Hände montieren ein Farbdisplay ohne Tasten auf die Halterung am Lenker eines E-Bikes in einer Werkstatt. KI-generierte Szene.

Ratgeber · Bosch-Displays

Bosch Kiox nachrüsten: was dein E-Bike für Kiox 300 und 500 braucht

Du fährst bisher nur mit einer kleinen Bedieneinheit am Lenker und willst ein richtiges Farbdisplay, oder dein altes Display soll einem neueren weichen. Ob das klappt, entscheidet nicht der Wunsch, sondern die Systemgeneration deines Antriebs. Hier steht, welche Räder in Frage kommen, welche Teile zusammengehören und an welchen Stellen die Fachwerkstatt dazugehört.

⏱ 14 Min. Lesezeit · Stand: Oktober 2026

Kurz gesagt: Ein Bosch Kiox 300 oder Kiox 500 lässt sich nur an einem E-Bike mit dem smarten System von Bosch nachrüsten, denn laut Bosch-Anleitung ist das Display für die Anzeige von Fahrdaten an genau dieser Systemgeneration vorgesehen. Bedient wird es über eine vorhandene Bedieneinheit, etwa LED Remote, System Controller oder Purion 200. Bosch empfiehlt für den Umbau den Fachhandel, die Montage am flexiblen Display-Halter traut der Hersteller dir aber auch selbst zu. Ein E-Bike mit älterem Bosch-System wird durch ein neues Display nicht zum smarten System.

Kiox nachrüsten: für welches E-Bike das geht

Viele E-Bikes mit Bosch-Antrieb kommen heute ohne großes Display aus dem Laden. Am Lenker sitzt dann nur eine schmale Bedieneinheit mit ein paar Tasten und farbigen Leuchtpunkten, und wer Geschwindigkeit, Reichweite oder Navigation sehen will, braucht das Smartphone. Genau an dieser Stelle setzt die Frage an, ob du ein Kiox nachrüsten kannst. Die kurze Antwort hängt an einem einzigen Merkmal: Dein Rad muss zur Systemgeneration gehören, die Bosch das smarte System nennt.

In der Betriebsanleitung beschreibt Bosch die beiden aktuellen Kiox-Modelle als Display für die Anzeige von Fahrdaten an einem eBike dieser Systemgeneration. Andere Bosch-Systeme nennt die Anleitung an dieser Stelle nicht. Für die volle Nutzung verlangt Bosch außerdem ein kompatibles Smartphone mit der App eBike Flow. Daraus folgen zwei Prüfschritte vor jedem Kauf: Erst klärst du, welches System an deinem Rad arbeitet, dann, welche Bedieneinheit dort verbaut ist und ob sie ein zusätzliches Display ansteuert.

Wenn beides passt, ist der Umbau überschaubar. Bosch selbst schreibt auf seiner Seite zu Zubehör und Nachrüstung, dass du beide Displays mithilfe des flexiblen Display-Halters auch selbst am Lenker montieren kannst, empfiehlt für die Umrüstung aber den Besuch beim Fachhandel. Wo diese Empfehlung Sinn ergibt und wo du es tatsächlich selbst schaffst, zeigen die Abschnitte weiter unten.

Smart System oder älteres Bosch-System: der Test vor dem Kauf

Das schnellste Merkmal ist die App. Die Anleitungen der neuen Displays und des Purion 200 verweisen durchgehend auf eBike Flow, während das ältere Kiox ohne Zahl laut seiner eigenen Anleitung mit der App eBike Connect und dem gleichnamigen Online-Portal arbeitet. Läuft dein Rad also bereits mit eBike Flow, bist du mit hoher Wahrscheinlichkeit im smarten System. Wie du die Generation zusätzlich an Display-Namen, Ladestecker und Antrieb erkennst, zeigt der Leitfaden Bosch-System erkennen.

