-Datencheck.

Die aktuelle Serie und die Board-Varianten

Fliteboard entwickelt seine Boards in fortlaufenden Serien weiter. Die aktuelle Generation führt der Hersteller mit einer breiten Modellpalette. Stand 2026 nennt der Anbieter mehrere Board-Linien mit klarer Rollenteilung. Dazu zählen ICON, PRO, ULTRA, AIR und RACE. Ergänzend gibt es Einstiegsformate wie den Flitescooter und eine Premium-Linie von Marc Newson.

Die Boards unterscheiden sich vor allem im Volumen und im Zuschnitt. Ein hohes Volumen bringt Auftrieb und Stabilität. Das hilft beim Lernen und trägt schwerere Fahrer. Ein kleines Volumen macht das Board wendiger und sportlicher. Genau daran hängt die Zielgruppe jedes Modells.

Wichtig für die Einordnung: Die Serienbezeichnung wechselt über die Jahre. Volumen- und Maßangaben stammen teils aus dem Fachhandel. Wir kennzeichnen solche Werte als Handelsangabe und markieren sie zum Prüfen. Der Modell-Name plus das Volumen bleiben die verlässlichsten Anker. An ihnen richtest du deine Auswahl aus.

Modell- und Spec-Tabelle (Herstellerangaben)

Die folgende Tabelle bündelt die Kernwerte der Board-Linien. Sie zeigt Modell, Volumen, Zielgruppe und einen Kennwert je Zeile. Alle Angaben sind Hersteller- oder Handelsangaben mit Stand 2026. Volumen und Maße können je Serie leicht abweichen. Nutze die Tabelle als Orientierung, nicht als letzte Wahrheit.

Neutrale Vergleichsgrafik der eFoil-Board-Varianten nach Volumen und Zielgruppe
Neutrale Vergleichsgrafik der eFoil-Board-Varianten nach Volumen und Zielgruppe
Modell Volumen (ca.) Zielgruppe Kennwert / Hinweis
AIR ~110 L (aufblasbar) Einsteiger, Reise, Yacht-Stauraum aufblasbare Bauweise, robust
ICON ~100 L Einsteiger bis Fortgeschritten der Allrounder, Glasfaser oder Carbon
PRO ~67 L Fortgeschritten, Carven, Freestyle agiler und kleiner als ICON
ULTRA (L3) ~49 L fortgeschrittene Wellenreiter leichtes Board, nur Carbon
RACE ~58 L Speed, Wettkampf, Profis bis 55+ km/h (Herstellerangabe)
Flitescooter Einsteigerformat komplette Anfänger Stehplattform, schnelles Lernen

Die Volumenwerte sind gerundet und als Handelsangabe zu prüfen. Der Hersteller kombiniert Boards frei mit Akkus, Antrieben und Flügeln. Ein und dasselbe Board fährt darum sehr unterschiedlich. Genau deshalb sagt das Volumen mehr über die Eignung aus als die reine Optik. Für den Kennwert Tempo gilt: nur das RACE trägt die 55+-Marke ausdrücklich.

ICON, PRO und ULTRA: für wen welches Board passt

Das ICON ist laut Hersteller der Allrounder der Reihe. Mit rund 100 Litern bietet es viel Auftrieb. Das erleichtert die ersten Starts und trägt auch schwerere Fahrer. Der Anbieter richtet es an Einsteiger bis Fortgeschrittene. Es gibt das ICON in Glasfaser oder in leichterem Carbon.

Das PRO ist mit rund 67 Litern deutlich kleiner. Es reagiert direkter und lässt sich enger drehen. Der Hersteller adressiert damit Fahrer mit Boardsport-Erfahrung. Für Carven und Freestyle ist das PRO die sportlichere Wahl. Zum Lernen ist es weniger gutmütig als das ICON.

Das ULTRA ist das kleine, leichte Spitzenmodell. Mit rund 49 Litern ist es auf Effizienz und Wellenreiten ausgelegt. Der Hersteller nennt es die leichteste Board-Linie der Serie. Es gibt das ULTRA nur in Carbon. Für Einsteiger ist dieses Board klar zu wenig Volumen.

AIR und Einsteiger-Boards: aufblasbare Bauweise

Das AIR ist das aufblasbare Board der Reihe. Mit rund 110 Litern hat es sehr viel Auftrieb. Das macht es sehr stabil und einsteigerfreundlich. Der große Vorteil liegt im Transport und in der Robustheit. Aufgeblasen fährt es, luftleer passt es klein verstaut ins Auto oder auf die Yacht.

