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Ligier Myli in Deutschland: LAB, MAX, Elektro und L6e 2026
Ligier hat sein deutsches Myli-Programm neu geordnet: LAB nur Diesel, MAX mit Elektrooption. Welche Reichweiten- und Klassenfragen dabei offen bleiben.
Kurz gesagt: Im aktuellen deutschen Ligier-Programm sind Myli LAB und Myli MAX die beiden Myli-Ausführungen. Der LAB wird auf der aktuellen deutschen Produktseite ausschließlich mit Diesel angeboten. Der MAX ist mit Diesel oder Elektro erhältlich; für die Elektroversion nennt Ligier eine 11,04-kWh-Batterie und auf der Modellseite bis zu 164 Kilometer Reichweite. Beide Myli-Seiten positionieren die Fahrzeuge als Mopedautos für die Führerscheinklasse AM ab 15 Jahren, also im deutschen L6e-Umfeld. Ältere Myli-Ausführungen mit anderen Batteriegrößen und Namen bleiben vor allem für den Gebrauchtmarkt relevant. Eine französische Myli-L7e-Version existiert weiterhin, aber die aktuell auffindbaren französischen Angaben haben sich gegenüber älteren Quellen verändert.
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Beim Ligier Myli ist 2026 weniger die Frage, ob das Fahrzeug in Deutschland existiert. Ligier hat ein etabliertes Händlernetz, der Myli steht bei deutschen Händlern und auf den großen Gebrauchtwagenbörsen in nennenswerter Zahl. Schwieriger ist inzwischen die Modelllogik, weil Ligier die deutsche Palette überarbeitet hat, während ältere Produktseiten mit Bezeichnungen wie I.DEAL, E.PIC und R.EBEL weiter auffindbar sind. Gleichzeitig nennt die aktuelle Myli-MAX-Seite für den Elektroantrieb bis zu 164 Kilometer Reichweite, obwohl die zentrale Ligier-Elektroseite 159 Kilometer der L6e-Version und 164 Kilometer der L7e-Version zuordnet. Wer 2026 einen Myli sucht, muss deshalb zuerst klären, von welcher Generation und Fahrzeugklasse überhaupt die Rede ist.
Der wichtigste Datencheck zuerst: JS50 und JS60 sind keine Myli-Varianten
In älteren Unterlagen und einigen Suchergebnissen wirkt das deutsche Ligier-Programm schnell wie eine einzige große Myli-Familie. Das ist 2026 nicht korrekt. Die aktuelle Ligier-Deutschlandseite führt vier Modelllinien nebeneinander:
- Myli LAB,
- Myli MAX,
- JS50,
- JS60.
JS50 und JS60 sind also eigenständige Ligier-Modelle und keine Ausstattungsstufen des Myli. Für einen Myli-Artikel ist diese Trennung wichtig, weil sonst Reichweiten, Ausstattungen und Antriebe verschiedener Baureihen miteinander vermischt werden.
Der aktuelle Myli selbst ist in Deutschland deutlich übersichtlicher: LAB als Einstiegs- beziehungsweise Individualisierungsvariante und MAX als praktischere, höher ausgestattete Version mit zusätzlicher Elektrooption.
Myli LAB 2026: aktuell nur Diesel
Die aktuelle deutsche Myli-LAB-Seite ist eindeutig: Ligier bietet den LAB dort mit dem REVO-D+-Dieselmotor an. Die Seite bewirbt das Fahrzeug als Mopedauto, das ab 15 Jahren mit der Fahrerlaubnisklasse AM genutzt werden kann, während eine Elektro-Motorisierung auf der aktuellen kanonischen LAB-Seite und im aktuellen Konfigurator nicht auswählbar ist.
Mehr dazu in unserem Beitrag die 500-cm³-Regel für Diesel im L6e.
Das ist eine wichtige Korrektur gegenüber älteren Datenständen, weil im Netz weiterhin ältere oder nicht vollständig synchronisierte Ligier-Seiten existieren, auf denen die Myli-Palette anders strukturiert ist. Wer aus einem alten Suchtreffer schließt, jeder Myli sei wahlweise Diesel oder Elektro, landet deshalb schnell bei falschen Erwartungen.