Ein zweites Merkmal sind die Namen der Bedienteile. Viele Bedienteile des smarten Systems tragen eine Zahl im Namen, etwa Intuvia 100 oder Purion 200, während die Displays der älteren Generation Kiox, Intuvia, Nyon oder Purion ohne Zahl heißen. Ohne Zahl kommen dagegen die LED Remote und der System Controller aus, die Bosch in der Display-Anleitung als Bedieneinheiten des smarten Systems nennt. Welche Hersteller und Modelle das smarte System verbauen und woran du es an deinem Rad noch festmachst, sammelt die Übersicht Modelle mit Bosch Smart System.

Bleibt ein Zweifel, hilft der Blick in die Unterlagen des Fahrradherstellers oder eine kurze Frage bei der Fachwerkstatt. Das kostet weniger Zeit als ein Display, das am Ende nicht zum Antrieb passt. Gerade bei Rädern aus den Übergangsjahren tragen ähnlich aussehende Modelle verschiedene Systemgenerationen, und ein Foto aus dem Gebrauchtangebot verrät das nicht immer.

Kiox 300 oder Kiox 500 nachrüsten: was die Displays unterscheidet

Ob Kiox 300 oder Kiox 500, du stehst vor derselben Entscheidung in zwei Größen. Beide Displays teilen sich eine gemeinsame Betriebsanleitung, sitzen auf derselben Art Display-Aufnahme und erfüllen die Schutzart IP55. Bosch beschreibt den Bildschirm des größeren Modells auf seiner Nachrüstseite als um 40 Prozent größer. Die Produkt-Codes lauten BHU3600 für das kleine und BHU3700 für das große Display.

Merkmal Kiox 300 Kiox 500
Produkt-Code BHU3600 BHU3700
Systemgeneration smartes System smartes System
Bildschirm Farbdisplay laut Bosch 40 Prozent größer
Hinweistöne keine eigene Einstellung verbauter Buzzer, Lautstärke einstellbar
Schutzart IP55 IP55
Betriebstemperatur −5 bis +40 °C −5 bis +40 °C

Ein Unterschied steckt im größeren Display selbst. Dort ist ein Buzzer verbaut, dessen Hinweistöne du für einzelne Funktionen an- und ausschalten und in drei Stufen regeln kannst. Die Anleitung warnt ausdrücklich, dass der laute Ton das Gehör schädigen kann, und rät zu genügend Abstand. Wer Navigation mit Abbiegehinweisen nutzt, hat am größeren Display mehr Fläche für die Karte, während das kleinere Modell am Lenker weniger Platz braucht.

Die Bedienung ist bei beiden gleich, ebenso der Menüaufbau mit Start-Screen, Status-Screen und Einstellungsmenü. Die Wahl ist deshalb vor allem eine Frage von Lesbarkeit, Lenkerplatz und Budget, nicht der Technik dahinter. Ein Blick auf deinen Cockpitbereich hilft: Wo Bremshebel, Schalthebel und Klingel eng beieinandersitzen, passt das kleinere Display oft besser.

Welche Bedieneinheit das Kiox steuert

Am Display selbst führt die Anleitung keine Tasten für die Fahrt auf. Sie beschreibt die Bedienung über eine 5-Tasten- und eine 3-Tasten-Bedieneinheit, mit denen du durch die Screens blätterst, die Unterstützungsstufe wechselst und das Einstellungsmenü öffnest. Im selben Heft tauchen die LED Remote, der System Controller und der Purion 200 als Bedieneinheiten auf. Ohne eine passende Bedieneinheit am Lenker lässt sich das Display also nicht sinnvoll nutzen.

Für den Purion 200 ist die Lage eindeutig. Dessen Anleitung nennt als bestimmungsgemäßen Gebrauch die Steuerung des eBikes und optional die Ansteuerung eines zusätzlichen Displays der Systemgeneration smartes System, ausgenommen das Intuvia 100. Ein Kiox 300 am Purion 200 nachzurüsten, deckt die Bosch-Anleitung damit ab. Beim Intuvia 100 ist es umgekehrt, das steuerst du laut Bosch über LED Remote oder Mini Remote.

