Elektrisches Jetboard von Lampuga und Radinn nebeneinander auf ruhigem Wasser im Datencheck-Vergleich

Elektro-Wassersport · Marken-Datencheck

Lampuga & Radinn Jetboards im Datencheck

Zwei europäische Marken, zwei sehr verschiedene Lagen. Das Lampuga Jetboard kommt aus Deutschland, Radinn aus Schweden. Hier bekommst du die nüchterne Einordnung mit Datenstand 2026.

⏱ 13 Min. Lesezeit · Stand: August 2026

Kurz gesagt: Dieser Datencheck stellt das Lampuga Jetboard und die Radinn-Boards nebeneinander. Wichtig vorweg: Lampuga hat laut eigener Website 2026 den Betrieb eingestellt, es läuft nur noch Garantieabwicklung. Radinn aus Schweden ist dagegen aktiv und liefert weiter. Alle Technikwerte sind Herstellerangaben, kein eigener Test. Wir nennen keine Preise, die prüfst du im Fachhandel. Am Ende steht ein eigenes Bewertungsraster mit klarem Datenstand.

Lampuga und Radinn: zwei europäische Wege im Überblick

Jetboards sind motorisierte Surfbretter mit Elektroantrieb. Du stehst auf dem Brett und steuerst per Handregler. Der Antrieb sitzt im Heck und drückt Wasser nach hinten. So gleitest du ohne Welle über das Wasser. Zwei europäische Marken prägen dieses Feld: Lampuga und Radinn. Was ein Jetboard ausmacht, erklärt der Gattungsartikel.

Beide kommen aus Europa, doch ihre Lage ist sehr verschieden. Lampuga baute in Deutschland, in Rastatt bei Karlsruhe. Radinn sitzt im schwedischen Malmö und produziert weiter. Dieser Datencheck vergleicht Herkunft, Technik und Verfügbarkeit. Er ist kein eigener Fahrtest, sondern eine Einordnung der belegten Daten.

Ein Punkt ist entscheidend für jede Kaufüberlegung. Eine Marke kann tolle Technik bauen und trotzdem verschwinden. Genau das zeigt der Fall Lampuga sehr deutlich. Darum steht der Firmenstatus hier gleich neben den Leistungsdaten. Wer ein Jetboard kauft, kauft auch Ersatzteile und Service für Jahre. Den Ratgeber-Hub zum Wassersport findest du hier.

Lampuga: Herkunft, Firma und die Geschichte

Lampuga ist eine deutsche Jetboard-Marke mit bewegter Geschichte. Der Start lag um 2015 bei der Sashay GmbH aus Hamburg. Diese Firma entwickelte die ersten elektrischen Lampuga-Boards. Der Anspruch war ein Premium-Produkt „Made in Germany“. Die Idee traf früh einen Nerv im jungen Wassersport-Markt.

Der wirtschaftliche Weg verlief aber holprig. Die Sashay GmbH meldete am 7. April 2017 Insolvenz an. Zuvor hatte die Weisenburger-Baugruppe im November 2016 rund 3,5 Millionen Euro investiert. Im Juni 2017 übernahm eine Weisenburger-Tochter die Marke. Danach lief Lampuga als Lampuga GmbH aus Rastatt weiter.

Unter Geschäftsführer Nicolai Weisenburger ging die Produktion in eine zweite Phase. Berichten zufolge flossen über die Jahre erhebliche Summen in das Projekt. Genannt wird ein Verlust von rund 16 Millionen Euro. Diese Zahl stammt aus Branchenberichten, nicht aus einer Bilanz. Sie zeigt aber, wie schwer der Markt für kleine Hersteller ist.

Radinn: Herkunft, Firma und Status

Radinn ist eine schwedische Jetboard-Marke aus Malmö. Das Unternehmen gilt 2026 als aktiv und liefert weiter. Radinn positioniert sich als modularer Anbieter mit App-Steuerung. Der Antrieb lässt sich zwischen Brettern tauschen. Das ist ein Kernmerkmal der Marke.