Der LAB richtet sich vor allem an Käufer, die einen klassischen 45-km/h-Mopedauto-Einsatz suchen und bei Design und Personalisierung mehr Auswahl möchten. Für dich als Elektro-Microcar-Interessent ist er deshalb eher der deutsche Myli-Basispunkt als das technisch spannendere Modell.
Myli MAX: Diesel oder Elektro – und damit die spannendere Version
Der Myli MAX ist die technisch interessantere Ausführung, weil Ligier ihn aktuell wahlweise mit REVO-D+-Diesel oder rein elektrischem Antrieb anbietet. Die Elektroversion besitzt nach aktuellem Herstellerstand eine Hochleistungsbatterie mit 11,04 kWh, mit der die deutsche Modellseite bis zu 164 Kilometer Reichweite angibt.
Hinzu kommen für die Elektroversion ein serienmäßiges Kabel für die Haushaltssteckdose sowie, je nach Ladeumgebung, weitere Lademöglichkeiten, die Ligier auf der Modellseite mit 2,2 kW, 3,7 kW, 11-kW-Wallbox und 22-kW-Ladesäule beschreibt. Dabei solltest du sauber zwischen Anschlussmöglichkeit und tatsächlich vom Fahrzeug aufgenommenem Ladestrom unterscheiden. Eine 22-kW-Ladesäule bedeutet nicht automatisch, dass der kleine Akku mit 22 kW lädt.
Praktisch interessant ist beim MAX das FLEX-IT-System: Der Beifahrersitz lässt sich umklappen, wodurch Ligier bis zu etwa 1,2 Kubikmeter zusätzlichen beziehungsweise nutzbaren Laderaum bewirbt. Unterhalb der Kofferraumabdeckung nennt die aktuelle Produktseite 459 Liter, ein für ein Fahrzeug dieser Außenklasse relevanter Nutzwert, vor allem wenn der Myli als Einkaufs-, Pendel- oder Stadtfahrzeug eingesetzt wird.
Ist der deutsche Myli MAX L6e?
Die aktuelle deutsche Produktkommunikation positioniert den Myli MAX als Mopedauto mit AM-Führerschein ab 15 Jahren. Ligier erklärt auf seiner zentralen Mopedauto-Seite zudem ausdrücklich, dass seine Mopedautos der Klasse L6e in Deutschland ab 15 Jahren mit AM gefahren werden können. Damit ist der aktuelle deutsche Myli-MAX-Vertriebsweg klar im 45-km/h-/L6e-Bereich verankert – auch wenn die Website an anderer Stelle mit den Reichweitenzahlen für L6e und L7e uneinheitlich umgeht. Was diese Diskrepanz für dich konkret bedeutet, ordnet der Abschnitt zur Elektro-Reichweite weiter unten ein.
Eine vertiefende Einordnung liefert L6e oder L7e: was die Klassen trennt.
Technische Daten des aktuellen Myli in Deutschland
| Merkmal | Myli LAB | Myli MAX Diesel | Myli MAX Elektro |
|---|---|---|---|
| aktueller deutscher Status | bestellbar | bestellbar | bestellbar |
| Antrieb | REVO D+ Diesel | REVO D+ Diesel | Elektro |
| Fahrerlaubnis-/Marktpositionierung | AM ab 15 | AM ab 15 | AM-/Mopedauto-Kontext der Modellseite |
| Klasse | L6e im deutschen Mopedauto-Programm | L6e | L6e-Vertrieb; Reichweitenangabe auf Website widersprüchlich zur zentralen L6e/L7e-Seite |
| Höchstgeschwindigkeit | Mopedauto, 45-km/h-Klasse | Mopedauto, 45-km/h-Klasse | Mopedauto, 45-km/h-Klasse |
| Batterie | – | – | 11,04 kWh |
| Reichweite | Hersteller nennt hohe Dieselreichweite | Hersteller nennt hohe Dieselreichweite | Modellseite bis 164 km; zentrale E-Seite nennt 159 km für L6e |
| Sitze | 2 | 2 | 2 |
| besonderer Nutzwert | Personalisierung | FLEX-IT/Laderaum | FLEX-IT/Laderaum plus E-Antrieb |
Die Tabelle bildet bewusst den aktuellen deutschen Web- und Vertriebsstand ab und nicht alle Myli-Versionen, die seit Markteinführung verkauft wurden. Auf dem Gebrauchtmarkt begegnen einem weiterhin andere Ausstattungslinien und Batteriegrößen.
