SoFlow E-Scooter in Deutschland: Modelle, ABE und Tuningstand. KI-generiertes Symbolbild · redaktionell geprüft.

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SoFlow E-Scooter in Deutschland: Modelle, ABE und Tuningstand

SoFlow taucht in kaum einem deutschen Markenvergleich auf, obwohl vor allem der SO4 Pro regelmäßig gesucht wird. Dieser Überblick ordnet die aktuelle Modellreihe, die Straßenzulassung und die Frage ein, ob es einen dokumentierten Tuning-Weg gibt.

⏱ 12 Min. Lesezeit · Stand: September 2026

Kurz gesagt: SoFlow verkauft aktuell sechs E-Scooter in zwei Baureihen, SO4 Pro und SO ONE, jeweils in zweiter Generation. Nach Herstellerangabe kommen alle Modelle in Deutschland mit ABE oder Einzelbetriebserlaubnis sowie den Papieren für die Versicherungsplakette. Auf den Datenblättern steht durchgehend eine Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h, die deutsche Straßenversion läuft aber elektronisch auf 20 km/h begrenzt, weil die eKFV bei genau dieser Grenze endet. Einen herstellereigenen Tuning-Weg über Lizenzcode oder Freischaltcode gibt es nach den geprüften Quellen nicht – die App bietet nur Fahrmodi, keine Geschwindigkeitsfreischaltung.

SoFlow als Marke: Schweizer Ursprung, deutscher Vertrieb

SoFlow ist ein E-Scooter-Hersteller mit Schweizer Wurzeln, der seine Modelle über einen eigenen Onlineshop und über den deutschen Elektronikhandel verkauft. Die ursprüngliche SoFlow AG aus St. Gallen meldete Anfang 2025 Insolvenz an, nachdem ein größerer internationaler Auftrag ausgefallen war. Vertrieb, Service und Ersatzteilversorgung laufen seither über eine ausgegliederte Nachfolgestruktur weiter, und neue Modelle wie der SO4 Pro Max erschienen noch im selben Jahr – wer sich für die Marke interessiert, sollte diesen Vorgang bei der Einschätzung der Markenstabilität mitdenken. Im Markenbestand von tuning-lizenz.de fehlte die Marke bislang komplett, obwohl das Suchinteresse rund um einzelne Modelle wie den SO4 Pro deutlich messbar ist und kaum Konkurrenz um diese Suchbegriffe existiert. Genau diese Lücke schließt dieser Beitrag.

Wer nach dem Modellnamen SO4 Pro sucht, sucht meist nach zwei Dingen: ob der Roller in Deutschland überhaupt auf öffentlichen Straßen fahren darf, und welche Technik sich hinter dem Namen verbirgt. Beide Fragen beantwortet dieser Überblick anhand der Herstellerangaben, ergänzt um das, was eine unabhängige Vergleichsplattform aus Nutzerdaten dazu zusammengetragen hat. Preise ändern sich häufig und werden hier deshalb bewusst nicht genannt – die aktuelle Zahl findest du am zuverlässigsten direkt beim Anbieter. Wie du eine ganze Marke einordnest, bevor du dich für ein bestimmtes Modell entscheidest, zeigt der Markenradar zur Straßenzulassung.

Dieser Beitrag ist ein Marken-Check und keine Kaufempfehlung. Er ersetzt weder die Prüfung der Fahrzeugpapiere beim konkreten Gerät noch eine Rechtsberatung. Was hier steht, sind Herstellerangaben und Fremddaten, jeweils gekennzeichnet und mit Stand versehen.

Die aktuelle SoFlow-Modellreihe im Überblick

Aktuell führt SoFlow sechs E-Scooter im deutschen Produktkatalog, alle in einer zweiten Modellgeneration. Die Reihe teilt sich in zwei Linien. SO4 Pro steht für mehr Reichweite, größere Reifen und höhere Zuladung, SO ONE für Kompaktheit und geringeres Gewicht. Zur SO4-Pro-Linie zählen der SO4 Pro Core 2, der SO4 Pro GT 2 und der SO4 Pro Max 2. Zur SO-ONE-Linie zählen der SO ONE Lite 2, der SO ONE Lite Pro und der SO ONE Pro 3.

