Nahaufnahme von Mittelmotor und Kettenantrieb eines E-Mountainbike-Hardtails in einer Werkstatt. KI-generiertes Symbolbild.

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Yamaha PW-ST Tuning: welche Lösung zum 70-Nm-Antrieb passt

Der PW-ST steckt in Trekkingrädern und E-MTBs, etwa in Haibike-Rädern der Modelljahre 2020 bis 2022. Hier steht, welche Tuningwege es für ihn gibt, warum das Display über die Software-Lizenz mitentscheidet, was beim Drehmoment geht und was rechtlich aus deinem Rad wird.

⏱ 15 Min. Lesezeit · Stand: Oktober 2026

Kurz gesagt: Beim Yamaha PW-ST Tuning gibt es zwei Wege: ein Modul am Geschwindigkeitssignal oder, bei RollWerk seit Oktober 2026, eine Software-Lizenz, die nach Anbieterangabe die eingestellte Radgröße halbiert und per Micro-USB am Display aktiviert wird. Ob das Kabel an deinem Rad passt, hängt vom Display ab; für Display A2 ist es in den geprüften Quellen nicht dokumentiert. Mehr Drehmoment bringt nach unserer Einschätzung keiner der beiden Wege, beide verlängern nur den Bereich, in dem der Motor schiebt. Verlängert ein Weg die Unterstützung über 25 km/h hinaus, ist das Rad nach unserer Auslegung rechtlich ein Kraftfahrzeug. Nicht für den öffentlichen Straßenverkehr. Privatgelände allein reicht nicht: Je nach Fahrzeug- und Versicherungseinordnung kommt nur ein tatsächlich nichtöffentlicher, wirksam abgegrenzter Bereich in Betracht.

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Der Anstieg ist geschafft, die Straße wird flach, und genau in dem Moment, in dem das Rad endlich rollen würde, lässt der Motor los. Wer ein Trekkingrad oder ein E-MTB mit Yamaha PW-ST fährt, etwa ein Haibike der Modelljahre 2020 bis 2022, kennt dieses Gefühl bei 25 km/h ziemlich genau. Die Frage danach ist fast immer dieselbe: Chip, Software oder lieber gar nichts? Die Antwort steht gleich im ersten Abschnitt, und danach geht es um die Punkte, an denen sich beim PW-ST entscheidet, ob ein Weg überhaupt in Frage kommt.

Yamaha PW-ST Tuning: die Antwort vorweg

Für den PW-ST werden zwei grundsätzlich verschiedene Lösungen angeboten. Die ältere ist ein Modul, das zwischen Geschwindigkeitssensor und Antrieb sitzt und das Signal verändert, bevor es den Motor erreicht. Die neuere ist eine Software-Lizenz, die RollWerk seit Oktober 2026 auch für Yamaha anbietet. Sie wird am Rechner über ein Micro-USB-Kabel am Display aktiviert und trägt nach Anbieterangabe eine halbierte Radgröße ins System ein. Ob du den zweiten Weg überhaupt gehen kannst, hängt dabei am Display. An Rädern dieser Jahrgänge sitzen mehrere Varianten, und nicht jede hat einen dokumentierten Anschluss für Daten.

Beim Drehmoment musst du die Erwartungen gleich zu Beginn zurechtrücken. Der PW-ST liefert nach Herstellerangabe 70 Nm. Daran ändert nach unserer Einschätzung weder das Modul noch die Software etwas, weil beide nur verschieben, bis zu welchem Tempo der Motor mitschiebt. Wer mehr Kraft am Berg sucht, wird mit einem Tuning also nicht glücklich. Und sobald die Unterstützung über 25 km/h hinausgeht, ist dein Rad nach unserer Auslegung rechtlich ein Kraftfahrzeug, mit Folgen für Versicherung, Fahrerlaubnis und den Ort, an dem du überhaupt fahren könntest. Das ist beim kleineren PW-ST nicht anders als beim stärkeren PW-X3.

Der PW-ST in Zahlen: 250 Watt, 70 Nm, 25 km/h

Yamaha führt den Antrieb international als „PWseries ST“, im deutschen Katalog steht „Baureihe PW ST“ ohne Bindestrich, und im Handel hat sich die Schreibweise PW-ST durchgesetzt. Gemeint ist immer derselbe Mittelmotor aus der 36-Volt-Familie, die Yamaha heute „PW system“ nennt. Die technischen Daten sind schnell erzählt und im Katalog wie auf der Produktseite gleich angegeben. Wichtig ist vor allem die letzte Zeile der Tabelle, denn sie zeigt, dass der Antrieb mehr kann als nur die vier Stufen, die du am Lenker durchschaltest.

Merkmal Yamaha PW-ST nach Herstellerangabe
Bauart Mittelmotor, 36 Volt
Nennleistung 250 Watt
Maximales Drehmoment 70 Nm
Unterstützung bis 25 km/h
Gewicht 3,4 kg
Unterstützungsmodi HIGH, STD, ECO und +ECO, dazu ein automatischer Modus, der je nach Fahrbedingung selbst umschaltet

Ein Antrieb für schnelle Pedelecs ist der PW-ST nach diesen Daten nicht, auch wenn das in Foren gelegentlich anders zu lesen ist. Yamaha nennt 25 km/h als höchste Geschwindigkeit mit Unterstützung, und die Bedienungsanleitung für das Modelljahr 2020 sagt es noch deutlicher: Ab 25 km/h unterstützt das System nicht. Für Räder bis 45 km/h baut Yamaha eigene Antriebe, aktuell den PW-S2 for Speed Pedelec mit 500 Watt Nennleistung. Solche Räder sind ab Werk für 45 km/h gebaut und genehmigt. Worin sich beide Fahrzeugarten im Alltag unterscheiden, erklärt der Beitrag über den Kauf eines Pedelecs oder S-Pedelecs, und wer wirklich schneller unterwegs sein will, fängt am besten dort an.