Warum ältere Myli-Daten weiterhin überall auftauchen
Eine ältere Ligier-Produktseite ist weiterhin online und führt den Myli in den Ausstattungslinien I.DEAL, E.PIC und R.EBEL, wo andere Batteriepakete und Reichweiten genannt werden, unter anderem 8,28 und 12,42 kWh sowie Reichweiten bis in den Bereich von 192 Kilometern. Diese Bezeichnungen findest du auch in aktuellen Gebrauchtwageninseraten, weil Fahrzeuge aus den Jahren 2023 bis 2025 weiterhin aktiv gehandelt werden.
Das erklärt einen großen Teil der vermeintlichen Widersprüche im Netz, denn wer „Ligier Myli Elektro Reichweite“ sucht, findet nicht nur das aktuelle 2026er Programm, sondern mehrere Generationen gleichzeitig.
Für einen Gebrauchtkauf ist das sogar hilfreich – solange du die Daten der jeweiligen Version zuordnest. Ein R.EBEL Elektro mit 12,42-kWh-Batterie ist nicht dasselbe Angebot wie ein aktueller Myli MAX mit 11,04 kWh. Die Modellbezeichnung, Erstzulassung, Batteriegröße und der Eintrag im CoC müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Der Myli-Gebrauchtmarkt ist ungewöhnlich groß für ein Mopedauto
Im Vergleich zu vielen neuen Microcar-Marken ist Ligier längst im realen Fahrzeugbestand angekommen. Mitte September 2026 zeigte mobile.de rund 60 Myli-Angebote, davon eine Mischung aus Neu- und Gebrauchtfahrzeugen. AutoScout24 führte Mitte beziehungsweise Ende September rund 44 bis 47 Angebote, darunter auch mehrere elektrische Myli.
Mehr dazu in unserem Beitrag Mobilize Duo als Gebraucht-Alternative.
Diese Größenordnung ist für einen Nischenfahrzeugtyp beachtlich und hat für Käufer zwei praktische Folgen: Erstens gibt es tatsächlich Auswahl nach Baujahr, Antrieb und Ausstattung. Zweitens kannst du bei einem gebrauchten Myli nicht einfach die aktuelle Herstellerseite als Datenblatt verwenden, weil sich die Modellstruktur inzwischen verändert hat.
Beim gebrauchten Elektro-Myli solltest du insbesondere prüfen:
- genaue Batteriegröße und Fahrzeugversion,
- Erstzulassung und Modelljahr,
- dokumentierten Batteriezustand,
- Ladehardware und mitgelieferte Kabel,
- Software-/Servicehistorie,
- tatsächliche Ausstattung,
- CoC und Fahrzeugklasse.
Ein Inserat mit der Bezeichnung „Myli Elektro“ sagt allein noch nicht, welche Batterie- und Reichweitenversion dahintersteht.
Elektro-Reichweite: 159, 164 oder ältere 192 Kilometer?
Die verschiedenen Reichweitenzahlen lassen sich nur dann sinnvoll lesen, wenn du die Generation trennst.
Die Details dazu stehen in Citroën Ami mit deutlich kleinerem Akku.
Für das aktuelle deutsche 2026er Programm ist die 11,04-kWh-Batterie die relevante neue Basis beim Myli MAX. Ligier nennt auf der Myli-MAX-Seite bis zu 164 Kilometer. Die zentrale Elektro-Seite nennt dagegen 159 Kilometer für L6e und 164 Kilometer für L7e, ein aktueller interner Widerspruch, der offenbleibt.
Die älteren 192 Kilometer gehören zu früheren beziehungsweise weiterhin online dokumentierten Myli-Elektroausführungen mit größerem Batteriepaket und dürfen nicht automatisch auf den aktuellen MAX übertragen werden.
Für die Praxis gilt ohnehin: Alle diese Zahlen sind theoretische beziehungsweise Herstellerwerte. Ligier weist bei der zentralen Elektro-Seite selbst darauf hin, dass Fahrweise, Temperatur, Streckenprofil, Beladung und Nutzung der Ausstattung die tatsächliche Reichweite verändern. Gerade ein 45-km/h-Fahrzeug kann im Stadtverkehr sehr effizient sein, im Winter mit Heizung aber deutlich an Reserve verlieren.