Ältere Modellbezeichnungen wie das schlichte SO4 Pro oder der SO4 Pro Gen 2, unter denen die Marke in Tests und Foren häufig noch auftaucht, führen auf der deutschen Herstellerseite inzwischen direkt zur Produktseite des SO4 Pro Max 2. Das lässt sich technisch über die Weiterleitung der alten Produkt-URL nachvollziehen. Ob dahinter ein reines Namens-Update oder eine echte technische Überarbeitung steht, lässt sich von außen nicht abschließend sagen – die aktuell verkaufte Generation trägt jedenfalls durchgehend den Namenszusatz „2“.

Alle sechs Modelle teilen sich einige Grundmerkmale nach Herstellerangabe: klappbarer Rahmen, LED-Beleuchtung mit Bremslicht und Blinkern, eine SoFlow-App mit Bluetooth-Anbindung sowie eine Ortungsfunktion über Apple Find My und eine vergleichbare Ortungsfunktion für Android-Geräte. Unterschiede liegen vor allem bei Motorleistung, Akkukapazität, Reifengröße und Bremstechnik, die die folgenden zwei Abschnitte gegenüberstellen.

SO4 Pro Core 2, GT 2 und Max 2 im Vergleich

Die SO4-Pro-Linie ist die reichweitenstärkere und schwerere der beiden Baureihen. Alle drei Modelle tragen einen Getriebemotor mit 500 Watt Nennleistung, unterscheiden sich aber deutlich bei Spitzenleistung, Akkugröße und Bereifung. Die folgende Tabelle fasst die Werte laut Herstellerangabe zusammen, Stand der geprüften Produktseiten ist der 19. September 2026.

Merkmal SO4 Pro Core 2 SO4 Pro GT 2 SO4 Pro Max 2
Nennleistung / Spitzenleistung 500 W / 1.300 W 500 W / 1.600 W 500 W / 1.300 W
Höchstgeschwindigkeit (Datenblatt) 22 km/h 22 km/h 22 km/h
Reichweite (Herstellerangabe) bis 80 km bis 100 km bis 75 km
Akku 48 V / 15 Ah / 720 Wh 48 V / 18 Ah / 864 Wh 48 V / 12 Ah / 576 Wh
Gewicht 26 kg 26 kg 24 kg
Max. Zuladung 150 kg 150 kg 150 kg
Reifen 11 × 3 Zoll, Tubeless 11 × 3 Zoll, Tubeless 10 × 2,5 Zoll, Tubeless
Bremsen vorn/hinten Scheibe / Scheibe Scheibe / Scheibe Scheibe / Scheibe
IP-Schutz IPX5 IPX5 IP65

Der GT 2 ist mit 864 Wh Akkukapazität und 1.600 Watt Spitzenleistung das reichweitenstärkste Modell der Reihe und trägt laut Hersteller einen Zero-Start-Antrieb, der beim Anfahren ohne Antreten helfen soll. Der Core 2 liegt bei Akku und Leistung näher am GT 2 als am Max 2, bringt aber ein einfacheres Display mit. Der Max 2 ist der leichteste der drei mit 24 statt 26 Kilogramm, verzichtet dafür auf einen Teil des Akkuvolumens. Wie stark die Herstellerangabe zur Reichweite von der Praxis abweicht, ordnet der Beitrag zur realistischen Reichweite bei E-Scootern allgemein ein.

SO ONE Lite 2, Lite Pro und Pro 3: der Einstieg

Die SO-ONE-Linie ist kompakter, leichter und günstiger positioniert als die SO4-Pro-Reihe. Sie eignet sich nach der Herstellerbeschreibung eher für kurze Pendelstrecken als für lange Touren. Auch hier gilt: Alle Werte stammen von den geprüften Produktseiten, Stand 19. September 2026.