Woher der PW-ST kommt und in welchen Rädern er steckt

Yamaha beschreibt den PW-ST im Katalog als Allrounder, der gegenüber den Unterstützungsfunktionen der PW-SE-Baureihe eine weitere Steigerung darstellt. Dazu nennt der Hersteller ein Quad-Sensor-System und einen breiteren Unterstützungsbereich, sodass der Antrieb auch bei hoher Trittfrequenz noch mithilft. Wann genau er auf den Markt kam, lässt sich aus den Unterlagen des Herstellers nicht sicher ablesen. Im Katalog des Modelljahrs 2022 steht er bereits, eine eigene Ankündigung dazu ist in den geprüften Herstellerunterlagen nicht dokumentiert. Seinen Nachfolger kennt Yamaha dagegen genau. Der PW-S2 bringt laut Hersteller 75 Nm und damit mehr Drehmoment als „the best-selling PWseries ST“, wie Yamaha seinen Vorgänger auf der Produktseite des PW-S2 nennt. Woran du PW-ST, PW-S2 und die übrigen Yamaha-Antriebe an deinem Rad auseinanderhältst, zeigt unsere Übersicht zum Erkennen der Yamaha-Motoren.

Wie verbreitet der PW-ST war, zeigt ein Blick auf Haibike, wo Yamaha-Antriebe lange eine wichtige Rolle spielten. In den Haibike-Datenblättern der Modelljahre 2020 bis 2022, soweit sie einen Motor nennen, ist der PW-ST der häufigste Yamaha-Antrieb. Er steckt dort in Hardtails wie der SDURO-HardSeven- und HardNine-Reihe, in Fullys und in Trekkingrädern. Meist trägt er dort eine Bedieneinheit, die Haibike „Side Switch“ nennt, seltener eine mit dem Namen „Multi Switch“. In den Datenblättern der Modelljahre 2024 und 2025 taucht der PW-ST nicht mehr auf, dort stehen PW-S2, PW-X3 und PW-XM. Der Modellname allein verrät den Motor übrigens nicht sicher. Haibike hat seine Baureihen über die Jahre mit verschiedenen Antrieben ausgestattet. Im Zweifel hilft nur das Datenblatt deines genauen Modelljahrs oder die Auskunft deines Händlers.

Welches Display an deinem PW-ST sitzt

Für die Software-Lizenz ist das Display die wichtigste Frage überhaupt, denn die Anwendung verlangt eine Micro-USB-Verbindung am Display. Die Bedienungsanleitung des Modelljahrs 2020, die den PW-ST zusammen mit PW-TE und PW-X2 beschreibt, kennt drei Anzeigen: Display A, Display C und Interface X. Dazu kommt Display A2, das Yamaha für alle Antriebe ab dem Modelljahr 2019 nennt und das deshalb auch an einem PW-ST-Rad sitzen kann. Die Tabelle fasst zusammen, was Yamaha selbst zum Anschluss jeder dieser Anzeigen schreibt.

Display Was Yamaha zum USB-Anschluss schreibt Was das für die Software-Lizenz heißt
Display A Anschluss für das vorgesehene Yamaha-Werkzeug, nicht zur Stromversorgung Anschluss für das Händlerwerkzeug dokumentiert, die Freischaltung darüber ist eine Anbieterangabe
Display C USB-Anschluss umschaltbar zwischen Stromversorgung und kabelgebundener Kommunikation, die Händler im Kundendienst nutzen Datenverbindung als Händlerfunktion beschrieben, die Freischaltung darüber ist eine Anbieterangabe
Interface X USB-Anschluss für die Systemdiagnose und die Stromversorgung Anschluss für die Diagnose dokumentiert, die Freischaltung darüber ist eine Anbieterangabe
Display A2 keine Angabe, unter Stromversorgung und Verbindung steht jeweils nur „N/A“ in den geprüften Quellen nicht dokumentiert, deshalb keine Kaufempfehlung

Bei Haibike-Rädern mit „Side Switch“ wird es knifflig. Eine Yamaha-Kurzanleitung, die Accell 2021 herausgegeben hat, setzt „Sideswitch“ mit Display A und „Multiswitch“ mit Display C gleich, doch Haibike nennt auch Räder mit Display A2 „Side Switch“. Bei PW-ST-Rädern mit „Side Switch“ ist deshalb offen, ob Display A oder Display A2 verbaut ist, und du prüfst das vor dem Kauf eines Codes am Rad selbst. Im Zweifel hilft die Bedienungsanleitung deines Rads, in der die verbaute Anzeige mit ihrem Namen steht, oder eine kurze Frage an deinen Händler.

Sitzt an deinem PW-ST-Rad ein Display A2, nennt Yamaha dort weder Stromversorgung noch Verbindung, und wo das Kabel stecken soll, beschreibt auch der Anbieter nicht; für diese Kombination geben wir deshalb keine Kaufempfehlung, ohne damit zu sagen, dass es sicher nicht geht. Bei Display A, Display C und Interface X ist ein Anschluss für Diagnose oder Händlerkommunikation dokumentiert, die Freischaltung darüber bleibt aber eine Angabe des Anbieters.