Laden: die Website nennt bis 22-kW-Ladepunkte – aber nicht 22 kW Fahrzeugleistung
Die aktuelle Myli-MAX-Seite beschreibt mehrere Lademöglichkeiten: Haushaltssteckdose mit 2,2 kW, verstärkte Steckdose mit 3,7 kW, Wallbox mit 11 kW oder öffentliche Ladestation mit 22 kW. Die zentrale Elektro-Seite nennt für die B11-Batterie außerdem etwa 3,5 Stunden von 20 auf 80 Prozent und rund 6,5 Stunden von 0 auf 100 Prozent.
Wie das im Detail funktioniert, erklären wir unter Onboard-Charger begrenzt die AC-Ladeleistung.
Hier muss sprachlich sauber geblieben werden. Wenn ein Hersteller schreibt, ein Fahrzeug könne an einer 22-kW-Ladesäule angeschlossen werden, bedeutet das nicht automatisch eine Ladeleistung von 22 kW. Entscheidend ist die Leistung des Onboard-Laders und der zugelassenen Ladehardware.
Wer häufig öffentlich laden möchte, sollte sich daher nicht nur nach „Typ 2 ja/nein“ erkundigen, sondern nach der tatsächlich maximal aufgenommenen AC-Leistung der konkreten Version.
Führerschein AM ab 15: der Myli ist kein „Auto ohne Führerschein“
Ligier wirbt zurecht stark mit der frühen Mobilität ab 15 Jahren. In Deutschland kann die Klasse AM seit 2021 bundesweit ab 15 erworben werden. Bis zum 16. Geburtstag gilt die in Deutschland erteilte AM-Berechtigung grundsätzlich nur innerhalb Deutschlands.
Das ist aber etwas anderes als „führerscheinfrei“, denn für den aktuellen deutschen L6e-Myli ist eine passende Fahrerlaubnis erforderlich. Unser Beitrag Mopedauto und Führerschein ordnet die typischen Missverständnisse rund um AM, Altregelungen und tatsächliche Führerscheinfreiheit ein.
Für Familien ist zusätzlich wichtig, dass ein 15-jähriger Fahrer zwar eigenständig mobil wird, das Fahrzeug aber mit maximal 45 km/h unterwegs ist. Die geplante Strecke sollte deshalb zu dieser Geschwindigkeit passen. Stark befahrene Landstraßen können trotz legaler Nutzung im Alltag unangenehm sein.
Autobahn und Kraftfahrstraße: der deutsche L6e-Myli bleibt draußen
Für Autobahnen und Kraftfahrstraßen verlangt § 18 StVO eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h, eine Schwelle, die ein deutscher Myli in der 45-km/h-L6e-Ausführung nicht erfüllt.
Das klingt selbstverständlich, wird aber durch die parallel auffindbare französische L7e-Version schnell verwirrend: Wer einen französischen oder sonstigen importierten Myli sieht, darf dessen Geschwindigkeit nicht auf den deutschen 45-km/h-Myli übertragen.
TL-Prüfweg: Entscheidend ist die konkrete genehmigte Ausführung. Prüfe CoC, FIN, Fahrzeugklasse, bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit und Antriebsvariante. Bei gebrauchten Myli muss zusätzlich das Modelljahr beachtet werden, weil ältere Batterie- und Ausstattungslinien parallel am Markt sind. Für einen Import – insbesondere einer L7e-Version – müssen Genehmigung, Zulassung und Fahrerlaubnis vor Nutzung im öffentlichen Verkehr für genau dieses Fahrzeug geklärt werden.
Gibt es den Myli auch als L7e?
Ja – der Myli existiert als L7e-Version, doch die entscheidende Frage ist wo und in welchem aktuellen Datenstand.
Eine vertiefende Einordnung liefert XEV Yoyo als L7e mit 80 oder 90 km/h.
Mehr dazu in unserem Beitrag L6e-BP und L7e-CP im Vergleich.
Auf französischen Ligier-Seiten wird der Myli weiterhin als schweres Vierradmobil angeboten. Eine aktuelle französische Produktseite führt eine L7e-Version mit 75 km/h und bis zu 179 Kilometern WMTC-Reichweite, während gleichzeitig noch eine ältere französische Landingpage erreichbar ist, die bis zu 80 km/h und 192 Kilometer nennt. Auch hier sind also unterschiedliche Generationen beziehungsweise Datenstände parallel online.