Merkmal SO ONE Lite 2 SO ONE Lite Pro SO ONE Pro 3
Nennleistung / Spitzenleistung 350 W / 600 W 500 W / 1.000 W 500 W / 1.200 W
Höchstgeschwindigkeit (Datenblatt) 22 km/h 22 km/h 22 km/h
Reichweite (Herstellerangabe) bis 35 km bis 40 km bis 65 km
Akku 36 V / 7,8 Ah / 280,8 Wh 36 V / 10,4 Ah 48 V / 10 Ah / 480 Wh
Gewicht 18 kg 18 kg 16 kg
Max. Zuladung 120 kg 120 kg 120 kg
Reifen 9 Zoll, Tubeless 9 Zoll, Tubeless 10 Zoll, Tubeless
Bremsen vorn/hinten Trommel / elektrisch Trommel / elektronisch Trommel / elektronisch
IP-Schutz IPX4 IPX4 IPX5

Der Lite 2 ist mit 350 Watt Nennleistung und 600 Watt Spitzenleistung das schwächste Modell im gesamten Sortiment und richtet sich klar an leichte Fahrer auf flachem Terrain. Der Lite Pro trägt denselben Rahmen, aber einen kräftigeren Motor mit 1.000 Watt Spitzenleistung. Der Pro 3 sticht durch die größte Reichweite der Einstiegslinie heraus, bei gleichzeitig geringstem Gewicht im ganzen Sortiment: 16 Kilogramm sind für einen faltbaren E-Scooter mit 65 Kilometern Herstellerreichweite ein ungewöhnlich niedriger Wert.

Auf der eigenen Produktseite führt SoFlow dieses Modell unter dem Namen SO ONE PRO Gen2, mit denselben Eckdaten: 500 Watt Nennleistung, bis zu 1.300 Watt Spitze, ein 10-Ah-Akku bei 48 Volt, 65 Kilometer Herstellerreichweite und rund 15,5 Kilogramm Gewicht. Wer online nach „SoFlow So One Pro Gen 2“ oder „So One Pro Testbericht“ sucht, meint also dasselbe Modell wie den Pro 3 in der Tabelle oben, nur unter der Produktbezeichnung, die SoFlow selbst verwendet. Beim Display- und Firmware-Update ist etwas Geduld gefragt: SoFlow spielt Aktualisierungen über die App ein, während der Scooter eingeschaltet und mit dem Smartphone verbunden bleiben muss. In E-Scooter-Foren berichten Nutzer von Updatezeiten um 25 bis 30 Minuten und vereinzelt von einem Update-Bildschirm, der hängen bleibt und einen Neustart der App erfordert. Eine offizielle Update-Anleitung dazu veröffentlicht SoFlow auf den geprüften Seiten nicht, weshalb sich dieser Hinweis ausdrücklich auf Nutzerberichte stützt und nicht auf eine Herstellerdokumentation.

ABE und Straßenzulassung: was die eKFV verlangt

Für die öffentliche Straße reicht ein Elektrokleinstfahrzeug nicht schon deshalb, weil es unter 20 km/h fährt. Maßgeblich ist die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung, kurz eKFV. Nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 darf ein Elektrokleinstfahrzeug auf öffentlichen Straßen nur in Betrieb gesetzt werden, wenn es „einem Typ entspricht, für den eine Allgemeine Betriebserlaubnis erteilt worden ist, oder für das Fahrzeug eine Einzelbetriebserlaubnis erteilt worden ist“. Dazu kommen nach Nummer 2 eine gültige Versicherungsplakette nach § 56 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung und nach Nummer 3 eine Kennzeichnung mit Fahrzeug-Identifizierungsnummer und Fabrikschild. Mehr zu diesem Zusammenspiel erklärt der Beitrag was eine ABE beim E-Scooter überhaupt ist.

SoFlow beschreibt auf der eigenen Supportseite ein Verfahren, um eine verlorene ABE-Datenbestätigung gegen Vorlage eines Eigentumsnachweises erneut zu beziehen, und setzt dabei ausdrücklich voraus, dass es sich um ein „für den deutschen Straßenverkehr zugelassenes“ Modell handelt. Das deutet darauf hin, dass die in Deutschland verkauften SoFlow-Modelle serienmäßig mit ABE oder Einzelbetriebserlaubnis ausgeliefert werden. Eine unabhängige Vergleichsplattform, die Nutzerdaten und Händlerangaben zu E-Scootern aggregiert, nennt für den SO4 Pro Gen 2 zusätzlich eine Betriebserlaubnis-Nummer P146 unter Verweis auf eine KBA-Liste. Wir haben diese Nummer nicht selbst in einer amtlichen Datenbank nachgeprüft, sie bleibt eine Angabe Dritter und ersetzt nicht die Papiere des konkreten Fahrzeugs. Welche Unterlagen du beim Kauf tatsächlich in der Hand halten solltest, erklärt der Beitrag zu den Voraussetzungen der Straßenzulassung.