Der Fokus liegt auf einem Baukastensystem statt auf Einzelmodellen. Ein Antriebsmodul, genannt Jetpack, passt auf mehrere Boards. So kaufst du nicht für jedes Brett einen eigenen Motor. Diese Logik unterscheidet Radinn klar von vielen Wettbewerbern. Sie prägt auch die Ersatzteil- und Upgrade-Strategie.

Für den Käufer zählt der aktive Status besonders. Ein laufendes Unternehmen kann Garantie, Akkus und Teile liefern. Das ist bei einem Elektro-Wassersportgerät kein Nebenpunkt. Akkus altern und Dichtungen verschleißen mit der Zeit. Ein aktiver Hersteller hält das Gerät über Jahre einsatzbereit.

Lampuga Air: das bekannteste Lampuga Jetboard im Technik-Datencheck

Das Lampuga Air ist das bekannteste Modell der Marke. Es ist ein aufblasbares Jetboard mit Steckantrieb. Nach Herstellerangabe treibt ein Elektromotor mit 10 kW an. Das entspricht rund 14 PS Leistung. Die genannte Höchstgeschwindigkeit liegt bei bis zu 50 km/h.

Auch die weiteren Daten stammen vom Hersteller. Der Akku hat laut Lampuga 3,6 kWh Kapazität. Daraus ergeben sich rund 45 Minuten Fahrzeit je nach Fahrstil. Das aufblasbare Board misst etwa 230 cm Länge und 75 cm Breite. Das Volumen liegt bei rund 200 Litern.

Der Reiz des Air liegt im Transport und im Aufbau. Das Brett lässt sich per Plug-and-play in wenigen Minuten montieren. Gelenkt wird über Gewichtsverlagerung, das Tempo regelt ein Handregler. Diese Werte sind Herstellerangaben und kein gemessener Testwert. Die reale Reichweite hängt von Gewicht, Wasser und Wind ab.

Lampuga Rescue: die Rettungs-Historie

Neben dem Air gab es das Modell Lampuga Rescue. Es war für den Einsatz in der Wasserrettung gedacht. Der Name beschreibt den Zweck direkt. Retter sollten damit schnell zu einer Person im Wasser gelangen. Das Board setzte auf einfache Bedienung unter Stress.

Technisch ähnelte das Rescue dem Air stark. Auch hier nennt der Hersteller 10 kW Motorleistung und 14 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag ebenfalls bei bis zu 50 km/h. Der Akku arbeitete nach demselben Plug-and-play-Prinzip. Der Unterschied lag im Einsatzzweck, nicht in der Grundtechnik.

Die Rescue-Linie zeigt, wie breit Lampuga dachte. Ein Jetboard ist nicht nur Freizeitgerät, sondern auch Werkzeug. Für Rettungsdienste zählt jede Sekunde bis zur Person. Ein schnelles, stabiles Board kann hier helfen. Mit dem Betriebsende steht aber auch diese Linie ohne Support da. Mehr dazu bei elektrische Rettungsboards.

Statushinweis: Lampuga hat 2026 den Betrieb eingestellt

Das ist der wichtigste Punkt dieses Datenchecks. Lampuga hat laut eigener Website den Betrieb eingestellt. Der Wortlaut spricht klar von „ceased operations“. Der Kundenservice ist nicht mehr erreichbar. Produkte und Ersatzteile sind regulär nicht mehr zu kaufen.

Nur die Garantieabwicklung läuft nach Angabe noch weiter. Betroffene können sich per E-Mail an Lampuga wenden. Neue Boards tauchen bestenfalls als Restposten bei Händlern auf. Die Firma kündigt zudem an, die Website abzuschalten. Damit verschwindet auch die letzte offizielle Info-Quelle.