Yamaha PW-ST Tuning ohne Chip: die Software-Lizenz

Ohne Chip heißt hier: Du brauchst einen Rechner mit Chrome oder Edge, ein Micro-USB-Kabel und einen Lizenzschlüssel, das Handy ist nach Shopangabe ausdrücklich ausgeschlossen. Die Anwendung halbiert nach ihren eigenen Texten die im System hinterlegte Radgröße und bietet dafür eine „Tuning-Einstellung für 45 km/h“ an. Vorher warnt sie, dass sich das Rad beim Übernehmen sofort ausschaltet. Beim Aktivieren wird das Rad mit deiner Lizenz verknüpft. Der Code gehört danach zu diesem Fahrrad. Hält das System das Rad für kleiner, als es ist, rechnet es pro Umdrehung mit weniger Weg, und die Abschaltgrenze der Unterstützung wird nach unserer Einschätzung erst später erreicht.

Ob der PW-ST zu den Antrieben gehört, für die das funktioniert, sagt bisher nur RollWerk, das pauschal von allen Yamaha-Rädern ab 2017 spricht. Die Anwendung fragt beim Verbinden nach der Generation des Yamaha-Systems: „Legacy (2016)“ oder „New (2016–heute)“. Welche Antriebe sie jeweils meint, nennt sie nicht. Bevor du einen Code kaufst, klär mit dem Shop, in welche Gruppe dein Antrieb fällt. Passen Display und Generation zu deinem Rad, findest du den Code als Yamaha-Lizenzcode im RollWerk-Shop.

RollWerk ist ein Online-Shop der WebTrades GmbH. Wenn wir auf passende RollWerk-Produkte verlinken, besteht daher eine wirtschaftliche Verbindung. Unsere fachliche Bewertung und die rechtliche Einordnung sollen davon unabhängig bleiben.

Wie die Software im Einzelnen arbeitet und was dabei offen bleibt, steht in der ausführlichen Anleitung zum Yamaha-Tuning ohne Chip.

Der PW-ST mit Modul, Chip oder Magnet

Module sind der ältere der beiden Wege. Anbieter solcher Bauteile führen den Antrieb in ihren Kompatibilitätslisten. Einer davon ordnet ihn derselben Modulreihe zu wie PW-SE, PW-X, PW-TE und PW-X2, während PW-X3 und PW-S2 dort eine eigene Reihe bekommen. Das ist eine Angabe des jeweiligen Herstellers für seine eigenen Produkte und kein allgemeiner Befund über den Antrieb. Ein Modul sitzt zwischen Geschwindigkeitssensor und Motor und meldet dem System ein anderes Tempo, als das Rad tatsächlich fährt, sodass die Unterstützung länger anhält. Was die Anzeige danach zeigt, hängt von der Lösung ab, und dazu machen die Anbieter unterschiedliche Angaben.

Wichtig ist eine Grenze zwischen beiden Wegen, die beim Kauf gern verwischt wird. Dass ein Modul an deinem Antrieb passt, sagt nichts darüber, ob die Software-Lizenz an demselben Rad funktioniert. Umgekehrt gilt das genauso, denn das eine greift am Sensorsignal an und das andere an einem Wert im System. Der dritte und gröbste Weg ist der Magnet, der außen am Sensor ansetzt und ihm eine andere Drehzahl vortäuscht. Wie das funktioniert und warum es mehr Nachteile als Vorteile hat, zeigt der Beitrag über Tuning mit einem Magneten am Speichensensor. Allen drei Wegen ist gemeinsam, dass der Motor über 25 km/h hinaus mitschieben soll, und damit landen sie rechtlich am selben Punkt.

Yamaha PW-ST Drehmoment erhöhen: was geht und was nicht

Die 70 Nm sind die Angabe des Herstellers, und einen offiziellen Weg, das Drehmoment des PW-ST zu erhöhen, beschreibt Yamaha in seinen Unterlagen nicht. Das heißt nicht, dass es technisch unmöglich wäre, aber in den geprüften Quellen ist kein Weg dokumentiert, auf den du dich stützen könntest. Modul und Software ändern nach unserer Einschätzung die Geschwindigkeitsgrenze, nicht die Kraft: Der Motor schiebt mit denselben 70 Nm, nur eben bis zu einem höheren Tempo. Wie viel er zu deiner eigenen Tretkraft dazugibt, wählst du über die Unterstützungsmodi. Dafür sind die Stufen von +ECO bis HIGH da. Wenn du am Berg mehr Kraft spüren willst, prüf zuerst Modus und Gang. Erst danach lohnt das Nachdenken über einen Eingriff.

Dazu kommt die Frage nach der Yamaha-App, die viele bei „Drehmoment erhöhen“ im Kopf haben. Die App mit der Funktion „Assist Tuning“ ist laut Yamaha für Räder mit der neuesten Antriebsgeneration gedacht, also für die 48-Volt-Antriebe mit PW-LINK; für den PW-ST ist sie nach dieser Beschreibung nicht vorgesehen. Gemeint ist dort ohnehin das Anpassen der Unterstützung an Fahrstil und Gelände. Eine Funktion, die die 25-km/h-Grenze aufhebt, beschreibt Yamaha nicht. Mehr zur App und zur neuen Generation steht im weiter unten verlinkten Beitrag zum PW-X3. Einen Wechsel auf einen anderen Antrieb beschreibt Yamaha für Fahrer nicht. Nach Herstellerangabe stimmt Yamaha das Motorverhalten zusammen mit dem Radhersteller auf das jeweilige Rad ab, bis hin zur Reifengröße.