Lange galt die Annahme, die Myli-L7e-Version sei ausschließlich Frankreich vorbehalten, doch so pauschal lässt sich das 2026 nicht mehr sagen. Die deutsche Ligier-Seite spricht inzwischen allgemein von einer L7e-Elektroversion mit 75 km/h, und Ligier führt in Deutschland auch andere L7e-Produkte im professionellen Bereich. Eine dedizierte aktuelle deutsche Myli-L7e-Produkt- oder Konfiguratorseite ist derzeit nicht auffindbar – frag beim Händler gezielt nach, ob und wie ein L7e-Myli in Deutschland bestellt werden kann.
Für einen deutschen Kaufinteressenten bedeutet das: Nicht aus einer französischen Myli-Seite oder einer allgemeinen deutschen L7e-Erklärung schließen, dass genau diese Myli-L7e-Version regulär im deutschen Privatkunden-Konfigurator bestellbar ist. Vor einem Import oder einer Sonderbestellung muss der Genehmigungsweg konkret geklärt werden.
L7e aus Frankreich importieren: möglich ist nicht dasselbe wie unkompliziert
Ein EU-Fahrzeug kann grundsätzlich unter passenden Voraussetzungen auch in einem anderen Mitgliedstaat zugelassen werden. Ob eine konkrete französische Myli-L7e-Ausführung in Deutschland ohne zusätzliche technische Hürden zugelassen werden kann, hängt von ihrer EU-Typgenehmigung, dem CoC und der konkreten Variante ab.
Die Details dazu stehen in wann beim Import eine Einzelbetriebserlaubnis nötig wird.
Eine vertiefende Einordnung liefert CoC und Fahrzeugpapiere.
Gerade bei einem Fahrzeug, dessen deutsche und französische Webseiten unterschiedliche Modellstände zeigen, solltest du vor dem Kauf keine Annahmen treffen. Vor einer verbindlichen Bestellung sind CoC, Typgenehmigungsnummer, Fahrzeugklasse, Sitzplatzzahl, Höchstgeschwindigkeit und Versicherbarkeit zu prüfen.
Ein Import ist damit kein grundsätzlich ausgeschlossener Weg, aber er ist ein anderes Projekt als der Kauf eines deutschen Myli MAX aus dem Ligier-Händlernetz.
Förderung 2026: der elektrische L6e-Myli fällt nicht automatisch unter die Bundesprämie
Seit 2026 gibt es wieder eine staatliche E-Auto-Kaufprämie für Privatpersonen, doch die aktuelle Förderrichtlinie beschränkt das Programm auf erstmals im Inland zugelassene elektrisch betriebene Neufahrzeuge der Klasse M1.
Wie das im Detail funktioniert, erklären wir unter Bundes- und Landesförderung für L6e und L7e.
Ein als L6e zugelassener elektrischer Myli MAX ist deshalb ebenso wenig allein wegen seines Elektroantriebs förderfähig, wie ein L7e-Fahrzeug automatisch unter die M1-Richtlinie fallen würde. Regionale Förderprogramme oder andere Vorteile können separat bestehen, müssen aber anhand der jeweils aktuellen Bedingungen geprüft werden.
Bei Händlerangeboten sollte daher immer klar unterschieden werden zwischen staatlicher Förderung, Herstelleraktion, Händlernachlass und Finanzierungsvorteil.
Diesel oder Elektro: welche Myli-Version passt im Alltag?
Der Diesel bleibt beim aktuellen LAB und MAX ein wichtiger Teil des Angebots, weil er vor allem mit hoher Reichweite und schneller Energieversorgung punktet. Wer keine sichere Lademöglichkeit hat oder den Myli regelmäßig weit außerhalb eines festen Ladepunkts nutzt, kann darin einen praktischen Vorteil sehen.
Der elektrische MAX ist leiser, lokal emissionsfrei und für kurze tägliche Strecken gut geeignet — besonders attraktiv wird er, wenn zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden kann. Bei einem 45-km/h-Mopedauto liegt der typische Einsatz ohnehin oft in einem Radius, der gut zu einer kleinen Batterie passt.