Wichtig ist die Grenze zwischen Werbeaussage und geprüftem Nachweis. Eine beworbene Straßenzulassung ist eine Herstellerangabe. Verbindlich ist erst die ABE oder Einzelbetriebserlaubnis, die dem konkreten Fahrzeug beiliegt, zusammen mit einer passenden Versicherungsplakette. Ohne dieses Dokument bleibt jede Aussage zur Straßenzulassung ein Versprechen aus dem Prospekt, kein geprüfter Nachweis.

22 km/h auf dem Datenblatt, 20 km/h auf der Straße

Auf allen sechs geprüften Produktseiten nennt SoFlow eine Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h. Das ist auf den ersten Blick erklärungsbedürftig, denn § 1 Absatz 1 der eKFV definiert ein Elektrokleinstfahrzeug wörtlich als Kraftfahrzeug „mit elektrischem Antrieb und einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h und nicht mehr als 20 km/h“. Ein Fahrzeug mit 22 km/h fällt damit nicht mehr unter diese Definition und dürfte in dieser Form nicht als Elektrokleinstfahrzeug auf deutschen Straßen unterwegs sein.

Die für Deutschland verkaufte Version läuft deshalb elektronisch auf 20 km/h begrenzt, während das Datenblatt offenbar den technischen Grenzwert des Motors angibt, wie er auch für andere europäische Märkte mit abweichenden Tempogrenzen relevant sein kann. SoFlow bestätigt diese Erklärung auf den geprüften Seiten nicht ausdrücklich, sie ist unsere naheliegende Einordnung der Diskrepanz, keine wörtlich belegte Herstelleraussage. Ähnliche Doppelwerte kennst du vielleicht von anderen Marken, bei denen die EU-Version mit 25 km/h und die deutsche Straßenversion mit 20 km/h verkauft wird – was das für die 25-km/h-Grenze konkret bedeutet, ordnet ein eigener Beitrag ein.

Für dich als Käufer heißt das vor allem eines: Ein Datenblatt-Wert ist nicht automatisch der Wert, mit dem du auf der Straße unterwegs sein darfst. Bei einem Import aus einem anderen Markt kann die Diskrepanz sogar größer ausfallen, etwa wenn eine Auslandsversion ganz ohne die deutsche 20-km/h-Drosselung ausgeliefert wird. Was den Unterschied zwischen einer deutschen und einer EU-Version in der Praxis ausmacht, erklärt der Beitrag zu DE-Version gegen EU-Import.

Die SoFlow-App: Fahrmodi statt Freischaltcode

Alle sechs Modelle verbinden sich laut Herstellerangabe per Bluetooth mit der SoFlow-App. Dort lassen sich unter anderem Ortungsfunktionen über Apple Find My oder die vergleichbare Ortungsfunktion für Android-Geräte sowie eine App-Sperre ohne Schlüssel oder Passwort einrichten. Für den SO4 Pro Gen 2 beschreibt die bereits erwähnte Vergleichsplattform zusätzlich drei einstellbare Fahrmodi: Eco für einen energiesparenden Betrieb, Standard als ausgewogene Einstellung und Sport für maximale Beschleunigung.

Entscheidend ist dabei eine Einschränkung, die im Quellentext wörtlich benannt wird: Die Modi beeinflussen laut dieser Quelle die Beschleunigungsintensität, nicht aber die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h in der deutschen Version. Das unterscheidet die SoFlow-App klar von einem Tuning-Werkzeug. Eine App, die nur zwischen sanfter und knackiger Beschleunigung umschaltet, verändert die Bauartgeschwindigkeit des Fahrzeugs nicht und berührt die Betriebserlaubnis damit grundsätzlich nicht in derselben Weise wie ein Eingriff, der die Höchstgeschwindigkeit selbst anhebt.

Gibt es einen dokumentierten Tuning-Weg für SoFlow?

Anders als bei Marken mit einem eigenen Lizenzcode-Ökosystem für höhere Geschwindigkeiten haben wir auf den geprüften SoFlow-Seiten keinen herstellerseitigen Weg gefunden, die Höchstgeschwindigkeit offiziell anzuheben. Die App bietet Fahrmodi, eine Ortungsfunktion und eine Gerätesperre, aber keine Funktion, die als Freischaltcode oder Tuning-Modus beschrieben wäre. Wie unterschiedlich einzelne Marken beim Thema Tuning technisch vorgehen, zeigt der Vergleich der gängigen Tuning-Methoden im Überblick.