Mehr Drehmoment heißt im Übrigen nicht mehr Tempo. Ein Motor mit hohem Nm-Wert zieht am Berg kräftiger an, hört aber als Pedelec genauso bei 25 km/h auf zu unterstützen wie einer mit weniger Kraft. Warum hohe Drehmoment- und Spitzenwerte nichts an der 25-km/h-Grenze ändern, zeigt der Beitrag über moderne E-Bike-Getriebemotoren und ihre Kennzahlen sehr anschaulich. Für dein Rad heißt das: Ob 70 Nm reichen, entscheidest du am Berg. Ob der Motor über 25 km/h schiebt, ist eine ganz andere Frage mit ganz anderen Folgen.

Was Display und Werkstatt danach zeigen

Bei der Software-Lizenz warnt die Anwendung selbst: Bei aktiviertem Tuning können Geschwindigkeit, Strecke und Reichweite auf dem Display um bis zu 50 Prozent abweichen. In welche Richtung, sagt der Hinweis nicht, und zur Gesamtstrecke äußert er sich nicht. Beim Modul hängt die Anzeige von der jeweiligen Lösung ab. Im Alltag heißt das: Verschleißteile wie Kette und Bremsbeläge planst du besser nach Zustand und Zeit, nicht nach dem Kilometerstand. Und die Reichweitenanzeige ist auf einer langen Tour keine verlässliche Entscheidungshilfe mehr.

Die Anwendung sieht einen Rückweg vor: die ursprüngliche Radgröße wieder eingeben oder den Modus „Original“ wählen. Ob danach der Kilometerstand stimmt, beschreibt der Anbieter bisher nicht. Ob eine Werkstatt die Änderung im Diagnosewerkzeug sieht, ist in den geprüften Quellen ebenfalls nicht dokumentiert, in keine Richtung. Fest steht nur: Solange das Tuning aktiv ist, kann die Anzeige nach Anbieterangabe um bis zu 50 Prozent abweichen. Yamaha-Händler arbeiten mit einem Diagnosewerkzeug, das nach dem Katalog des Herstellers die aktuellen Fehlercodes und technischen Daten der Antriebskomponenten prüft und einen Bericht für einen Garantieantrag erstellen kann. Welche technischen Risiken auch ein Eingriff ohne Bauteil mit sich bringt, zeigt ein eigener Überblick, und dem Händler sagst du am besten offen, was am Rad gemacht wurde.

Bleibt die Frage nach einem Software-Update, die viele mit dem Tuning verbinden. Yamaha schreibt in seinen Fragen und Antworten, Software- oder Firmware-Updates für die Antriebseinheit seien nicht nötig; ein einzelnes Modell nennt die Antwort nicht, nach unserer Lesart gilt sie also auch hier. Für ein getuntes Rad unterscheiden sich die beiden Wege trotzdem. Ein Modul ist ein Bauteil am Sensor, und ob es nach einem Update weiter arbeitet, kann niemand zusagen. Bei der Software-Lizenz steckt die Änderung als Radgröße im System selbst, und ob ein Update diesen Wert zurücksetzt oder ob du das Tuning vorher zurückstellen solltest, beschreibt der Anbieter bisher nicht. Was ein Update beim PW-X3 und bei der neuen Generation bedeutet, steht ausführlich im Beitrag zum Yamaha PW-X3 und seinem Software-Update.

Was rechtlich aus deinem PW-ST-Rad wird

Rechtlich spielt die Größe des Antriebs keine Rolle, entscheidend ist allein der Umbau. Ein Pedelec ist nur so lange ein Fahrrad, wie unter anderem sein Motor höchstens 250 Watt Nenndauerleistung hat und die Unterstützung spätestens bei 25 km/h endet. Schiebt ein Modul oder die Software den PW-ST über 25 km/h hinaus, fehlt dem Rad diese Voraussetzung, und nach unserer Auslegung ist es dann ein Kraftfahrzeug; eine Einstellung, die die Anwendung selbst „Tuning-Einstellung für 45 km/h“ nennt, zielt genau darauf. Ein vom Hersteller freigegebenes Update, das die Abschaltung bei 25 km/h unverändert lässt und die Nenndauerleistung im Rahmen hält, ist kein solcher Fall. Die Herleitung mit allen Fundstellen steht im Beitrag zur Rechtslage nach einem Pedelec-Tuning am Beispiel Bosch.

Als Kraftfahrzeug braucht das Rad eine Haftpflichtversicherung, die ein umgebautes Pedelec typischerweise nicht hat. Gebrauch ohne sie ist verboten und strafbar, und das hängt nicht allein an der öffentlichen Straße; verboten ist auch, diesen Gebrauch einem anderen zu gestatten, etwa dem eigenen Kind. Ob eine bestehende private Haftpflichtversicherung Schäden mit dem umgebauten Rad deckt, regelt nicht das Gesetz, sondern deren Bedingungen, also prüf sie, bevor du dich darauf verlässt.

Auf öffentlichen Straßen braucht der Fahrer dann zusätzlich eine Fahrerlaubnis, und ohne sie zu fahren ist strafbar, für den Fahrer wie für den Halter, der das zulässt. Beim E-MTB mit PW-ST, das für Waldwege gekauft wurde, ist das besonders unangenehm; welche Wege ein E-MTB als Pedelec und welche als S-Pedelec nutzen darf, ordnet der Beitrag zu E-MTB-Klassen und Recht ein. Ein späteres Zurückstellen ändert an der Zeit davor nach unserer Auslegung nichts.