Diese Einordnung hat einen klaren Datenstand: August 2026. Der Betrieb wurde nach Branchenberichten Ende 2024 bis 2025 heruntergefahren. Die offizielle Stillstands-Meldung ist 2026 auf lampuga.com sichtbar. Das ist keine Kaufempfehlung für Neuware. Es ist ein nüchterner Hinweis auf ein reales Verfügbarkeitsproblem.

Radinn-Modelle: aktives Programm und modularer Antrieb

Radinn führt ein aktives, modular aufgebautes Programm. Im Zentrum steht der austauschbare Jetpack der aktuellen Generation. Dazu kommen mehrere Boards für verschiedene Fahrstile. Genannt werden Modelle wie Explore, Freeride und Carve. Ein Antrieb passt dabei über die Modelle hinweg.

Die Leistung hängt vom Jetpack und vom Modus ab. Nach Herstellerangaben reichen die Modi grob von 40 bis 60 km/h. Für sportliche Setups werden Spitzenwerte um 56 bis 60 km/h genannt. Diese Werte sind modellabhängig und keine feste Regel. Der genaue Wert steht in den Daten des jeweiligen Sets.

Beim Akku bietet Radinn gestufte Optionen an. Es gibt eine Standard-Reichweite und Erweiterungen darüber. Die Extended-Range-Variante nennt Radinn mit 3,5 kWh Kapazität. Daraus sollen rund 45 bis 50 Minuten Fahrzeit entstehen. Auch diese Angaben stammen vom Hersteller, nicht aus einem Test.

Die Boards unterscheiden sich vor allem in Form und Volumen. Nach Herstellerangaben ist das Explore eher lang und laufruhig ausgelegt. Das Carve fällt kürzer und wendiger aus und zielt auf enge Turns. Für den Einstieg empfiehlt Radinn die größeren, kippstabileren Boards. Fortgeschrittene wählen kleinere Bretter mit weniger Auftrieb. Praktisch heißt das: Ein Fahrer baut sein Setup aus einem Jetpack und mehreren Decks zusammen. Genau diese Trennung von Antrieb und Board senkt die Ersatzteilkosten, weil ein Defekt am Deck den teuren Antrieb nicht mitnimmt. Die konkrete Zuordnung von Board und Fahrergewicht steht im jeweiligen Datenblatt des Sets.

Jet-Antrieb bei beiden Marken erklärt

Beide Marken setzen auf einen Jet-Antrieb, keinen Propeller. Eine Pumpe saugt Wasser an und drückt es nach hinten. Der Rückstoß schiebt das Board nach vorn. Diese Bauart hält scharfe Schrauben aus dem Wasser fern. Das gilt als Vorteil für Sicherheit im flachen Wasser.

Der elektrische Teil unterscheidet die Systeme im Detail. Lampuga nennt beim Air einen 10-kW-Motor mit 3,6-kWh-Akku. Radinn arbeitet mit dem modularen Jetpack und gestuften Akkus. Beide regeln das Tempo über eine Handfernbedienung. Die Steuerung selbst läuft über Gewicht und Balance.

Wichtig ist die saubere Trennung der Leistungsarten. Eine Motor-Nennleistung in Kilowatt ist etwas anderes als die Höchstgeschwindigkeit. Auch die Akku-Kapazität sagt nichts direkt über das Tempo. Reichweite in Minuten hängt stark vom Fahrstil ab. Wir mischen diese Werte hier bewusst nicht.

Lampuga gegen Radinn: der direkte Vergleich

Die folgende Tabelle stellt die belegten Herstellerdaten gegenüber. Sie ersetzt keinen Fahrtest und keine Messung. Alle Werte sind Angaben der Hersteller mit Stand 2026. Der wichtigste Unterschied ist aber gar kein Technikwert. Er liegt im Firmenstatus der beiden Marken.