In Foren und auf Drittanbieter-Seiten kursieren trotzdem Hinweise auf inoffizielle Werkzeuge, die die 20-km/h-Grenze umgehen sollen, sowie auf Ersatzcontroller, die unabhängig vom Hersteller angeboten werden. Wie ein Controller grundsätzlich in die Freigabe eines Fahrzeugs eingreift, erklärt der Beitrag zum E-Scooter-Controller. Wir stellen diese inoffiziellen Werkzeuge hier bewusst nicht im Detail vor und verlinken sie nicht, weil sie außerhalb der vom Hersteller dokumentierten Nutzung liegen und die Betriebserlaubnis eines zugelassenen Fahrzeugs gefährden können.

Tuning ausschließlich für eigene Fahrzeuge auf Privatgelände, Testflächen und nicht öffentlichen Bereichen.

Diese Einschränkung gilt unabhängig davon, ob ein Werkzeug offiziell oder inoffiziell ist. Eine Änderung, die die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit über 20 km/h anhebt, führt ein Fahrzeug aus der eKFV-Definition heraus und kann die Wirksamkeit der Betriebserlaubnis berühren. Für ein zugelassenes, versichertes Fahrzeug ist das ein Risiko, das über den reinen Bußgeldkatalog hinausgeht.

Der Kaufcheck: was du vor dem ersten Ausflug prüfst

Bevor ein SoFlow-Scooter auf die Straße darf, lohnt sich eine kurze, aber vollständige Prüfung der Unterlagen. Die folgende Reihenfolge orientiert sich an den Anforderungen aus § 2 der eKFV und lässt sich in wenigen Minuten durchgehen, ohne am Fahrzeug etwas zu verändern.

  1. Kaufbeleg und Modellbezeichnung samt Generation sichern, etwa Core 2, GT 2 oder Max 2.
  2. Typenschild und Fahrzeug-Identifizierungsnummer am Rahmen fotografieren.
  3. ABE-Datenbestätigung oder Bescheinigung der Einzelbetriebserlaubnis auf Vollständigkeit prüfen.
  4. Versicherungsplakette für Elektrokleinstfahrzeuge besorgen, bevor du öffentliche Straßen nutzt.
  5. Seriennummer mit den Angaben in der App und auf den Papieren abgleichen.
  6. Reale Reichweite realistisch einplanen, nicht die Herstellerangabe als festen Wert nehmen.
  7. Fahrzeug vor der ersten Zulassungsprüfung nicht verändern, auch nicht durch Zubehör am Antrieb.
  8. App-Konto und Ortungsfunktion aktivieren, bevor der Scooter zum ersten Mal draußen steht.

Gerade beim Gebrauchtkauf lohnt sich zusätzliche Sorgfalt, weil Unterlagen fehlen oder zum Vorbesitzer gehören können. Worauf du beim Gebrauchtkauf mit ABE besonders achten solltest, fasst der Beitrag zum ABE-Check beim Gebrauchtkauf zusammen.

SoFlow im Vergleich zum übrigen Markenfeld

SoFlow positioniert sich mit hoher Zuladung von bis zu 150 Kilogramm in der Pro-Linie, wechselbaren Akkus bei den größeren Modellen und einer über das gesamte Sortiment einheitlichen App-Anbindung. Damit ähnelt der grundsätzliche Ansatz dem anderer Marken, die Straßenzulassung als Werksausstattung verkaufen, statt sie dem Käufer zu überlassen.

Wie unterschiedlich Marken diese Straßenzulassung dokumentieren und kommunizieren, zeigt ein Blick auf andere Markenprofile. Das ABE-Beispiel Ninebot arbeitet mit einer vergleichbaren Grundlogik aus Typgenehmigung und Versicherungsplakette, kommuniziert die Details aber an anderer Stelle und mit anderem Schwerpunkt. Für dich als Käufer bedeutet das: Der Markenname allein sagt wenig über die tatsächliche Zulassung aus, entscheidend bleiben die Papiere des konkreten Geräts.