Mit dem PW-ST-Rad aufs eigene Grundstück: was der Ort erfüllen muss

Für ein PW-ST-Rad gilt beim Ort nichts anderes als für jedes umgebaute Pedelec. Privatgelände allein reicht nicht. Entscheidend ist, dass der Bereich tatsächlich nichtöffentlich und – soweit die jeweilige Rechtsgrundlage dies verlangt – wirksam eingefriedet oder für die Öffentlichkeit aufgrund einer Zugangsbeschränkung nicht zugänglich ist. Der eigene Hof ohne Zaun und Tor, der Feldweg hinter dem Haus oder ein Trail im Wald erfüllen das nach unserer Lesart nicht, auch wenn das Grundstück dir gehört.

Für ein Trekkingrad, das sonst täglich zur Arbeit fährt, bleibt nach einem Tuning damit kaum ein Einsatzort übrig, und das solltest du ehrlich gegen den Nutzen abwägen. Woran du einen geeigneten Bereich erkennst, zeigt der Beitrag darüber, welche Flächen als nichtöffentlich gelten können.

Garantie und was Yamaha zum Tuning sagt

Yamaha selbst schreibt in seinen Fragen und Antworten, Nutzer dürften nicht versuchen, das System zu tunen, um Regelverstöße und Schäden am Rad zu vermeiden, und verweist für die Garantie an den Radhersteller. Ob sie nach einem Tuning noch greift, entscheiden also dessen Bedingungen, und du musst damit rechnen, dass sie für den Antrieb entfällt. Gerade beim Gebrauchtkauf eines PW-ST-Rads lohnt die Frage nach Garantie und Laufzeit, bevor jemand am Antrieb etwas verändert.

Anders als die freiwillige Garantie richtet sich die gesetzliche Gewährleistung gegen den Verkäufer. Sie bleibt für Mängel bestehen, die mit dem Eingriff nichts zu tun haben, greift nach unserer Lesart aber nicht für Schäden, die erst der Eingriff verursacht. Wie darüber im Streitfall gestritten wird, zeigt der Beitrag über Garantie und Gewährleistung bei einem getunten Bosch-Antrieb, und die Grundsätze dort gelten markenübergreifend.

Prüfliste für dein PW-ST-Rad: Display, Modelljahr, Rückweg

Am Anfang steht der Blick auf den Lenker. Steht im Datenblatt deines Rads „Side Switch“, ist offen, ob Display A oder Display A2 verbaut ist, also sieh selbst nach oder frag deinen Händler. Sitzt dort ein Display A2, ist eine Verbindung für die Software-Lizenz in den geprüften Quellen nicht dokumentiert, und für diese Kombination geben wir keine Kaufempfehlung. Danach kommt das Modelljahr, das du im Datenblatt des Radherstellers findest, zusammen mit der Zeile zum Motor, damit du sicher weißt, dass wirklich ein PW-ST verbaut ist. In welche Generation die Anwendung deinen Antrieb einordnet, klärst du vor dem Kauf mit dem Shop, weil die Anwendung es nicht verrät.

Danach geht es um das, was nach dem Kauf auf dich zukommt. Notier dir die ursprüngliche Radgröße, bevor du etwas änderst, lies die Garantiebedingungen deines Radherstellers und kläre, wo du das Rad danach überhaupt fahren könntest, denn ohne einen tatsächlich nichtöffentlichen, abgegrenzten Bereich bleibt kein Einsatz übrig. Welche Folgen ein Eingriff darüber hinaus haben kann, vom Versicherungsschutz bis zum späteren Verkauf, fasst ein eigener Überblick zusammen.

Die folgende Kurzform ordnet nur den Einsatzrahmen ein. Sie ersetzt nicht die Prüfung der konkreten Fahrzeug-, Zulassungs- und Versicherungssituation und ist keine Erlaubnis für einen bestimmten Ort.

Merksatz: Tuning ausschließlich für eigene Fahrzeuge auf Privatgelände, Testflächen und nicht öffentlichen Bereichen.

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Häufige Fragen

Kann ich den Yamaha PW-ST ohne Chip tunen?

Nach Anbieterangabe ja: Die Software-Lizenz halbiert am Rechner per Micro-USB-Kabel die Radgröße im System, und ob der PW-ST zu den passenden Antrieben zählt, klärst du vor dem Kauf mit dem Shop. Entscheidend ist an diesen Rädern das Display, für Display A2 ist eine Verbindung nicht beschrieben. Schiebt der Motor danach über 25 km/h hinaus, ist das Rad nach unserer Auslegung rechtlich ein Kraftfahrzeug. Nicht für den öffentlichen Straßenverkehr. Privatgelände allein reicht nicht: Je nach Fahrzeug- und Versicherungseinordnung kommt nur ein tatsächlich nichtöffentlicher, wirksam abgegrenzter Bereich in Betracht.

Gibt es für den PW-ST eine Tuning-App oder eine Bluetooth-Lösung?

Yamahas App mit der Funktion „Assist Tuning“ ist laut Yamaha für die neueste Antriebsgeneration mit PW-LINK gedacht, und eine Funktion, die die 25-km/h-Grenze aufhebt, beschreibt Yamaha nicht. Die Software-Lizenz läuft am Rechner per Kabel, nicht über das Handy. In den geprüften Quellen sind Bluetooth-Lösungen für den PW-ST nur als Modul, also als Hardware am Rad, beschrieben.

Gibt es eine Tastenkombination zum Tunen des PW-ST?

Yamaha beschreibt keine Tastenkombination, mit der sich die Unterstützungsgrenze des PW-ST aufheben lässt. Die Tasten am Lenker wechseln die Unterstützungsmodi und schalten den automatischen Modus. Tastenfolgen für ein Tuning nennen wir grundsätzlich nicht.

Kann ich beim PW-ST das Drehmoment erhöhen?