Merkmal Lampuga (Air) Radinn
Herkunft Deutschland, Rastatt Schweden, Malmö
Firmenstatus 2026 Betrieb eingestellt, nur Garantie aktiv, liefert weiter
Antrieb Jet, fester Steckantrieb Jet, modularer Jetpack
Motorleistung (Herstellerangabe) 10 kW / rund 14 PS modellabhängig, je Jetpack
Höchsttempo (Herstellerangabe) bis 50 km/h rund 40 bis 60 km/h, modellabhängig
Akku (Herstellerangabe) 3,6 kWh gestuft, Extended 3,5 kWh
Fahrzeit (Herstellerangabe) rund 45 Minuten rund 15 bis 50 Minuten je Akku
Ersatzteile / Service eingeschränkt, Restposten über aktiven Hersteller

Die Tabelle macht die Kernaussage sichtbar. Technisch spielen beide Marken in einer ähnlichen Liga. Bei Tempo und Akku liegen die Werte nah beieinander. Der große Unterschied ist die Zukunftssicherheit. Radinn bleibt lieferbar, Lampuga nicht mehr.

Ersatzteil- und Service-Risiko: der Lampuga-Fall als Lehrbeispiel

Der Fall Lampuga ist ein Lehrbeispiel für Käufer. Ein Jetboard ist ein technisches Gerät mit Verschleißteilen. Akkus verlieren Kapazität, Dichtungen und Jets altern. Ohne Hersteller wird jeder Ersatz zum Problem. Genau dieses Problem trifft Lampuga-Besitzer jetzt.

Bei einer eingestellten Marke fehlt der reguläre Nachschub. Ersatzakkus sind besonders kritisch und schwer zu ersetzen. Ein passender Akku ist auf Gehäuse und Elektronik abgestimmt. Fremdteile passen selten sauber und sicher. Damit sinkt der Gebrauchtwert des Boards deutlich.

Für die Bewertung ziehe ich daraus eine klare Linie. Service und Teileversorgung gehören zur Kaufentscheidung dazu. Ein günstiges Restposten-Board kann teuer enden. Ohne Support ist ein Defekt schnell das Aus. Wer heute neu kauft, sollte auf einen aktiven Hersteller achten.

Bewertungsraster und Datenstand

Dieser Datencheck folgt einem eigenen, offenen Raster. Er bewertet nicht das schönste Fahrgefühl, denn das haben wir nicht getestet. Er bewertet vier belegbare Achsen. Diese Achsen sind für einen Langzeitkauf entscheidend. So bleibt die Einordnung nachvollziehbar.

Die erste Achse ist der Firmenstatus, also Lieferfähigkeit und Support. Die zweite ist die Teile- und Akku-Versorgung über Jahre. Die dritte ist die Transparenz der Herstellerdaten. Die vierte ist die Systemlogik, etwa fester oder modularer Antrieb. Preise fließen bewusst nicht ein, die prüfst du im Fachhandel.

Nach diesem Raster liegt Radinn 2026 vorn. Der aktive Status und der modulare Antrieb sichern das Gerät ab. Lampuga punktet historisch bei Technik und Design. Der eingestellte Betrieb kippt die Gesamtbewertung aber klar. Datenstand dieser Einordnung ist August 2026.

Für wen sich welche Marke eignet

Für einen Neukauf mit langem Horizont führt der Weg zu Radinn. Der aktive Hersteller sichert Garantie, Akkus und Teile ab. Das modulare System erlaubt spätere Upgrades. Wer sein Board über Jahre nutzen will, fährt damit sicherer. Das gilt besonders für intensive Nutzung. Premium fährt das Awake RÄVIK im Vergleich.

Lampuga bleibt vor allem für Bestandsbesitzer relevant. Wer bereits ein Air oder Rescue fährt, sollte Teile bevorraten. Ein zweiter Akku und Verschleißteile sind sinnvoll. Für einen geplanten Neukauf ist die Marke dagegen keine sichere Wahl. Ein Restposten kann reizvoll wirken, birgt aber Service-Risiko.