Bei der Geschwindigkeit unterscheidet sich SoFlow von Marken, die offen mit einem Lizenzcode-Modell für höhere Tempogrenzen werben. Hier bleibt die App auf Fahrmodi beschränkt, und eine offizielle Anhebung der Höchstgeschwindigkeit ist nach den geprüften Quellen nicht vorgesehen. Das kann je nach Nutzungsprofil ein Vorteil sein, weil das Fahrzeug in seiner Auslegung eindeutig bleibt, oder ein Nachteil, wenn du gezielt nach einer Marke mit dokumentiertem Aufrüstpfad suchst.

Merksatz: SoFlow verkauft in Deutschland aktuell sechs E-Scooter in den Baureihen SO4 Pro und SO ONE, jeweils mit ABE oder Einzelbetriebserlaubnis als Herstellerangabe. Die Datenblätter nennen einheitlich 22 km/h Höchstgeschwindigkeit, die deutsche Straßenversion läuft aber elektronisch auf 20 km/h begrenzt, weil die eKFV dort ihre Grenze zieht. Die SoFlow-App bietet Fahrmodi und Ortungsfunktionen, aber keinen dokumentierten Weg, die Höchstgeschwindigkeit offiziell anzuheben. Verbindlich für die Straße bleiben allein die Papiere des konkreten Fahrzeugs, nicht die Werbeaussage.

Häufige Fragen

Hat SoFlow eine ABE für den deutschen Straßenverkehr?

Nach Herstellerangabe werden die in Deutschland verkauften SoFlow-Modelle mit ABE oder Einzelbetriebserlaubnis ausgeliefert, erkennbar unter anderem an der SoFlow-eigenen Möglichkeit, eine verlorene ABE-Datenbestätigung nachzubestellen. Verbindlich ist trotzdem nur das Dokument, das deinem konkreten Fahrzeug beiliegt, zusammen mit einer passenden Versicherungsplakette.

Warum steht auf dem Datenblatt 22 km/h, wenn die eKFV nur 20 km/h erlaubt?

Die eKFV definiert ein Elektrokleinstfahrzeug als Fahrzeug mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 und nicht mehr als 20 km/h. Die deutsche Straßenversion der SoFlow-Modelle läuft deshalb elektronisch auf 20 km/h begrenzt, während das Datenblatt offenbar den technischen Grenzwert des Motors zeigt, der auch für andere Märkte gilt.

Welche SoFlow-Modelle gibt es aktuell?

Aktuell führt SoFlow sechs Modelle: SO4 Pro Core 2, SO4 Pro GT 2 und SO4 Pro Max 2 in der reichweitenstarken Pro-Linie sowie SO ONE Lite 2, SO ONE Lite Pro und SO ONE Pro 3 als kompaktere Einstiegsreihe.

Was unterscheidet die SO4-Pro-Reihe von der SO-ONE-Reihe?

Die SO4-Pro-Modelle bringen größere Akkus, breitere Reifen, Scheibenbremsen an beiden Rädern und bis zu 150 Kilogramm Zuladung mit. Die SO-ONE-Modelle sind mit 16 bis 18 Kilogramm deutlich leichter, tragen kleinere Reifen und eine Trommelbremse vorn, dafür eignen sie sich besser für kurze, leichte Pendelstrecken.

Verändert die SoFlow-App die Höchstgeschwindigkeit?

Nach der geprüften Quelle nicht. Die App stellt für den SO4 Pro Gen 2 drei Fahrmodi bereit, die die Beschleunigungsintensität verändern, die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h in der deutschen Version aber unberührt lassen.

Gibt es einen offiziellen Tuning-Weg für SoFlow-Scooter?

Auf den geprüften Herstellerseiten haben wir keinen offiziellen Weg gefunden, die Höchstgeschwindigkeit anzuheben. Inoffizielle Werkzeuge aus Foren oder von Drittanbietern existieren, sie liegen aber außerhalb der dokumentierten Nutzung und können die Betriebserlaubnis eines zugelassenen Fahrzeugs gefährden.

Wie weit kommt ein SoFlow-Scooter in der Praxis?

Die Herstellerangaben reichen von 35 Kilometern beim SO ONE Lite 2 bis 100 Kilometern beim SO4 Pro GT 2. Eine unabhängige Vergleichsplattform nennt für den SO4 Pro Gen 2 rund 26 Kilometer reale Reichweite aus aggregierten Nutzerdaten, also deutlich unter der Herstellerangabe von 40 Kilometern für ein vergleichbares Modell.