Bei der Mini Remote fehlt in den geprüften Bosch-Quellen vom 25.10.2026 eine Aussage zur Kombination mit diesen Displays. Daraus folgt weder ein Ja noch ein Nein. Prüf in diesem Fall die Anleitung deiner Bedieneinheit oder frag die Fachwerkstatt, bevor du ein Display bestellst. Dasselbe gilt für Räder, deren Hersteller eine eigene Bedienlösung am Lenker verbaut hat, denn dann entscheidet die Ausstattung des Fahrradherstellers mit.

Was zum Nachrüsten gehört: Display, Aufnahme, Halter

Im Handel tauchen Angebote als „Nachrüstset“ oder „Nachrüstkit“ auf. Einen festen Set-Inhalt nennt Bosch in seinen Anleitungen und auf der Nachrüstseite nicht. Die Anleitung des Kiox 300 und 500 zählt aber die Teile auf, die am Lenker zusammenspielen: das Display, die Display-Aufnahme mit Rasthaken und Halter-Kontakten, die Adapterschale, eine Sicherungsplatte und zwei Befestigungsschrauben für die Aufnahme. Ein Halteband für den Steg am Display ist laut Anleitung nicht im Lieferumfang enthalten.

Das Display erhält seine Verbindung über Kontakte in der Aufnahme, und die Anleitung führt einen Kabelabgang auf. Anders als beim Intuvia 100, für das Bosch die drahtlose Verbindung ohne Kabel hervorhebt, sitzt das Kiox also auf einer Aufnahme, die mit dem System verbunden sein muss. Wie die Leitung an deinem Rad verläuft und ob am Lenker schon ein passender Anschluss vorbereitet ist, hängt vom Fahrradhersteller ab. Genau das solltest du klären, bevor du bestellst.

Prüf deshalb bei jedem Angebot, ob Display und Aufnahme zusammen enthalten sind und ob der Halter zu deinem Lenker und deinem Vorbau passt. Ein Händler kann dir sagen, welche Aufnahme für dein Modell vorgesehen ist. Wer nur das Display einzeln kauft und später feststellt, dass Halter oder Verbindung fehlen, hat am Ende zwei Bestellungen statt einer.

Selbst montieren oder in die Fachwerkstatt

Das Aufsetzen und Abnehmen ist in der Anleitung in zwei Handgriffen beschrieben: Display vorn am Rasthaken ansetzen, hinten auf die Aufnahme drücken, und zum Abnehmen zu dir ziehen und abheben. Auch die Sicherungsplatte schiebst du von unten in die Adapterschale, bis sie hörbar einrastet. Danach lässt sich das Display nur noch abheben, wenn du die Aufnahme über beide Befestigungsschrauben ausbaust. Je nach Konstruktion der Aufnahme kann es laut Bosch auch sein, dass sich die Sicherungsplatte gar nicht einsetzen lässt, und sie ist ausdrücklich keine Diebstahlsicherung.

Schwieriger als das Aufsetzen ist alles, was davor liegt: die Aufnahme am Lenker befestigen, die Verbindung zum System herstellen und das Cockpit so ordnen, dass Bremsleitungen und Züge frei bleiben. Bosch empfiehlt dafür den Fachhandel und schreibt auf der Nachrüstseite, du sollst bei einer Nachrüstung auf die Kompetenz deines Fachhändlers vertrauen. Wenn du bisher nie am Cockpit geschraubt hast, ist das der sicherere Weg. Wer mit Drehmomentschlüssel und Lenkerklemmung vertraut ist, schafft den mechanischen Teil oft selbst.

Ein Detail aus der Anleitung betrifft vor allem schnelle Räder. Nimmst du das Display bei weniger als 3 km/h aus der Halterung, schaltet sich das eBike ab, für eBikes mit Unterstützung bis 45 km/h gilt das laut Bosch aber nicht. Was ein S-Pedelec sonst vom Pedelec unterscheidet, zeigt der Vergleich zwischen Pedelec und S-Pedelec. Dazu kommt ein Datenschutzhinweis: Beim Austausch von eBike-Komponenten und beim Anschluss an das Bosch DiagnosticTool 3 übermittelt das System laut Anleitung technische Informationen wie Bike-ID und Konfigurationsdaten an Bosch.