Wer tiefer in die Technik des Air einsteigen will, findet dazu einen eigenen ausführlichen Lampuga-Air-Beitrag mit allen Daten. Dort geht es um Aufbau, Akku und Handhabung im Detail. Dieser Datencheck bleibt bewusst auf dem Marken- und Vergleichsblick. Beide Ebenen ergänzen sich. Für die Kauffrage zählt zuerst der Firmenstatus.

Jetboards im Markt: Einordnung und Missverständnisse

Ein Jetboard ist nicht dasselbe wie ein E-Foil. Beim E-Foil hebt ein Tragflügel das Brett aus dem Wasser. Ein Jetboard bleibt dagegen auf der Wasseroberfläche. Es gleitet flach und schnell, statt zu schweben. Beide sind elektrisch, funktionieren aber unterschiedlich.

Auch die Nähe zum aufblasbaren SUP führt in die Irre. Das Lampuga Air ist zwar aufblasbar, aber ein Motorgerät. Ein SUP fährst du mit einem Paddel und Muskelkraft. Das Jetboard beschleunigt dagegen bis 50 km/h per Motor. Diese Grenze ist für Recht und Sicherheit wichtig.

Ein häufiges Missverständnis betrifft die Höchstgeschwindigkeit. Ein hoher Spitzenwert bedeutet nicht dauerhaftes Vollgas. Das Tempo kostet Akku und verlangt Können. Für Einsteiger zählen sanfte Modi und stabile Boards mehr. Genau dafür bieten beide Marken abgestufte Leistungsstufen an.

Wer Marken vergleicht, sollte Quellen sauber trennen. Herstellerangaben, Händlerdaten und Nutzererfahrungen sind nicht dasselbe. Dieser Datencheck stützt sich auf Herstellerangaben mit Datenstand 2026. Reale Messwerte können davon abweichen. Darum steht hinter jeder Zahl der Zusatz Herstellerangabe.

Sicherheit und Rahmen auf dem Wasser

Ein Jetboard ist schnell und braucht Respekt. Tempo bis 50 km/h auf dem Wasser ist kein Spaß für Anfänger ohne Übung. Eine Schwimmweste ist Pflichtausrüstung, kein Zubehör. Auch ein Leash-System und ein Notausschalter gehören dazu. Fahre erst in ruhigem, freiem Wasser.

Wo du fahren darfst, regelt das lokale Wasserrecht. Auf vielen Binnengewässern gelten Verbote oder enge Zonen. Küsten, Seen und Flüsse haben eigene Regeln. Kläre vor der ersten Fahrt die Erlaubnis für dein Revier. Diese Einordnung ist redaktionell und keine Rechtsberatung.

Auch die Technik verlangt Sorgfalt im Umgang. Lithium-Akkus mögen keine Tiefentladung und keine Hitze. Lade und lagere den Akku nach Herstellerangabe. Prüfe Dichtungen vor jeder Fahrt auf Schäden. So bleibt das Board sicher, egal ob Lampuga oder Radinn.

Gibt es Lampuga 2026 noch als Marke?

Lampuga hat laut eigener Website 2026 den Betrieb eingestellt, im Wortlaut „ceased operations“. Der Kundenservice ist nicht mehr erreichbar. Produkte und Ersatzteile sind regulär nicht mehr zu kaufen. Nur die Garantieabwicklung läuft nach Angabe noch weiter. Neuware taucht bestenfalls als Restposten bei Händlern auf.

Wie schnell fährt das Lampuga Air Jetboard?

Nach Herstellerangabe erreicht das Lampuga Air bis zu 50 km/h. Der Antrieb ist ein Elektromotor mit 10 kW, also rund 14 PS. Der Akku hat 3,6 kWh und soll rund 45 Minuten Fahrzeit liefern. Diese Werte sind Angaben von Lampuga und kein eigener Testwert. Die reale Reichweite hängt von Gewicht, Wasser und Wind ab.