Was brauche ich für die Straßenzulassung eines SoFlow-Scooters?

Notwendig sind die ABE oder Einzelbetriebserlaubnis des konkreten Fahrzeugs, eine gültige Versicherungsplakette für Elektrokleinstfahrzeuge sowie die Kennzeichnung mit Fahrzeug-Identifizierungsnummer und Fabrikschild. Das Fahrzeug darf dabei nicht gegenüber dem genehmigten Zustand verändert sein.

Was kostet ein SoFlow E-Scooter?

Preise ändern sich häufig und hängen von Modell und Aktionen ab. Prüfe den aktuellen Preis am besten direkt beim Anbieter, dort bekommst du den Stand, der wirklich zählt.

Einordnung: wo die Angaben herkommen

Die Fundstellen stehen hier gebündelt, damit der Fließtext ohne Herstellerlinks auskommt. Amtliche Normtexte sind direkt verlinkt, alle übrigen Quellen sind im Klartext benannt, am 19.09.2026 abgerufen, geprüft und lokal archiviert, wie es die Projektregeln für nicht amtliche Quellen seit dem 7. September 2026 vorsehen.

Straßenzulassung von Elektrokleinstfahrzeugen — eKFV
  • § 1 eKFV, „Anwendungsbereich“. Abgerufen und zeichengenau geprüft am 19.09.2026, lokal archiviert unter reports/NEU_OPTIMIEREN_2026-09-19/00_quellen/normen_2026-09-19/ekfv_1.html. Absatz 1, wörtlich: „Elektrokleinstfahrzeuge im Sinne dieser Verordnung sind Kraftfahrzeuge mit elektrischem Antrieb und einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h und nicht mehr als 20 km/h“, dazu unter Nummer 3 eine Nenndauerleistung von „nicht mehr als 500 Watt“.
  • § 2 eKFV, „Anforderungen an das Inbetriebsetzen“. Lokal archiviert unter reports/NEU_OPTIMIEREN_2026-09-19/00_quellen/normen_2026-09-19/ekfv_2.html. Absatz 1, wörtlich zu den drei Voraussetzungen: Nummer 1 „es einem Typ entspricht, für den eine Allgemeine Betriebserlaubnis erteilt worden ist, oder für das Fahrzeug eine Einzelbetriebserlaubnis erteilt worden ist“, Nummer 2 „es eine gültige Versicherungsplakette für Elektrokleinstfahrzeuge nach § 56 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung führt“, Nummer 3 die Kennzeichnung mit Fahrzeug-Identifizierungsnummer und Fabrikschild.
  • Dieser Beitrag trifft keine Aussage dazu, ob ein konkretes SoFlow-Fahrzeug diese Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt. Eingeordnet wird nur, welche Anforderungen die Verordnung stellt.
Modelldaten der aktuellen SoFlow-Reihe — Herstellerangabe
  • SoFlow AG, Produktseiten soflow.com/de/produkt/so4-pro-core-2/, so4-pro-gt-2/, so4-pro-max2/, so-one-lite-2/, so-one-lite-pro/ und so-one-pro-3/, abgerufen und gegengelesen am 19.09.2026, lokal archiviert unter reports/NEU_OPTIMIEREN_2026-09-19/00_quellen/HERSTELLERBELEGE/soflow_2026-09-19/. Daraus stammen sämtliche Motor-, Akku-, Gewichts- und Reifenwerte in den beiden Vergleichstabellen dieses Beitrags.
  • SoFlow AG, Produkt-Sitemap soflow.com/de/product-sitemap1.xml, abgerufen am 19.09.2026, lokal archiviert unter reports/NEU_OPTIMIEREN_2026-09-19/00_quellen/HERSTELLERBELEGE/soflow_2026-09-19/soflow_product_sitemap_2026-09-19.xml, belegt die sechs aktuell geführten Modelle sowie die Weiterleitung der Adresse produkt/so4-pro/ auf die Produktseite des SO4 Pro Max 2.
  • SoFlow AG, Produktseite soflow.com/de/produkt/abe-datenbestaetigung/, abgerufen am 19.09.2026, lokal archiviert unter reports/NEU_OPTIMIEREN_2026-09-19/00_quellen/HERSTELLERBELEGE/soflow_2026-09-19/soflow_abe_datenbestaetigung_2026-09-19.html. Setzt für den Nachbezug einer ABE-Datenbestätigung ausdrücklich voraus, dass es sich um ein „für den deutschen Straßenverkehr zugelassenes“ Modell handelt.