Die Entscheidung sollte deshalb nicht über eine pauschale „Elektro ist besser“-Formel laufen. Wichtiger sind tägliche Kilometer, Ladezugang, Winterreserve, Service, Haltedauer und der konkrete Gebraucht- oder Neuwagenzustand.
Ligier hat einen Vorteil, den junge Microcar-Marken erst aufbauen müssen
Während viele neue L6e-/L7e-Marken 2026 gerade erst Händler suchen, verfügt Ligier bereits über ein sichtbares deutsches Händlernetz und einen aktiven Gebrauchtmarkt. Das ist kein Qualitätsurteil über jedes einzelne Fahrzeug, aber ein praktischer Vorteil bei Probefahrt, Ersatzteilen, Wartung und Wiederverkauf.
Die Details dazu stehen in Linktour Alumi: Händlernetz 2026 noch im Aufbau.
Mehr dazu in unserem Beitrag Aixam als zweiter etablierter Mopedauto-Hersteller.
Die hohe Zahl gebrauchter Myli zeigt außerdem, dass sich reale Marktpreise und typische Laufleistungen beobachten lassen — wer einen neuen Myli kauft, hat damit mehr Vergleichsmöglichkeiten als bei einem Modell, von dem deutschlandweit nur wenige Exemplare existieren.
Gleichzeitig solltest du dich durch die etablierte Marke nicht dazu verleiten lassen, Datenkonflikte zu ignorieren, denn auch auf einer großen Herstellerwebsite können alte und neue Produktgenerationen gleichzeitig erreichbar sein.
Für wen passt der aktuelle Ligier Myli?
Der Myli passt besonders zu Nutzern, deren Alltag mit 45 km/h funktioniert. Jugendliche ab 15 mit AM, Pendler in Stadt und Umland, Seniorinnen und Senioren oder Haushalte mit kurzen Zweitwagenstrecken gehören zu den naheliegenden Zielgruppen.
Eine vertiefende Einordnung liefert Führerscheinklasse AM beim Mopedauto.
Der LAB ist die einfachere Dieselvariante mit starker Design-/Personalisierungsausrichtung. Der MAX ist praktischer und technisch breiter aufgestellt, weil er zusätzlich als Elektroversion verfügbar ist und mit FLEX-IT sowie großem Laderaum auf Alltagstauglichkeit zielt.
Wer 90 km/h braucht, sollte nicht versuchen, den deutschen L6e-Myli gedanklich in diese Rolle zu zwingen, sondern die Suche gleich in die L7e-Klasse richten. Unser Elektro-Microcar-Marktüberblick hilft bei dieser Abgrenzung.
Häufige Fragen
Welche Myli-Modelle gibt es 2026 in Deutschland?
Im aktuellen deutschen Ligier-Programm werden Myli LAB und Myli MAX geführt. JS50 und JS60 sind eigenständige Modellreihen und keine Myli-Ausstattungsvarianten.
Gibt es den Myli LAB elektrisch?
Auf der aktuellen deutschen LAB-Produktseite und im Konfigurator wird der Myli LAB nur mit REVO-D+-Dieselmotor angeboten. Ältere Myli-Seiten mit anderen Ausstattungsnamen können bei einer Suche weiterhin auftauchen.
Gibt es den Myli MAX elektrisch?
Ja. Der aktuelle Myli MAX ist in Deutschland mit Diesel oder Elektro erhältlich. Für die Elektroversion nennt Ligier eine 11,04-kWh-Batterie.
Wie hoch ist die Reichweite des elektrischen Myli MAX?
Die aktuelle Myli-MAX-Seite nennt bis zu 164 Kilometer. Die zentrale Ligier-Elektroseite nennt dagegen bis zu 159 Kilometer für L6e und 164 Kilometer für L7e. Diese Differenz ist auf der Website nicht eindeutig erklärt und sollte für die konkrete Ausführung geprüft werden.
Ist der deutsche Myli L6e oder L7e?
Das aktuelle deutsche Myli-Angebot wird als Mopedauto für AM ab 15 positioniert und gehört damit zum L6e-Vertriebsprogramm. Eine Myli-L7e-Version existiert in Frankreich. Eine dedizierte aktuelle deutsche Privatkunden-Produktseite für den Myli L7e ist derzeit nicht auffindbar.