Der Hersteller nennt für das AIR eine besonders widerstandsfähige Bauweise. Kleine Rempler steckt ein aufblasbares Deck besser weg als ein hartes Carbon-Board. Für Familien, Vermietung und Reise ist das ein starkes Argument. Ein mitgeliefertes Reparaturset gehört laut Anbieter zum Konzept. So lassen sich kleine Schäden vor Ort beheben.

Für komplette Anfänger führt Fliteboard zusätzlich den Flitescooter. Er hat eine Stehplattform mit Haltegriff. Laut Hersteller lernen viele Menschen damit in Minuten das Gleiten. Das ist eher ein Reinschnupper-Format als ein sportliches Board. Wer schnell Fortschritte will, wechselt später auf ICON oder PRO.

RACE: das schnellste Fliteboard laut Hersteller

Das RACE ist das kompromisslose Speed-Board. Der Hersteller nennt es das schnellste Fliteboard überhaupt. Als Spitzenwert steht eine Herstellerangabe von 55+ km/h im Raum. Mit rund 58 Litern bleibt es klein und liegt sportlich im Wasser. Es ist ausschließlich in Carbon zu haben.

Für das RACE arbeitet Fliteboard mit Mercury Racing zusammen. Diese Partnermarke steuert einen speziellen Impeller bei. Das ist eine Herstellerangabe, kein von uns gemessener Wert. Wir rechnen das Tempo nicht aus der Akkukapazität hoch. Solche Hochrechnungen wären unseriös und stehen hier bewusst nicht drin.

In der Praxis ist das RACE ein Board für Profis. Das hohe Tempo verlangt Erfahrung und Kontrolle. Der Hersteller senkt für die schnellen Modelle das freigegebene Fahrergewicht. Statt 120 kg gilt für ULTRA und RACE eine Grenze von 100 kg. Diese Zahlen sind Garantiegrenzen des Herstellers, keine physikalische Obergrenze.

Antrieb: Flite Jet gegen Flite Propeller

Fliteboard bietet zwei grundlegend verschiedene Antriebe an. Der eine ist der Flite Jet, der andere der Flite Propeller. Beide Systeme treiben denselben Foil-Mast an. Sie fühlen sich aber im Wasser klar unterschiedlich an. Deine Wahl prägt Fahrgefühl und Sicherheit stärker als das Board selbst.

Schemagrafik Jet-Antrieb mit gekapseltem Impeller gegen Propeller mit Getriebe
Schemagrafik Jet-Antrieb mit gekapseltem Impeller gegen Propeller mit Getriebe

Der Flite Jet arbeitet mit einem gekapselten Impeller. Er hat keine frei laufende Schraube. Das macht ihn sicherer im Umgang und ruhiger im Lauf. Der Hersteller beschreibt ihn als besonders sanft und direkt. Für Anfänger und für Flachwasser ist der Jet oft die einfachere Wahl.

Der Flite Propeller setzt auf eine klassische Schraube. Laut Hersteller vervierfacht ein Untersetzungsgetriebe das Drehmoment. Das bringt Effizienz und viel Schub aus dem Stand. Eine offene Schraube verlangt aber mehr Respekt im Handling. Wir trennen diese beiden Leistungsarten bewusst und vermischen ihre Werte nicht.

Flitecell-Akku: Kapazität und Fahrzeit als Herstellerangabe

Den Strom liefert ein Wechselakku namens Flitecell. Fliteboard bietet ihn in drei Größen an. Sie heißen Nano, Sport und Explore. Die drei unterscheiden sich in Kapazität, Gewicht und Fahrzeit. Alle nutzen laut Hersteller hochwertige 21700-Zellen mit Titan-Gehäuse gegen Korrosion.

Balkengrafik der drei Akkugrößen nach Kapazität, Gewicht und Fahrzeit
Balkengrafik der drei Akkugrößen nach Kapazität, Gewicht und Fahrzeit

Der Nano ist mit rund 6,2 kg der leichteste Akku. Der Hersteller nennt etwa 806 Wh Kapazität und bis zu 45 Minuten Fahrzeit. Der Sport wiegt rund 10,6 kg und bietet etwa 1,6 kWh. Dafür nennt der Anbieter grob 1 Stunde 10 Minuten bei rund 25 km/h. Der Explore ist mit etwa 14,5 kg der größte Akku.

Flitecell Kapazität (ca.) Gewicht (ca.) Fahrzeit (Herstellerangabe)
Nano ~0,8 kWh (806 Wh) ~6,2 kg bis zu 45 Min.
Sport ~1,6 kWh ~10,6 kg ~1 Std. 10 Min. bei ~25 km/h
Explore ~2,1 kWh ~14,5 kg über 2 Std., bis ~2,5 Std.