Nach der Montage: App, Software und Screens

Ist das Display montiert, beginnt der digitale Teil. Für den vollen Funktionsumfang verlangt Bosch die App eBike Flow, die du je nach Betriebssystem kostenlos aus dem Apple App Store oder dem Google Play Store lädst. In der App findest du unter Einstellungen und Mein eBike die Display-Konfiguration, mit der du die Reihenfolge der Screens änderst, neue hinzufügst und vorhandene anpasst. Das eBike muss dafür eingeschaltet und das Smartphone verbunden sein.

Software-Updates laufen ebenfalls über die App. Die Anleitung des Purion 200 beschreibt, dass du Updates manuell in eBike Flow startest, die App sie im Hintergrund überträgt und das eBike danach neu startet. Für die Navigation auf dem Display braucht es laut Bosch die aktuellste Softwareversion, und auch die Nachrüstseite rät, die Software der eBike-Komponenten auf dem neuesten Stand zu halten. Nach einem Displaywechsel lohnt sich der Blick in die App deshalb gleich doppelt.

Im Einstellungsmenü zeigt der Punkt Komponenten anschließend die eingesetzten Teile samt ihren Versionsnummern. So siehst du schnell, ob das neue Display im System angekommen ist. Neben Geschwindigkeit und Antriebsleistung zeigt der Bildschirm auch Statistik, Durchschnittswerte und die Reichweite des Akkus. Wie du diese Reichweitenanzeige einordnest und mit eigenen Zahlen gegenrechnest, steht im Ratgeber E-Bike-Reichweite berechnen.

eBike Lock: das Kiox als digitaler Schlüssel

Ein Nebeneffekt des Nachrüstens betrifft die Sperrfunktion. In der App eBike Flow kannst du unter Lock & Alarm einrichten, dass das Smartphone und das neue Display als digitaler Schlüssel dienen. Beim Einschalten prüft das eBike, ob ein vorher definierter Schlüssel da ist. Auf dem Display und dem Purion 200 erscheint dabei ein Schloss-Symbol, die LED Remote und der System Controller zeigen den Vorgang durch weißes Blinken.

Wichtig ist die Grenze dieser Funktion. Bosch schreibt in der Display-Anleitung von 2021, dass eBike Lock kein Diebstahlschutz ist, sondern eine Ergänzung zu einem mechanischen Schloss, denn gesperrt wird nur die Unterstützung durch den Antrieb. Ein gutes Bügel- oder Faltschloss bleibt also nötig, und was im Ernstfall zu tun ist, ordnet der Ratgeber für den Fall, dass dein E-Bike gestohlen wurde, ein. Verlierst du das Display, kannst du laut Bosch in der App unter Lock & Alarm alle digitalen Schlüssel zurücksetzen.

Gibst du das Rad zur Wartung in die Fachwerkstatt, empfiehlt die Anleitung, Lock & Alarm vorher zu deaktivieren. Das gilt auch, wenn die Werkstatt das neue Display einbaut. Für das zusätzliche Battery Lock, das den Akku beim Ausschalten sperrt, braucht es laut Bosch ein Flow+ Abo, und dafür können Kosten entstehen.

Kosten: wovon der Aufwand abhängt

Bleibt die Frage, was das Kiox nachrüsten kostet. Eine feste Summe lässt sich seriös nicht nennen, weil sich der Aufwand aus mehreren Posten zusammensetzt. Dazu gehören das Display selbst, die passende Aufnahme und gegebenenfalls eine neue Bedieneinheit, wenn deine vorhandene kein zusätzliches Display ansteuert. Kommt die Werkstattzeit für Montage, Leitungsführung und Software dazu, verschiebt sich die Rechnung noch einmal.