Wie schnell fährt der französische Myli L7e?
Eine aktuelle französische Produktseite nennt 75 km/h und bis zu 179 Kilometer WMTC. Eine ältere, weiterhin erreichbare französische Landingpage nennt 80 km/h und 192 Kilometer. Diese Werte gehören offenbar zu unterschiedlichen Modellständen und dürfen nicht vermischt werden.
Gibt es viele gebrauchte Ligier Myli?
Ja. Im September 2026 wurden allein auf mobile.de rund 60 und auf AutoScout24 rund 44 bis 47 Myli-Angebote angezeigt. Darunter befinden sich Diesel- und Elektrofahrzeuge verschiedener Baujahre und Generationen.
Wird der elektrische Myli 2026 staatlich gefördert?
Die neue Bundes-E-Auto-Förderung ist auf förderfähige Neufahrzeuge der Klasse M1 beschränkt. Ein L6e-Myli fällt nicht automatisch darunter. Regionale Programme oder Händleraktionen müssen getrennt geprüft werden.
Einordnung: wo die Regeln stehen
Die zentralen Aussagen dieses Beitrags stuetzen sich auf die folgenden Quellen. Jeder Themenblock laesst sich einzeln nachschlagen.
Ligier Deutschland — Myli LAB
Ligier Deutschland — Myli LAB, laufend (Herstellerangabe, kein Link gesetzt). Aktueller deutscher Myli-LAB-Stand: Diesel, AM ab 15; kein aktueller Elektroantrieb auf dieser Modellseite.
Ligier Deutschland — Myli MAX
Ligier Deutschland — Myli MAX, laufend (Herstellerangabe, kein Link gesetzt). Aktueller deutscher Myli MAX: Diesel oder Elektro; aktueller Elektro-Reichweitenhinweis bis 164 km; FLEX-IT.
Ligier Deutschland — Elektrische Mopedautos
Ligier Deutschland — Elektrische Mopedautos, laufend (Herstellerangabe, kein Link gesetzt). B11-Batterie 11,04 kWh; innerhalb derselben Seite widersprüchliche Reichweitenkommunikation: 164 km allgemein bzw. 159 km L6e und 164 km L7e.
Ligier Deutschland — Neue Myli / ältere Modellgeneration
Ligier Deutschland — Neue Myli / ältere Modellgeneration, weiterhin online (Herstellerangabe, kein Link gesetzt). Ältere I.DEAL/E.PIC/R.EBEL-Generation mit abweichenden Batterie-/Reichweitenwerten; nur als Alt-/Gebrauchtfahrzeugkontext verwendet.
Ligier Frankreich — Myli L7 Landingpage
Ligier Frankreich — Myli L7 Landingpage, laufend (Herstellerangabe, kein Link gesetzt). Französischer L7-Kontext; ältere/live verbliebene Angaben weichen vom neueren Datenstand ab. Nicht auf deutsche L6e-Ausführung übertragen.
mobile.de — Ligier Myli Angebote
mobile.de — Ligier Myli Angebote, laufend (Herstellerangabe, kein Link gesetzt). Beleg für aktiven deutschen Neu-/Gebrauchtmarkt; Bestandszahl ist stichtagsabhängig.
AutoScout24 — Ligier Myli Angebote
AutoScout24 — Ligier Myli Angebote, laufend (Herstellerangabe, kein Link gesetzt). Zusätzlicher stichtagsbezogener Marktcheck, einschließlich Elektro-Angeboten.
Bundesumweltministerium — Förderprogramm für Elektroautos / FAQ
Bundesumweltministerium — Förderprogramm für Elektroautos / FAQ, 2026. Bundesförderprogramm 2026 ist auf M1-Neufahrzeuge begrenzt; L6e-Mopedauto nicht automatisch förderfähig.
EUR-Lex — Verordnung (EU) Nr. 168/2013
EUR-Lex — Verordnung (EU) Nr. 168/2013, konsolidierte Fassung, konsolidiert. Rechtsrahmen L6e/L7e und Abgrenzung der Fahrzeugklassen.
Dieser Beitrag ordnet Herstellerangaben, Fachmedien und Rechtsquellen journalistisch ein und ersetzt keine Rechtsberatung oder technische Einzelfallprüfung. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 26. September 2026.