  • SoFlow AG, Produktseite soflow.com/produkt/so-one-pro-gen2/ („SO ONE PRO Gen2“), abgerufen und gegengelesen am 19.09.2026, lokal archiviert unter reports/NEU_OPTIMIEREN_2026-09-19/00_quellen/HERSTELLERBELEGE/soflow_2026-09-19/soflow_so_one_pro_gen2_2026-09-19.html. Nennt 500 W / 1.300 W, 10-Ah-Akku bei 48 V, 65 km Reichweite, 15,5 kg Gewicht und „Street legal: Yes“ ohne ABE-Nummer — dieselben Eckdaten wie der Pro 3 in der Tabelle oben, unter der vom Hersteller selbst verwendeten Modellbezeichnung.
  • Zum Firmware-/Display-Update-Verhalten liegt keine eigene Herstellerdokumentation vor. Der Hinweis auf Updatezeiten von 25 bis 30 Minuten und vereinzelt hängende Update-Bildschirme stützt sich auf Erfahrungsberichte in E-Scooter-Foren, die hier bewusst nicht verlinkt werden (Foren sind seit 07.09.2026 kein zulässiges externes Ziel); die Beobachtung wird deshalb als Nutzerbericht gekennzeichnet, nicht als geprüfte Herstellerangabe.
Reale Reichweite, Fahrmodi und ABE-Nummer — unabhängige Vergleichsplattform
  • AkkuAlle, Testseite „SoFlow SO4 Pro Gen 2“, abgerufen und gegengelesen am 19.09.2026, lokal archiviert unter reports/NEU_OPTIMIEREN_2026-09-19/00_quellen/WERKSTATTBELEGE/akkualle_so4progen2_2026-09-19.html. Die Seite beschreibt sich selbst ausdrücklich als Aggregation „aus unabhängigen Fachtests, Community-GPS-Werten und Händlerdaten“ und nicht als eigener Labortest.
  • Wörtlich zur Reichweite: Herstellerangabe „40 km“ gegen ein AkkuAlle-Aggregat von „26 km“, ausgewiesen als „-35 % vs. Herstellerangabe“.
  • Wörtlich zu den Fahrmodi: „drei Modi anpassen: Eco (energiesparend), Standard (ausgewogen) und Sport (maximale Leistung). Die Modi beeinflussen die Beschleunigungsintensität, nicht aber die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h (Deutschland)“.
  • Zur Betriebserlaubnis nennt dieselbe Seite „ABE P146 (SoFlow AG)“ unter Verweis auf eine „KBA-Liste“. Diese Nummer haben wir nicht selbst in einer amtlichen Datenbank nachgeprüft, sie wird hier ausdrücklich als Angabe eines Drittanbieters gekennzeichnet, nicht als eigener Nachweis.
Was hier bewusst fehlt
  • Eine eigene Prüfung der ABE-Nummer P146 in einer amtlichen KBA-Datenbank: Dazu lag am 19.09.2026 kein direkter, selbst archivierter Datenbankzugriff vor. Die Nummer bleibt deshalb eine gekennzeichnete Angabe Dritter.
  • Eine Erklärung, warum SoFlow auf den Datenblättern 22 statt 20 km/h angibt: SoFlow äußert sich dazu auf den geprüften Seiten nicht. Der Beitrag nennt deshalb nur die naheliegende Einordnung, nicht eine belegte Herstelleraussage.
  • Details zu inoffiziellen Tuning-Werkzeugen aus Foren oder von Drittanbietern: Bewusst nicht ausgebreitet, weder in der Funktionsweise noch als Verlinkung, weil sie außerhalb der dokumentierten Herstellernutzung liegen.
  • Aktuelle Preise: Nicht Teil dieses Beitrags, weil sie sich häufig ändern und projektintern nicht genannt werden.

TL Redaktion tuning-lizenz.de – neutrale Einordnung zu Recht, Technik und Nutzung.

Hinweis: Dieser Beitrag liefert allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung und keine Kaufempfehlung für ein konkretes Fahrzeug. Alle Angaben ohne Gewähr (Stand: September 2026).

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