Einen offiziellen Weg dafür beschreibt Yamaha nicht, der PW-ST liefert nach Herstellerangabe 70 Nm. Modul und Software ändern nach unserer Einschätzung die Geschwindigkeitsgrenze, nicht das Drehmoment. Wie viel Kraft dazukommt, wählst du über die Unterstützungsmodi.

Funktioniert die Software-Lizenz beim PW-ST mit Display A2?

Yamaha nennt Display A2 für alle Antriebe ab Modelljahr 2019, also kann es auch an einem PW-ST-Rad sitzen. Ob die Software dort funktioniert, ist unklar: Yamaha gibt für A2 weder Stromversorgung noch Verbindung an, und der Anbieter sagt nicht, wo das Kabel stecken soll. Für diese Kombination geben wir keine Kaufempfehlung.

Ist der PW-ST ein Motor für S-Pedelecs?

Nein. Yamaha nennt für den PW-ST 25 km/h als höchste Geschwindigkeit mit Unterstützung. Für S-Pedelecs baut Yamaha eigene Antriebe, aktuell den PW-S2 for Speed Pedelec, und solche Räder sind ab Werk für 45 km/h ausgelegt. Ein getunter PW-ST wird dadurch kein S-Pedelec.

Kann ich einen Code für zwei Räder nutzen?

Die Anwendung verknüpft dein Rad beim Aktivieren mit der Lizenz, der Code gehört danach zu diesem Fahrrad. Ob er sich auf ein zweites Rad übertragen lässt und was bei Verkauf oder Tausch von Display oder Antrieb gilt, sagt der Anbieter nicht; das klärst du vor dem Kauf mit dem Shop.

Einordnung: wo die Regeln stehen

Die Rechtsaussagen dieses Beitrags stützen sich auf die folgenden Fundstellen auf gesetze-im-internet.de, die Angaben zum Antrieb, zu den Displays und zur Software auf die genannten Hersteller- und Anbieterunterlagen, die wir im Klartext nennen. Stand der Angaben: Oktober 2026.