Den aktuellen Preis für Display und Montage erfragst du am besten direkt beim Händler, mit genauer Angabe von Radmodell, Baujahr und verbauter Bedieneinheit. Je genauer diese Angaben sind, desto belastbarer wird das Angebot. Frag dabei ausdrücklich nach, ob Aufnahme und Montagematerial im Angebot enthalten sind, denn genau dort entstehen später die Nachforderungen.

Ein Kostenpunkt, den viele übersehen, ist die Zeit für die Leitungsführung. Ist am Rad noch kein Anschluss für ein Display vorbereitet, muss die Werkstatt unter Umständen tiefer ins Cockpit. Das kann beim einen Modell schnell gehen und beim nächsten deutlich länger dauern, je nachdem, wie der Fahrradhersteller die Leitungen geführt hat.

Intuvia 100 oder Smartphone statt Kiox

Das große Farbdisplay ist nicht die einzige Display-Lösung im smarten System. Bosch nennt auf derselben Nachrüstseite das Intuvia 100, das sich drahtlos mit dem eBike verbindet, sodass du für die Umrüstung kein Kabel brauchst. Die Halterung setzt du an die Stelle am Lenker, die für dich am besten passt, alternativ übernimmt der Bosch-Fachhändler die Montage. Gesteuert wird das Intuvia 100 laut Bosch über die LED Remote oder die Mini Remote, mit dem Purion 200 funktioniert es laut dessen Anleitung nicht.

Die zweite Alternative ist das Smartphone selbst. Mit dem SmartphoneGrip oder dem SmartphoneGrip Vertical machst du dein Handy zum Display und nutzt den Ride Screen der App eBike Flow mit Geschwindigkeit, Dauer, Strecke und Akkustand. Beide Varianten sind laut Bosch mit dem smarten System kompatibel, und das Smartphone lädt während der Fahrt. Im Hochformat siehst du beim Navigieren einen größeren Bereich der Strecke, im Querformat bleibt der Lenker aufgeräumter.

Welche Lösung passt, hängt von deinem Alltag ab. Willst du das Smartphone in der Tasche lassen und trotzdem Navigation am Lenker, ist das Farbdisplay die bequemste Wahl. Reicht dir eine klare Anzeige ohne Kabel, ist das Intuvia 100 der einfachere Umbau, und für gelegentliche Navigation genügt oft der Grip fürs Smartphone.

Älteres Bosch-System: Kiox ohne Zahl, Intuvia und Nyon

Fährst du ein E-Bike mit älterem Bosch-System, passen die Displays mit Zahl nicht in dein Cockpit. Die Anleitung bezieht Antrieb und Akku ausdrücklich auf die Systemgeneration smartes System, und ein neues Display ändert an der Generation von Motor und Akku nichts. Ein Kiox ohne Zahl lässt sich deshalb nicht einfach gegen ein Kiox 300 tauschen, solange der Rest des Systems bleibt, wie er ist.

Für die ältere Generation gibt es eigene Displays. Das Kiox ohne Zahl mit dem Produkt-Code BUI330 ist laut seiner Anleitung für die Steuerung des eBikes und die Anzeige von Fahrdaten vorgesehen und arbeitet mit der App eBike Connect. Das Intuvia beschreibt Bosch als Bordcomputer für die Steuerung eines Bosch eBike-Systems. Auf der Nachrüstseite steht dazu, dass der Bosch-Fachhändler beim Umstieg auf das Intuvia sowohl die Montage als auch das Update deines Bosch eBike-Systems übernimmt.

Ob ein Wechsel zwischen den älteren Displays an deinem Rad möglich ist, hängt von Antrieb, Baujahr und Ausstattung ab. Das klärst du am besten mit der Fachwerkstatt, die über die Diagnosesoftware sieht, was verbaut ist. Auch bei anderem Zubehör gilt diese Reihenfolge, wie der Beitrag zum Nachrüsten von E-Bike-Licht zeigt: Erst prüfst du, was das System verträgt, dann kaufst du das Teil.