Für den Explore nennt der Hersteller Fahrzeiten über zwei Stunden. Als grobe Distanz gibt er über 40 km an. Das ist eine Herstellerangabe unter günstigen Bedingungen. Wir rechnen daraus keine feste Reichweite hoch. Zuladung, Wing, Antrieb und Wasser verschieben diese Werte deutlich.

Laden und Handling der Flitecell

Die Flitecell laden zwei verschiedene Ladegeräte. Ein schnelles Gerät arbeitet mit 25 Ampere. Ein langsameres läuft mit 6 Ampere. Die Ladezeiten hängen stark vom Gerät und vom Akku ab. Der Hersteller nennt dafür klare Spannen.

Mit dem Schnelllader nennt Fliteboard den Explore in unter zwei Stunden. Den Sport gibt der Hersteller mit unter 1,5 Stunden an. Der kleine Nano ist mit unter 50 Minuten schnell wieder voll. Am langsamen Lader dauert es deutlich länger. Dort nennt der Anbieter den Explore mit unter neun Stunden.

Der Wechselakku ist ein praktischer Vorteil. Du kannst einen Akku laden, während ein zweiter fährt. So verlängerst du die nutzbare Zeit auf dem Wasser. Ein zweiter Akku kostet extra, das prüfst du im Fachhandel. Für die Sicherheit gelten beim Transport die üblichen Regeln für Lithium-Akkus.

Geschwindigkeit: die Herstellerspanne richtig lesen

Fliteboard nennt als Spitzenwert bis zu 55 km/h. Das entspricht etwa 34 mph. Diese Zahl ist eine Herstellerangabe für das schnelle Ende der Palette. Sie gilt nicht für jedes Board mit jedem Setup. Der Anbieter selbst weist auf viele Einflussgrößen hin.

Das Tempo hängt von Fahrergewicht und Wing ab. Auch der Antrieb und das Können spielen mit. Ein großer Cruiser-Wing steigt früh auf und fährt langsamer. Ein kleiner Speed-Wing erlaubt mehr Tempo, verlangt aber Übung. Die 55 km/h stehen darum am oberen Rand, nicht in der Mitte.

Für den Alltag zählt weniger die Bestmarke. Wichtiger ist eine ruhige, kontrollierte Gleitgeschwindigkeit. Der Hersteller nennt für Fahrzeit-Beispiele rund 25 km/h. Das ist ein realistischer Wert zum Cruisen. Wir behandeln die 55 km/h als Datenpunkt, nicht als Alltagsziel.

Steuerung: der Flite Controller

Gesteuert wird ein Fliteboard über den Flite Controller. Das ist eine drahtlose Handfernbedienung. Der Hersteller nennt sie voll wasserdicht. Der Gasgeber arbeitet mit einem magnetischen Hall-Sensor. Das erlaubt eine feine, präzise Dosierung der Leistung.

Der Controller trägt ein digitales Display. Es zeigt den Akkustand in Prozent. Der Hersteller nennt Warnungen bei 50 Prozent, bei 10 Prozent und beim kritischen Stand. So weißt du früh, wann die Rückfahrt ansteht. Das ist wichtig, weil ein leerer Akku dich weit draußen stehen lässt.

Für Einsteiger bietet der Controller Fahrmodi. Sie begrenzen die Leistung und machen das Lernen leichter. Laut Hersteller lernen viele Menschen in unter einer Stunde das Foilen. Der Modus lässt sich mit Fortschritt anheben. So wächst das Board mit deinem Können mit.

Flügelsystem, Wings und Masten

Unter dem Board sitzt der Tragflügel, der Foil. Er besteht aus Frontflügel, Mast und Stabilisator. Fliteboard bietet mehrere Wing-Reihen an. Dazu zählen Cruiser, Speed, Flow und Flux. Jede Reihe deckt einen anderen Einsatz ab.

Große Wings wie der Cruiser steigen früh und langsam auf. Sie sind stabil und tragen schwere Fahrer. Der Hersteller empfiehlt sie für Einsteiger. Kleine Wings sind schneller und wendiger. Sie passen zu erfahrenen Fahrern, die eng drehen wollen.

Auch beim Mast gibt es mehrere Längen. Der Hersteller nennt Varianten von rund 60 bis über 80 cm. Ein kurzer Mast ist gutmütiger und verzeiht Fehler. Ein langer Mast erlaubt tiefere Kurven ohne Kontakt zum Wasser. Board, Wing und Mast sind modular und lassen sich kombinieren. Genau diese Baukasten-Logik macht die Auswahl anspruchsvoll.