Pedelec und Kraftfahrzeug
  • § 1 StVG „Zulassung“: Absatz 2: „Als Kraftfahrzeuge im Sinne dieses Gesetzes gelten Landfahrzeuge, die durch Maschinenkraft bewegt werden, ohne an Bahngleise gebunden zu sein.“ Absatz 3 Satz 1 nimmt Landfahrzeuge aus, die durch Muskelkraft fortbewegt werden und „mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer Nenndauerleistung von höchstens 0,25 kW ausgestattet sind“, dessen Unterstützung „beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h oder früher“ unterbrochen wird. Satz 3: „Für Fahrzeuge im Sinne der Sätze 1 und 2 sind die Vorschriften über Fahrräder anzuwenden.“ Dass ein Rad, dessen Unterstützung nach einem Modul oder einer Software-Änderung über 25 km/h hinaus reicht, unter Absatz 2 fällt, dass es dafür auf die technische Auslegung nach dem Eingriff ankommt und nicht auf den gewählten Modus, und dass für den PW-ST nichts anderes gilt als für größere Antriebe, ist unsere Auslegung, nicht Wortlaut.
Versicherung, Gelände und Strafe
  • § 1 PflVG „Versicherungspflicht“: Der Halter eines Fahrzeugs im Sinne des § 1a Absatz 1 Nummer 1 mit Standort im Inland ist verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen und aufrechtzuerhalten.
  • § 1a PflVG „Begriffsbestimmungen“: Fahrzeug ist nach Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe b auch ein Landfahrzeug mit Muskelkraft und elektromotorischem Hilfsantrieb, „sofern es unter Berücksichtigung des § 1 Absatz 2 und 3 des Straßenverkehrsgesetzes als Kraftfahrzeug anzusehen ist“. Absatz 3 bestimmt, was als Gebrauch gilt, und nennt dabei die Unabhängigkeit von „dem Gelände, auf dem das Fahrzeug verwendet wird“. Ein Verbot enthält Absatz 3 nicht; es steht in § 6.
  • § 6 PflVG „Verbot des Gebrauchs unversicherter Fahrzeuge“: Absatz 1: „Es ist verboten, ein Fahrzeug zu gebrauchen, für das die nach § 1 erforderliche Haftpflichtversicherung nicht besteht.“ Absatz 2 lässt den Gebrauch eines befreiten Fahrzeugs nur in einem Gebiet zu, das „keine öffentliche Straße im Sinne des § 1 Absatz 1 Satz 1 des Straßenverkehrsgesetzes ist“ und entweder „aufgrund einer Rechtsvorschrift einzufrieden ist, um den Zugang von Unbefugten zu verhindern“, oder als befriedetes Besitztum der Öffentlichkeit aufgrund einer Beschränkung nicht zugänglich ist. Absatz 4: „Es ist verboten, einen nach den Absätzen 1 bis 3 verbotenen Gebrauch zu gestatten.“
  • § 2a PflVG „Ausnahmen von der Versicherungspflicht für bestimmte Fahrzeuge und deren Gebrauch“: Absatz 2: „§ 1 gilt nicht für den ausschließlichen Gebrauch eines Fahrzeugs in einem Gebiet nach § 6 Absatz 2 für die Halter folgender Fahrzeuge“, es folgt eine Aufzählung. Welche Nummer dieser Vorschrift ein umgebautes Pedelec trifft, legen wir nicht fest; das ist Auslegung. Dass ein frei zugänglicher Trail, Feldweg oder ein offenes Grundstück die Anforderungen des § 6 Absatz 2 nicht erfüllt, ist unsere Lesart.
  • § 30 PflVG „Strafvorschriften“: Absatz 1: „Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer 1. entgegen § 6 Absatz 1, 2 oder 3 ein Fahrzeug gebraucht oder 2. entgegen § 6 Absatz 4 einen dort genannten Gebrauch gestattet.“ Strafbar ist der Gebrauch ohne Versicherung also nach § 6 in Verbindung mit § 30 PflVG. Ob eine private Haftpflichtversicherung im Einzelfall leistet, ergibt sich aus deren Bedingungen und ist hier nicht beurteilt.
Fahrerlaubnis
  • § 4 Absatz 1 FeV „Erlaubnispflicht und Ausweispflicht für das Führen von Kraftfahrzeugen“: „Wer auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führt, bedarf der Fahrerlaubnis.“
  • § 21 StVG „Fahren ohne Fahrerlaubnis“: Absatz 1: Bestraft wird, wer „ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat“, oder wer „als Halter eines Kraftfahrzeugs anordnet oder zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, der die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat“.
Garantie und Gewährleistung
  • § 443 Absatz 1 BGB „Garantie“: Die Rechte aus einer Garantie stehen dem Käufer „unbeschadet der gesetzlichen Ansprüche“ zu.
  • § 434 BGB „Sachmangel“: Zur vereinbarten Beschaffenheit gehören nach Absatz 2 Satz 2 „Art, Menge, Qualität, Funktionalität, Kompatibilität, Interoperabilität und sonstige Merkmale der Sache“. Dass ein erst durch den Eingriff verursachter Schaden nicht unter die Mängelansprüche gegen den Verkäufer fällt, ist unsere Lesart.
Herstellerangaben Yamaha zum PW-ST
  • Yamaha Motor Co., Ltd., Produktseite „PWseries ST“ (European Spec), abgerufen am 14.10.2026: „Center Motor“, Weight „3.4 kg“, Rated Output „250 W“, Max. Torque „70 Nm“, Max. Assist Speed „25 km/h“, Assist Mode „4 modes“ mit „HIGH“, „STD“, „ECO“, „+ECO“ sowie „Automatic Support Mode“. Eine Unterzeile derselben Seite, die den Antrieb mit schnellen Pedelecs in Verbindung bringt, steht gleichlautend auch auf anderen Antriebsseiten und widerspricht der angegebenen Unterstützungsgeschwindigkeit; wir verwenden sie nicht.
  • Yamaha Motor Europe, Katalog eBike Systems 2022 (deutsch): „Der PW ST stellt gegenüber den Unterstützungsfunktionen der PW-SE-Baureihe eine weitere Steigerung dar.“; „Die PW-ST-Baureihe liefert mit dem Yamaha Quad-Sensor-System unter sämtlichen Bedingungen optimale Unterstützung.“; „Außerdem ist der Unterstützungsbereich jetzt breiter.“; technische Daten „Baureihe PW ST“: Nennspannung 36 V, Nennleistung 250 W, Höchstgeschwindigkeit mit Unterstützung 25 km/h, max. Drehmoment 70 Nm, Gewicht 3,4 kg. Ein Einführungsjahr nennt der Katalog nicht.
  • Yamaha Motor Co., Ltd., Produktseite „PWseries S2“, abgerufen am 14.10.2026: „delivering more torque than its predecessor, the best-selling PWseries ST“; „maximum torque of 75Nm is over 7% higher than the PWseries ST“. Produktseite „PWseries S2 for Speed Pedelec“: Rated Output „500 W“, Max. Torque „75 Nm“, Max. Assist Speed „45 km/h“.