Das Display im Alltag: abnehmen, Winter, Reinigung

Nach dem Nachrüsten lebt das Display am Lenker, und dort ist es Wind, Wetter und gelegentlichen Stürzen ausgesetzt. Die Anleitung rät, das eBike nicht kopfüber auf Lenker und Sattel zu stellen, wenn Display oder Halterung über den Lenker hinausragen, und das Display vor dem Einspannen in einen Montageständer abzunehmen. Transportierst du das Rad auf einem Autoträger, nimmst du laut Bosch Display und abnehmbaren Akku ab.

Bei Kälte lohnt ein Blick auf die Temperaturangaben. Die Betriebstemperatur liegt laut Datenblatt zwischen −5 und +40 °C, außerhalb davon kann es zu Störungen in der Anzeige kommen. Wie sich Kälte auf Akku, Bremsen und Fahrverhalten auswirkt, ordnet der Winter-Ratgeber fürs E-Bike ein.

Für die Lagerung nennt Bosch +10 bis +40 °C, also deutlich wärmer als ein unbeheizter Schuppen im Januar. Das Display gehört in der Standzeit deshalb ins Haus, zusammen mit dem Akku. Was du sonst vor einer längeren Pause am Rad erledigst, zeigt die Checkliste zum Überwintern des E-Bikes. Musst du das Rad doch draußen abstellen, nimmst du das Display am besten mit.

Gereinigt wird das Display mit einem weichen, nur mit Wasser angefeuchteten Tuch, ohne Reinigungsmittel, und keine Komponente verträgt laut Bosch Druckwasser. Beschlägt der Bildschirm bei bestimmten Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten, ist das laut Anleitung kein Fehler, das Display soll dann in einem beheizten Raum trocknen. Was nach echtem Wassereintritt zu tun ist, zeigt der Ratgeber zum Wasserschaden am E-Bike.

Gebrauchtes E-Bike mit Kiox: was du prüfst

Ein Gebrauchtrad mit diesem Display wirkt auf den ersten Blick wie ein Rad mit smartem System. Ganz so einfach ist es nicht, denn auch das ältere Kiox ohne Zahl sieht modern aus. Achte deshalb auf die genaue Bezeichnung auf dem Display oder in den Unterlagen und lass dir zeigen, mit welcher App das Rad verbunden ist. Ein Kiox 300 oder 500 im Angebot spricht für das smarte System, ein Kiox ohne Zahl für die ältere Generation.

Bei einem Rad mit smartem System gehört ein weiterer Schritt dazu. Der Verkäufer sollte eBike Lock deaktivieren und das Rad in der App aus seinem Benutzerkonto löschen, das empfiehlt Bosch in der Display-Anleitung ausdrücklich für den Verkauf. Sonst bleibt die Unterstützung womöglich an ein fremdes Smartphone oder Display gebunden. Welche weiteren Punkte du bei der Besichtigung abarbeitest, sammelt die Checkliste für den E-Bike-Ankauf.

Schließlich lohnt der Blick ins Einstellungsmenü unter Mein eBike. Dort zeigt das Display die verbauten Komponenten mit ihren Versionsnummern und unter Service den nächsten Termin, sofern ihn eine Fachwerkstatt hinterlegt hat. Beides gibt dir einen ersten Eindruck davon, wie gepflegt das Rad ist, ersetzt aber keine Probefahrt. Was du selbst mit diesem Termin machen kannst, erklärt der Beitrag zur Bosch-Service-Anzeige.

Merksatz: Ein Kiox 300 oder 500 kannst du nur an einem E-Bike mit dem smarten System von Bosch nachrüsten, und es braucht eine Bedieneinheit, die ein zusätzliches Display ansteuert. Display und Aufnahme gehören zusammen, die Verbindung zum System klärst du vor dem Kauf. Bosch empfiehlt den Fachhandel, die Montage am Halter ist aber auch selbst machbar.

Häufige Fragen

Kann ich an jedem Bosch-E-Bike ein Kiox 300 nachrüsten?