Ist Radinn noch aktiv?

Ja, Radinn aus dem schwedischen Malmö gilt 2026 als aktiv und liefert weiter. Das Unternehmen setzt auf einen modularen Jetpack, der auf mehrere Boards passt. Damit bleiben Garantie, Akkus und Teile über einen aktiven Hersteller erreichbar. Das ist bei einem Elektro-Wassersportgerät ein wichtiger Punkt.

Was unterscheidet Lampuga und Radinn technisch?

Beide nutzen einen Jet-Antrieb statt Propeller. Lampuga baute beim Air einen festen Steckantrieb mit 10 kW und 3,6 kWh Akku. Radinn setzt auf einen austauschbaren Jetpack und gestufte Akkus bis 3,5 kWh. Die Tempowerte liegen nah beieinander. Der größte Unterschied ist der Firmenstatus, nicht die reine Technik.

Warum ist Lampuga eingestellt worden?

Der Markt für kleine Jetboard-Hersteller ist wirtschaftlich hart. Lampuga startete um 2015 bei der Sashay GmbH, die 2017 Insolvenz anmeldete. Die Weisenburger-Baugruppe übernahm die Marke und führte sie in Rastatt weiter. Branchenberichte nennen einen Verlust von rund 16 Millionen Euro. 2026 folgte die Einstellung des Betriebs laut eigener Website.

Kann ich ein gebrauchtes Lampuga noch sinnvoll kaufen?

Das ist mit Vorsicht zu sehen. Ohne aktiven Hersteller fehlt der reguläre Nachschub an Teilen. Besonders Ersatzakkus sind kritisch und schwer zu ersetzen. Ein günstiger Preis kann durch fehlenden Service teuer werden. Wenn du kaufst, sichere dir vorab Akku und Verschleißteile.

Was bedeutet ein modularer Antrieb bei Radinn?

Radinn nutzt einen austauschbaren Jetpack als Antriebsmodul. Dieses Modul passt auf mehrere Boards der Marke. So brauchst du nicht für jedes Brett einen eigenen Motor. Das erleichtert Upgrades und die Teileversorgung. Es ist ein Kernmerkmal, das Radinn von vielen Wettbewerbern abhebt.

Wie weit komme ich mit einem Jetboard-Akku?

Die Fahrzeit hängt stark vom Fahrstil ab. Lampuga nennt für das Air rund 45 Minuten mit 3,6 kWh. Radinn stuft die Reichweite über mehrere Akkus, grob 15 bis 50 Minuten. Vollgas verkürzt die Zeit deutlich. Diese Werte sind Herstellerangaben und keine gemessenen Testwerte.

Wo darf ich ein Jetboard fahren?

Das regelt das lokale Wasserrecht des jeweiligen Reviers. Auf vielen Binnengewässern gelten Verbote oder enge Zonen. Küsten, Seen und Flüsse haben eigene Vorgaben. Kläre die Erlaubnis vor der ersten Fahrt mit der zuständigen Stelle. Diese Einordnung ist redaktionell und keine Rechtsberatung.

Hinweis: Dieser Datencheck liefert eine redaktionelle Einordnung, keinen eigenen Fahrtest und keine Rechtsberatung. Alle Technik- und Leistungswerte sind Herstellerangaben mit Datenstand August 2026 und können abweichen. Der Firmenstatus von Lampuga („Betrieb eingestellt“) stützt sich auf die offizielle Angabe auf lampuga.com. Prüfe vor einem Kauf Verfügbarkeit, Teileversorgung und Garantie direkt beim Anbieter. Preise nennen wir nicht, die prüfst du im Fachhandel. Wo du auf dem Wasser fahren darfst, klärst du mit den lokalen Vorschriften deines Reviers.

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