  • Yamaha, Bedienungsanleitung Drive System PW-TE, PW-ST, PW-X2, Modelljahr 2020 (deutsch): „Die e-Bike Systeme unterstützen in den folgenden Situationen nicht“, darunter „Wenn Sie 25 km/h oder schneller fahren.“; Anzeigeeinheiten „Anzeige A“, „Anzeige X“ und „Anzeige C“; zu Anzeige A: „Der USB-Anschluss ist für den Anschluss des vorgesehenen YAMAHA-Werkzeugs gedacht; er kann nicht für die Stromversorgung genutzt werden.“; zur Einstellung USB: „Schaltet den USB-Anschluss zwischen einem Stromversorgungsanschluss und einem kabelgebundenen Kommunikationsanschluss um.“ Bedienungsanleitung Drive System, Modelljahr 2022, zu Display C: „Normalerweise sollten Sie „Datenübertragung“ nicht verwenden, da dies ein Kundendienstmodus ist, der von den Händlern für die kabelgebundene Kommunikation verwendet wird.“
  • Yamaha Motor Co., Ltd., Produktseiten des 36-Volt-Systems, abgerufen am 14.10.2026: Interface X „USB port for system diagnosis and power supply“ und „Displays are interchangeable for all 2022 model year 25km/h drive units.“; Display C „USB power supply (1,000mA)“; Display A2 „Interchangeability with All Units Following the 2019 Model Year.“ sowie unter Power supply und Connectivity jeweils „N/A“.
  • Yamaha Motor Co., Ltd., Seite „FAQ“ der e-Bike Systems, abgerufen am 14.10.2026: „To avoid infringement of regulation and damage to the bike the user must not atempt to tune the system.“ (Schreibweise im Original); „Yamaha works closely with the bicycle manufacturer to adjust the motor behaviour to the e-bike specs (including tire size, drivetrain, etc)“; „Please check warranty conditions with the bike manufacturer.“; „Software or firmware updates are not necessary.“ Dass die Update-Antwort auch für den PW-ST gilt, ist unsere Lesart; die Seite nennt kein einzelnes Modell. Seite „Yamaha Motor On“: „The new App is fully compatible with all e-Bikes which are equipped with the latest generation Yamaha drive unit.“ und die Funktion „Yamaha Assist Tuning“ zur Wahl der Unterstützungsstufe. Dass die App für den PW-ST nicht vorgesehen ist, ist unsere Lesart dieser Beschreibung; das Wort „nur“ steht dort nicht.
  • Yamaha Motor Europe, Katalog eBike Systems 2023 (deutsch), S. 34: Das Yamaha Diagnose-Tool bietet Fahrradhändlern unter anderem „Prüfen der aktuellen Fehlercodes und technischen Daten für eKit-Komponenten“; „Das Diagnose-Tool kann einen Diagnose-Bericht erstellen, der zusammen mit einem Garantieantrag beim eBike-Hersteller eingereicht werden kann.“
  • Haibike (Winora Group), Produktdatenblätter der Modelljahre 2020 bis 2025, abgerufen am 14.10.2026, eigene Auszählung: Der PW-ST („Yamaha PW-ST System, 250W, 70Nm, 25km/h“) steht in 29 Datenblättern 2020, 19 Datenblättern 2021 und 26 Datenblättern 2022, in 62 davon mit „Yamaha Side Switch“, in 12 mit „Yamaha Multi Switch“; in den Datenblättern 2024 und 2025 kommt er nicht vor. Datenblätter des Modelljahrs 2023 lagen nicht vor, und 33 Datenblätter der Jahre 2020 und 2021 nennen keinen Motor; die Aussage, der PW-ST sei dort der häufigste Yamaha-Antrieb, gilt nur für die ausgewerteten Blätter mit Motorangabe. Accell, Kurzanleitung Yamaha Display A, C und Schnittstelle X, Stand 19.10.2021: „Display A (Sideswitch), Display C (Multiswitch) & InterfaceX“. Dass Haibike auch Räder mit Display A2 als „Side Switch“ führt, zeigt der Abgleich von Produktseiten und Datenblättern; eine Gleichsetzung von „Side Switch“ mit Display A übernehmen wir deshalb nicht.
Anbieterangaben zu Software-Lizenz und Modulen
  • RollWerk, Produktseite „E-Bike Tuning Lizenzcode für Yamaha ab 2017 – Tuning Software“, abgerufen am 14.10.2026: „Direkt im Browser – Chrome oder Edge auf Desktop oder Laptop, per Micro-USB-Kabel. Nichts herunterladen, nichts installieren. (Nicht über Mobiltelefon.)“; „Kein Chip, keine bauliche Veränderung, kein Werkstattbesuch.“; „Kompatibel mit allen Yamaha E-Bikes ab 2017“. Den PW-ST nennt die Kompatibilitätsangabe nicht ausdrücklich.
  • Freischalt-Anwendung von RollWerk (Browser-Anwendung), deutsche Oberflächentexte im Programmcode der RollWerk-Freischalt-Anwendung, abgerufen am 14.10.2026: „Die Hilfe halbiert die Radgröße zum Tuning, mindestens auf 1300 mm und höchstens auf 5000 mm.“; „Die Tuning-Einstellung für 45 km/h übernehmen?“; „Das Fahrrad schaltet sich beim Ändern der Radgröße sofort aus.“; „Verbinde das Fahrrad-Display über ein Micro-USB-Kabel mit deinem Computer.“; „Bei aktiviertem Tuning können Geschwindigkeit, Strecke und Reichweite auf dem Display um bis zu 50% abweichen.“; „Notiere die ursprüngliche Radgröße. Gib sie zum Deaktivieren des Tunings wieder ein.“; „Wähle deine Einstellung. „Original“ stellt die werkseitige Radgröße wieder her.“; „Dieses Fahrrad wird beim Aktivieren des Tunings mit deiner Lizenz verknüpft.“; Generationen „Legacy (2016)“ und „New (2016–heute)“ ohne Zuordnung einzelner Antriebe. Was die Anwendung technisch an das Rad überträgt, ist aus diesen Texten nicht ablesbar; belegt ist, was die Oberfläche dir sagt. Dass die halbierte Radgröße die Abschaltgrenze später erreichen lässt und das Drehmoment nicht verändert, ist unsere Einschätzung. Die Anwendung verlinken wir nicht.
  • SpeedBox, Seite „für Yamaha“, abgerufen am 14.10.2026: Modulzuordnung „Yamaha PW-SE, PW-X, PW-TE, PW-X2, PW-ST, Air Drive“, getrennt von einer Reihe für PW-X3, PW-S2 und PW-XM. VOLspeed, Kategorieseite der Yamaha-Tuningmodule, abgerufen am 14.10.2026: „VOLspeed E-Bike Tuning für Yamaha PW-X / PW-X2 / PW-SE / PW-ST / PW-TE / PW-CE / Air Drive V3“. Beide Angaben gelten nur für die Produkte dieser Anbieter und sagen nichts über die Software-Lizenz; wir verlinken die Anbieter nicht und sprechen keine Kaufempfehlung aus.

TL Redaktion tuning-lizenz.de – neutrale Einordnung zu Recht, Technik und Nutzung.

Hinweis: Dieser Beitrag liefert allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Versicherungsberatung im Einzelfall. Angaben zu Fahrzeugklasse, Versicherung, Fahrerlaubnis und Garantie hängen vom konkreten Fahrzeug, den Vertragsbedingungen und der aktuellen Rechtslage ab. Hersteller- und Anbieterangaben geben den Stand der genannten Seiten wieder. Alle Angaben ohne Gewähr (Stand: Oktober 2026).

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