Nein. Laut Bosch-Anleitung ist das Display für die Anzeige von Fahrdaten an einem eBike der Systemgeneration smartes System vorgesehen. Räder mit dem älteren Bosch-System nutzen eigene Displays wie das Kiox ohne Zahl, das Intuvia oder das Nyon.

Welche Bedieneinheit brauche ich für ein Kiox?

Das Display wird über eine Bedieneinheit am Lenker gesteuert. Die Display-Anleitung nennt LED Remote, System Controller und Purion 200 als Bedieneinheiten, und für den Purion 200 bestätigt dessen Anleitung die Ansteuerung eines zusätzlichen Displays ausdrücklich. Zur Mini Remote enthalten die geprüften Bosch-Quellen keine Aussage.

Kann ich das Kiox selbst montieren?

Bosch schreibt, dass du beide Displays mithilfe des flexiblen Display-Halters auch selbst am Lenker montieren kannst, empfiehlt für die Umrüstung aber den Fachhandel. Das Aufsetzen ist einfach, die Befestigung der Aufnahme und die Verbindung zum System sind der anspruchsvollere Teil.

Was gehört zu einem Kiox-Nachrüstset?

Einen festen Set-Inhalt nennt Bosch in seinen Anleitungen und auf der Nachrüstseite nicht. Die Anleitung nennt Display, Display-Aufnahme, Adapterschale, Sicherungsplatte und Befestigungsschrauben als zusammengehörende Teile. Ein Halteband ist laut Anleitung nicht im Lieferumfang enthalten, den Inhalt eines Händler-Sets prüfst du an dessen Liste.

Was kostet es, ein Kiox nachzurüsten?

Das hängt von Display, Aufnahme, einer eventuell nötigen Bedieneinheit und der Werkstattzeit ab. Frag den aktuellen Preis beim Händler an und nenne dabei Radmodell, Baujahr und verbaute Bedieneinheit. So bekommst du ein Angebot, das auch Aufnahme und Montage umfasst.

Funktioniert ein Kiox 300 mit dem Purion 200?

Ja, laut der Anleitung des Purion 200 ist die Bedieneinheit optional für die Ansteuerung eines zusätzlichen Displays der Systemgeneration smartes System vorgesehen. Ausgenommen ist nur das Intuvia 100.

Muss nach dem Nachrüsten ein Update gemacht werden?

Bosch rät, die Software der eBike-Komponenten aktuell zu halten, und für die Navigation auf dem Display braucht es laut Anleitung die aktuellste Softwareversion. Updates startest du in der App eBike Flow, die sie im Hintergrund überträgt.

Ist eBike Lock mit dem Kiox ein Diebstahlschutz?

Nein. Bosch beschreibt eBike Lock als Ergänzung zu einem mechanischen Schloss, weil nur die Unterstützung durch den Antrieb gesperrt wird. Das Display kann dabei als digitaler Schlüssel dienen, ein echtes Schloss ersetzt es aber nicht.

Einordnung: woher die Angaben stammen

Herstellerquellen stehen im Klartext, Abzüge liegen in der Prüfspur. Stand der Angaben: Oktober 2026.

Bosch eBike Systems: Seite „Zubehör & Nachrüsten“

Robert Bosch GmbH, Bosch eBike Systems, Service-Seite „Zubehör & Nachrüsten“ auf bosch-ebike.com, abgerufen 25.10.2026. Wortlaut zu Kiox: „Kiox 500 und Kiox 300 sind Displays für das smarte System“, „Für die Umrüstung empfehlen wir dir den Besuch beim Bosch eBike-Fachhandel. Du kannst Kiox 500 oder Kiox 300 aber auch selbst mithilfe des flexiblen Display-Halters am Lenker montieren.“, Bildschirm des Kiox 500 „um 40 Prozent größer als bei Kiox 300“. Zum Intuvia 100: Umrüstung ohne Kabel, drahtlose Verbindung, Steuerung über LED Remote oder Mini Remote. Zum SmartphoneGrip: kompatibel mit dem smarten System, Ride Screen der eBike Flow App. Zum Intuvia: Fachhändler übernimmt Montage und „das Update deines Bosch eBike-Systems“.