Service, Ersatzteile und Verfügbarkeit in Deutschland

Fliteboard ist in Deutschland über Fachhändler verfügbar. Der Hersteller arbeitet mit autorisierten Partnern. Einige davon sind zugleich zertifizierte Service-Partner. Sie übernehmen Wartung und Reparatur vor Ort. Das ist bei einem Premium-eFoil ein wichtiger Punkt.

Die Komponenten sind laut Hersteller modular aufgebaut. Einzelteile lassen sich tauschen statt komplett ersetzen. Carbon-Boards repariert oft ein lokaler Surfboard-Spezialist. Das aufblasbare AIR nutzt ein mitgeliefertes Reparaturset. Diese Modularität senkt die Folgekosten über die Jahre.

Auf die Boards gibt der Hersteller zwei Jahre Garantie. Sie deckt Material- und Verarbeitungsfehler ab. Für Akkus und Verschleißteile gelten eigene Bedingungen. Prüfe die genauen Garantiebedingungen beim Händler. Verfügbarkeit und Lieferzeit klärst du ebenfalls direkt im Fachhandel.

Stärken und Grenzen im Datencheck: unser Bewertungsraster

Für die Einordnung nutzen wir ein eigenes, sichtbares Raster. Es bewertet Datenlage, nicht ein Fahrerlebnis. Grundlage sind ausschließlich Hersteller- und Handelsangaben mit Stand August 2026. Die Noten reichen von schwach bis stark. Sie sagen, wie belastbar und breit die Daten je Feld sind.

Kriterium Einordnung (Datenbasis) Bewertung
Modellbreite Einsteiger bis Race klar abgedeckt stark
Antriebsauswahl Jet und Propeller getrennt verfügbar stark
Akku-System drei Größen, Wechselakku, klare Werte stark
Service in DE autorisierte Partner und Service-Stellen solide
Einsteiger-Freundlichkeit Fahrmodi, viel Volumen, kurze Lernzeit solide
Preis-Transparenz Premium-Segment, Preise nur im Handel schwach

Das Raster ersetzt keinen Fahrtest und keine externe Testautorität. Es bewertet allein die Qualität der Datenlage. Stark heißt: viele klare Herstellerwerte. Schwach heißt: wenig öffentliche Transparenz, etwa bei Preisen. So bleibt die Einordnung ehrlich und nachvollziehbar.

Als Grenzen bleiben zwei Punkte. Zum einen ist Fliteboard ein Premium-Produkt mit hohen Kosten. Zum anderen sind manche Volumen- und Maßwerte Handelsangaben. Sie können je Serie leicht abweichen und gehören geprüft. Beide Punkte ändern nichts an der insgesamt starken Datenlage.

Für wen sich ein Fliteboard eignet

Ein Fliteboard passt zu Fahrern mit klarem Ziel. Wer erst lernt, greift zu einem Board mit viel Volumen. ICON und AIR bieten dafür den nötigen Auftrieb. Dazu ein großer Wing und ein sanfter Fahrmodus. So gelingt der Einstieg mit überschaubarem Frust. Grundsätzliche Tipps liefert die allgemeine eFoil-Kaufberatung.

Wer schon foilt, sucht ein kleineres Board. PRO und ULTRA belohnen Erfahrung mit mehr Agilität. Für Speed und Wettkampf steht das RACE bereit. Diese Boards verlangen aber sicheres Können. Als erstes eFoil sind sie die falsche Wahl.

Für Reise, Familie und Vermietung ist das AIR interessant. Es ist robust, stabil und leicht zu verstauen. Wer viel und weit fährt, schaut auf den großen Explore-Akku. Wer Gewicht sparen will, nimmt den leichten Nano. Am Ende entscheidet dein Einsatz über die passende Kombination.

Recht und Nutzung: kurzer Klartext

Ein eFoil ist ein motorisiertes Wasserfahrzeug. Wo du damit fahren darfst, regeln Bund, Länder und Kommunen. Auf vielen Binnengewässern und in Badezonen gelten Verbote oder Auflagen. Diese Regeln sind je Gewässer sehr unterschiedlich. Kläre die Lage darum vor der ersten Fahrt.

Dieser Beitrag ist ein technischer Datencheck, keine Rechtsberatung. Nutze ein Fliteboard nur dort, wo es erlaubt ist. Prüfe die Vorgaben deines Reviers bei der zuständigen Behörde. Halte Abstand zu Schwimmern und geschützten Zonen. Sicherheit und Rücksicht stehen immer vor Tempo.

Was ist ein Fliteboard?