Bosch: Originalbetriebsanleitung Kiox 300 | 500

Bosch eBike Systems, Originalbetriebsanleitung Kiox 300 | 500 (BHU3600 | BHU3700), Ausgabe 0 275 007 3BK vom 28.01.2025, sowie die Vorausgabe für das Modelljahr 2024 und die Online-Version Kiox 300 vom 20.12.2021, jeweils als PDF über die Bosch-Dokumentenablage abgerufen am 25.10.2026. Belegt: bestimmungsgemäßer Gebrauch am smarten System, App eBike Flow, Bauteile von Display bis Befestigungsschraube, Halteband nicht im Lieferumfang, Sicherungsplatte keine Diebstahlsicherung, Abschaltung unter 3 km/h beim Abnehmen (nicht bei 45 km/h), Bedienung über 5- und 3-Tasten-Bedieneinheit, Buzzer im Kiox 500, Einstellungsmenü mit Komponenten und Service, Display-Konfiguration, eBike Lock mit Kiox als digitalem Schlüssel, Battery Lock mit Flow+ Abo, Datenschutzhinweis zum Komponententausch, Temperaturen, IP55, Reinigung, Transport. Hinweis „eBike Lock ist kein Diebstahlschutz“ und Verkaufsempfehlung aus der Online-Version 2021.

Bosch: Originalbetriebsanleitung Purion 200

Bosch eBike Systems, Originalbetriebsanleitung Bedieneinheit Purion 200 (BRC3800), Ausgabe 0 275 007 3RP vom 06.02.2025, abgerufen 25.10.2026. Belegt: bestimmungsgemäßer Gebrauch „für die Steuerung eines eBikes und optional für die Ansteuerung eines zusätzlichen Displays der Systemgeneration das smarte System (ausgenommen Intuvia 100)“, Software-Updates manuell in eBike Flow mit Neustart, Zurücksetzen aller digitalen Schlüssel bei Verlust des Displays.

Bosch: Anleitungen Kiox (BUI330), Nyon und Intuvia

Bosch eBike Systems, Originalbetriebsanleitung Kiox, Online-Version (BUI330), Modelljahr 2024, Originalbetriebsanleitung Nyon (BUI350), Online-Version Modelljahr 2021, und Betriebsanleitung Intuvia, Modelljahr 2018, abgerufen 25.10.2026. Belegt: Kiox ohne Zahl „für die Steuerung des eBikes und zur Anzeige von Fahrdaten“ mit App und Portal eBike Connect, deren Beschreibung laut derselben Anleitung für Kiox (BUI330) und Nyon (BUI27x und BUI350) gilt; Nyon und Intuvia jeweils „für die Steuerung eines Bosch eBike-Systems“.

Was nicht belegt ist

In den geprüften Bosch-Quellen vom 25.10.2026 nicht dokumentiert: die Kombination Kiox mit Mini Remote, ein fester Set-Inhalt für die Nachrüstung, die Leitungsführung am einzelnen Radmodell und ob nach dem Einbau eine Konfiguration in der Fachwerkstatt nötig ist. Dass ein älteres Bosch-System durch ein neues Display nicht zum smarten System wird, ist eine Ableitung aus dem bestimmungsgemäßen Gebrauch der Displays und der Systembindung von Antrieb und Akku in den Anleitungen. Preise nennt der Beitrag bewusst nicht.

TL Redaktion · tuning-lizenz.de
Informationen zu Technik, rechtlicher Einordnung und Nutzung.
Wir nutzen generative KI bei der Erstellung unserer Beiträge und gehen sorgfältig damit um. Die redaktionelle Verantwortung trägt die WebTrades GmbH. Mehr zur KI-Transparenz

Hinweis: Dieser Beitrag liefert allgemeine Orientierung zu Bosch-Displays, keine verbindliche Kompatibilitätszusage für ein bestimmtes Rad. Alle Angaben ohne Gewähr (Stand: Oktober 2026).

Ähnliche Beiträge