Ein Fliteboard ist ein elektrisches Foilboard, kurz eFoil, aus Byron Bay in Australien. Es hebt bei Fahrt auf einem Tragflügel aus dem Wasser. Angetrieben wird es per Flite Jet oder Flite Propeller. Den Strom liefert ein Flitecell-Wechselakku, gesteuert über eine drahtlose Fernbedienung.

Welche Fliteboard-Modelle gibt es?

Der Hersteller führt mehrere Board-Linien. Dazu zählen ICON als Allrounder, PRO für Fortgeschrittene, ULTRA für Wellenreiter und AIR als aufblasbares Board. Dazu kommen das schnelle RACE und Einstiegsformate wie der Flitescooter. Die Modelle unterscheiden sich vor allem im Volumen und im Zuschnitt.

Wie schnell fährt ein Fliteboard?

Der Hersteller nennt bis zu 55 km/h, das sind etwa 34 mph. Diese Angabe gilt für das schnelle Ende der Palette, vor allem das RACE. Das reale Tempo hängt von Fahrergewicht, Wing, Antrieb und Können ab. Zum Cruisen nennt der Hersteller rund 25 km/h.

Wie lange hält der Flitecell-Akku?

Das hängt vom Akku ab. Der Hersteller nennt für den Nano bis zu 45 Minuten, für den Sport rund 1 Stunde 10 Minuten bei etwa 25 km/h und für den Explore über zwei Stunden. Diese Fahrzeiten sind Herstellerangaben unter günstigen Bedingungen. Zuladung und Fahrstil verkürzen sie.

Wie unterscheiden sich Flite Jet und Flite Propeller?

Der Flite Jet arbeitet mit einem gekapselten Impeller ohne offene Schraube. Der Hersteller beschreibt ihn als besonders sanft und sicher. Der Flite Propeller nutzt eine Schraube mit Untersetzungsgetriebe für mehr Schub. Beide treiben denselben Mast an, fühlen sich aber klar unterschiedlich an.

Welcher Flitecell-Akku passt zu mir?

Der leichte Nano mit rund 6,2 kg passt für kurze, sportliche Sessions. Der Sport mit etwa 10,6 kg ist der Allrounder mit ausgewogener Fahrzeit. Der Explore mit rund 14,5 kg bietet die längste Zeit auf dem Wasser. Deine Wahl hängt von Fahrzeit und gewünschtem Gewicht ab.

Ist ein Fliteboard für Anfänger geeignet?

Ja, mit dem richtigen Setup. Boards mit viel Volumen wie ICON oder AIR bieten Stabilität. Ein großer Wing und ein sanfter Fahrmodus erleichtern den Start. Laut Hersteller lernen viele Menschen in unter einer Stunde das Foilen. Kleine Boards wie ULTRA oder RACE sind nichts für Einsteiger.

Wie lädt man den Flitecell-Akku?

Es gibt ein schnelles Ladegerät mit 25 Ampere und ein langsames mit 6 Ampere. Der Hersteller nennt am Schnelllader den Explore in unter zwei Stunden, den Sport in unter 1,5 Stunden und den Nano in unter 50 Minuten. Am langsamen Lader dauert es deutlich länger.

Gibt es Fliteboard-Service in Deutschland?

Ja. Fliteboard ist über autorisierte Fachhändler in Deutschland verfügbar. Einige davon sind zertifizierte Service-Partner für Wartung und Reparatur. Die Komponenten sind modular aufgebaut, Einzelteile lassen sich tauschen. Auf die Boards gibt der Hersteller zwei Jahre Garantie auf Material- und Verarbeitungsfehler.

Darf ich ein Fliteboard überall fahren?

Nein. Ein eFoil ist ein motorisiertes Wasserfahrzeug. Wo du fahren darfst, regeln Bund, Länder und Kommunen je Gewässer. Auf vielen Binnengewässern und in Badezonen gelten Verbote oder Auflagen. Kläre die Regeln deines Reviers vor der Fahrt bei der zuständigen Behörde. Das ist keine Rechtsberatung.

Hinweis: Dieser Beitrag ist ein Marken-Datencheck auf Basis von Hersteller- und Handelsangaben mit Stand August 2026, kein eigener Fahrtest und keine Rechtsberatung. Werte zu Tempo, Fahrzeit, Kapazität und Gewicht sind Herstellerangaben und können je Serie, Setup und Bedingungen abweichen. Wir rechnen keine Reichweite aus der Akkukapazität hoch. Wo du ein eFoil fahren darfst, regeln Bund, Länder und Kommunen je Gewässer — kläre das vor der Fahrt bei der zuständigen Behörde. Preise nennen wir nicht, die prüfst du im Fachhandel.

Ähnliche Beiträge